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Es ist ein altes Geheimnis, das ich fand

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Was für ein wunderbares Konzertjahr. Nach dem wunderbaren Konzert von Regina Spektor im August folgte gestern Anna Ternheim.

Die Alben der Schwedin gehört seit über zehn Jahren zum wichtigsten Bestandteil meiner Musiklisten. Bisher sah ich sie erst einmal live, im März 2007 in der Kalkscheune, als sie das Album Separation Road vorstellte. Das Konzert war magisch, doch auch furchtbar verqualmt und wir konnten leider nicht bis zum Schluss bleiben. Ihr erstes Konzert in der Passionskirche verpasste ich damals, weil ich krank wurde.

 

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Anna Ternheim in der Passionskirche – ausverkauft

Die Kirche steht quasi gegenüber vom Otherland. Das neuromanische Gebäude lebt im Inneren von verzierten, roten Ziegeln, dunklem Holz und weißen Wänden. Es wirkt wie der Vorraum einer Burg und ist nicht besonders groß, die Atmosphäre sehr intim. Ein perfekter Rahmen.

Anna wollte diese Tour minimalistisch gestalten und lud als Begleitung lediglich Martin Hederos ein, der bei Soundtrack Of Our Lives und Tonbruket spielte. Er meistert Geige, Akkordeon, Keyboard, Klavier mit unglaublichem Enthusiasmus, als wären Annas Lieder seine Passion. Die Songs wurden von ihm interpretiert und man spürte ein starkes kreatives Band zwischen den beiden auf der Bühne. Lediglich bei zwei Liedern gefiel mir seine etwas zu aufdringliche Orgel nicht.

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Martin Hederos und Anna

Von mir völlig unbemerkt hatte Anna ein neues Album im Gepäck: All the way to Rio, dessen Titelstück sie auch gleich spielte.

Das Besondere an Annas Stimme ist, dass sie in den tieferen Tönen eine raue Komponente hat, in den hören Tönen aber sehr klar wird. So vermischen sich Leidenschaft, Traurigkeit und Melancholie in den Liedern und man gewinnt ein großes Gefühl von Verletzlichkeit. Das strahlt Anna auch beim Singen immer wieder aus. Aber sie ist eben auch eine Musikerin, die härtere Klänge in ihre Kompositionen einbaut, fast rockig zum Teil. Da ist mehr als die Frau aus ihren Liedern.

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Intime Atmosphäre

Sie spielte sich durch alle Alben. Zu hören waren unter anderem: Still a beatiful Day, For the Young, My Heart still beats for you, Solitary Move, The longer the waiting, Lovers Dream, Today is a good Day, Somebody’s outside, My Secret und als zweite und letzte Zugabe stellte sie sich ganz allein in den Gang zwischen den Reihen des Gestühls und sang ohne Begleitung, ohne Micro A Voice To Calm You Down.
Mit den Zeilen

By the end who will give you answers
When you, man-senses fail

endete ein wunderbares, bezauberndes Konzert.

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