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In der Enge meines Körpers

Meine kleine Lese-Challenge durch die Werke deutschsprachiger SF-Autorinnen brachte mich dazu, auf diversen Kanälen zu lauschen, um ja keine spannende Veröffentlichung zu verpassen. So erfuhr ich von »Shape Me« auch zuerst über Twitter. Die Autorin Melanie Vogltanz ist dort mit teilweise sehr witzigen Zwitschereien unterwegs.

Melanie Vogltanz und Swantje Niemann auf dem BuCon 2019

Zwar erschien das eBook schon zum BuCon, die Taschenbuchausgabe konnte ich mir aber erst auf der Buch Berlin kaufen, direkt aus den Händen der Verlegerin Ingrid Pointecker, die ich nun auch schon seit etlichen Jahren auf Messen und Cons treffe. Ihr ohneohren Verlag ist mir aus guten Gründen seit jeher sehr sympathisch.

Ingrid Pointecker und Laura Dümpelfeld auf der Buch Berlin 2019

»Shape Me« bietet eine oft sehr harte Story um eine Zukunft, in der Normgrößen und Kalorienkonten das Leben bestimmen. Die Firma »Shape Me« macht sich das zunutze und bietet mittels Körpertauschtechnik die Möglichkeit an, dicke Körper durch disziplinierte TrainerInnen wieder fit zu machen, während man selbst derweil im schlanken Körper der »Shape Me«-Angestellten herumläuft.

»Shape Me« von Melanie Vogltanz; Cover: Larissa Kulik und das Maßbandlesezeichen

Welche Schattenseiten das System hat, ist Thema des Romans. Es gibt eine ganze Menge sehr übler Szenen die Hunger und das Leben mit einer tödlichen Krankheit ziemlich intensiv miterleben lassen.

Melanie hat für den Roman nicht nur zu MS recherchiert, sie hat auch versucht, mit 700 Kalorien am Tag auszukommen.

Aber nicht nur die Themen sind stark, auch die Einbettung in einen spannenden Stoff um drei Frauen, die aus unterschiedlichen Richtung in die Probleme geworfen werden. Toll geschrieben, durch diverse Textarten sehr abwechslungsreich angelegt und vor allem ohne Schnickschnack erzählt – »Shape Me« gehört für mich zu den ganz großen SF-Romanen des Jahres und definitiv auf die KLP-Nominierungsliste.

Ich werde meine Lese-Challenge Anfang nächsten Jahres auswerten, aber eins ist gewiss: Es erscheinen ’ne Menge SF-Werke von Autorinnen, greift zu, werdet überrascht, gefesselt und vielleicht auch mal enttäuscht, aber lasst euch nicht erzählen, sie wären wenige oder gar unsichtbar!

Etwas mehr zum Inhalt wieder drüben im Fantasyguide: »Shape Me« von Melanie Vogltanz

Ewig nervt auch ewig

Als alter Freund der Phantastik stelle ich mich seit Äonen dem Problem: Wie kommen die tollen phantastischen Werke in meinen wabernden Dunstkreis? Ein Musterbeispiel literarischer Kriegsführung gelang der SF-Debütantin Caroline Hofstätter. Okay, sie kommt auch aus der Werbung. Aber sie schaffte es nicht nur, sich in einem der beiden SF-Foren anzumelden, nein, ihr gelang es auch so über ihr Buch »Das Ewigkeitsprojekt« zu reden, dass ich gar nicht umhinkam, es kaufen und lesen zu wollen.

Das Ewigkeitsprojekt von Caroline Hofstätter; Cover: Timo Kümmel

Auf dem BuCon habe ich es dann am Stand des Atlantis Verlages brav erworben und mir auch signieren lassen. Real ist die Autorin übrigens genauso nett und stolz auf ihr Werk, wie virtuell.

Caroline signiert mein Exemplar

Womit wir schon beim Thema des Buches sind. Eine Medizinforscherin stellt eines Montagmorgens fest, dass nicht nur ihr Mann, sondern gleich alle Menschen aus ihrem Ort verschwunden sind, dafür bekommt sie per Mail Forschungsaufträge für ein Labor, dass sie via Laptop fernbedient. Die Seltsamkeiten häufen sich …

Der Roman ist kurz und knackig, 167 Seiten nur, schafft es aber dennoch, eine ganze Menge interessanter Ideen anzupacken, von denen der digitale Mensch wohl das wohl wichtigste Thema des Romans ist. Es ist schwer, über Inhalte des Buchs zu schreiben ohne zu spoilern, in meiner Rezi gehe ich da etwas tiefer, nur so viel: »Das Ewigkeitsprojekt« liefert keine einfachen Antworten auf existentielle Fragen.

Mir hat dieser SF-Roman wegen seiner direkten Perspektive sehr gefallen, auch wenn mir die Protagonistin an einigen Stellen zu langsam hinter die Dinge blickte. Doch so sind Figuren manchmal.

Es bleibt weiterhin ein spannendes SF-Jahr, in dem für mich die Werke von Autorinnen deutlich dominieren.

Ohne Mond kann ja jede!

Trübe Wintertage bringen mich Frau Luna nicht wirklich näher und ein bisschen hoffe ich ja, diese langen Abende mit Buch und Wein gemütlich im Sessel zu verbringen, jedoch wo ist dieser Obiwan, wenn man ihn braucht, das antagonistisch handelnde Universum zu verstehen?

Aber werf ich mal das Dubistschuldstöckchen nicht zu den tollen Toten, sondern eile, die Bücherstapel zu bezwingen …

Das jüngste Werk von Michael Marrak erwarb ich schon im Oktober auf dem BuCon und beim Signieren beichtete der Meister, dass er damit die deutsche Ausgabe zum ersten Mal in den Händen halte. Kurz beäugte er es, ob sein Satz korrekt die Druckerei verließ und fast wäre er vor lauter Begeisterung gar nicht mehr dazu gekommen, den magischen Stift zu benutzen.

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Skeptischer Meisterblick: Michael Marrak auf dem BuCon 2018

Auch wenn ich mich sehr auf die Wiederkehr in das Universum des »Kanons mechanischer Seelen« freute, kam ich erst jetzt dazu, mich erneut von Ninive an die Hand nehmen zu lassen und durch ihre abgedrehte, wunderbare Welt zu wandeln.

»Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit« ist ein rasantes und witziges Abenteuer in der Stadt von Aris, der im »Kanon« ja seine Fähigkeit verlor, Gegenstände zu beseelen. Aber das brachte ihn auf die Idee, nach dem verschwundenen Mond der Erde zu forschen.
Und der Depp vergisst darüber Ninive.

Mir wäre das nicht passiert und Aris hat meine Ivi auch gar nicht verdient!

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Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit von Michael Marrak

Der Herr Marrak hatte aber wohl Mitleid und so hilft sie ihm denn nach der wohlverdienten und bestimmt zu sanften Ohrfeige bei seiner Suche.
Dabei dürfen wir eine herrlich skurrile Stadtlandschaft bewundern, die so vollgestopft ist mit phantastischen Ideen, dass ich sehr hoffe, auch hierher zurückkehren zu dürfen.
Ein großer, lustiger Spaß mit genau den richtigen Einsprengseln Melancholie. Ein perfektes Buch zur Wiedereröffnung einer Bibliothek.

Ein bisschen mehr dann drüben im Mondschein des Fantasyguides: Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit von Michael Marrak

Da kommt des dunklen Königs Komet

Bücher, die ich schon immer mal lesen wollte, aber dann vergaß, gibt es eine Menge und so hilft dann manchmal nur ein Zaunpfahl. Solch einer kam beim BuCon in Form des wunderbaren Oliver Plaschka höchstpersönlich und megaspontan erwarb ich die Neuausgabe von Fairwater, bettelte um eine Signatur und hab es jetzt auch tatsächlich fast instant gelesen.

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Oliver signiert mein Exemplar auf dem BuCon 2018

Es ist kein einfaches, wenn auch wunderlich phantastisches Buch. Das fängt schon mit dem geprägten Cover an. Beim Lesen fahren die Finger immer wieder über die Verschnörkelungen und passen ganz prächtig zu den Verschlingungen von Zeit und Figuren im Buch. das ganze ist ein großes Rätselspiel, wie Oliver Kotowski in seiner Rezi zur Erstausgabe vor zehn Jahren so treffend formulierte. Ich habe sie extra erst nach meiner Lektüre gelesen und beschloss dann beim Verfassen meiner Rezi, dass Olli eigentlich alles und viel schlüssiger zum Inhalt schrieb, als dass ich da noch wesentliches hinzufügen könnte.

Das Ergründen dessen, was da nun in Fairwater geschah, fühlt sich sehr intim an, das möchte ich gar nicht groß breitkauen. Denn in Fairwater geht es darum, was für wen real ist. viele Figuren splittern sich in neue Figuren und Perspektiven auf. Manchmal verlor ich den Überblick, wer nun zu wem und wessen Vergangenheit gehört. Einiges klärt sich auf, vieles ist aber Interpretation. Faiwater ist ein magisches Buch. Ein Buch voller Lyrik, zerfließender Bilderwelten, Träume, Gedankenströme und alles fließt in den unzähligen Flüssen und Kanälen der Stadt, wächst in den fast verlassenen Betrieben und in den geheimnisvollen Gärten der Stadt zu einem Geschichtenknäuel, in dem man in beliebige Richtungen irren kann. Oder zu suchen beginnt.

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Fairwater von Oliver Plaschka, Cover: Sarah Borchart

Das ist Phantastik, wie ich sie liebe. Barock in der Fülle an Zitaten und Anspielungen, herausfordernd in den Weglassungen und hochgradig inspirierend durch ein Ensemble seltsamer Figuren. Und sprachlich ein Genuss, gerade wenn man lyrische Sätze so sehr liebt wie ich.

Via Twitter und dem Hashtag #FairwaterOST lässt Oliver Plaschka uns gerade teilhaben an seiner musikalischen Begleitung des Romans. Jede Menge ProgRock aus den Siebzigern. So viele unbekannte Songs, die mit ihren Texten und Sounds in Fairwater einflossen und dabei so gar nicht mit dem übereinstimmen, was ich dort zu hören meinte, aber eine ungemein spannende musikalische Reise.

Wie oben schon erwähnt ist meine Rezi im Fantasyguide nicht so ausführlich, aber begeistert: Fairwater von Oliver Plaschka

Platz ist doch in jedem Bettchen

Ein fieser Männerschnupfen fesselt mich ans Bett und so nutze ich die Gelegenheit, ein paar Rezensionsrückstände abzubauen.
Auf dem BuCon bekam ich direkt aus den druckfeuchten Händen von Guido Krain das erste Exemplar der Göttin der Zeit, während seine Göttin auf Dauer, die wunderbare Frederike Krain, mir stolz eine Pali-Handyhülle und ein Lächeln präsentierte.

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Guido signiert und Frederike hat endlich Zeit

Pali ist der blaue Knuffel aus der Serie O.R.I.O.N. Space Opera und nicht nur Frederikes Lieblingsfigur. Das burschikose Nerdgirl hat gleich zu Beginn der Reise einen Cyborg-Soldaten in Beschlag genommen und wacht seither darüber, wer alles zu ihm ins Bett hüpfen darf. Inzwischen hat Guido Krain einen regelrechten Harem zusammengetragen und durch die halbjährliche Erscheinungsweise gelingt es mir kaum noch, die Figuren auseinanderzuhalten, zumal sie ja immer weniger Platz in der Handlung erhalten, schon rein seitentechnisch bedingt.

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Göttin der Zeit von Guido Krain, Cover: Shikomo

Im aktuellen Band 9 kommt die nächste Alienbraut hinzu und auch Kommandant Cody Callahan beginnt nun mit dem Haremsbau. Er darf sich auch gleich von der Göttin der Zeit persönlich erklären lassen, warum das voll in Ordnung ist. Ist das Schiff auch kurz vorm Platzen, hin zum Kater eil’ n die Katzen. Oder so.

Ich weiß nicht, ob diese Entwicklung damit zusammenhängt, dass Guido inzwischen ganz allein an der Serie schreiben muss und erst für die nächste Staffel, die nicht vor 2021 beginnen soll, neue Verstärkung heranschaffen kann, oder ob der Erwartungsdruck der Leserschaft darauf Einfluss hatte – die O.R.I.O.N. Space Opera ist deutlich speziell und damit ganz allein auf weiter, deutscher Flur. Ist das die sexuelle Befreiung des Weltalls? Der deutsche Herbst kosmischer Liebe?

Band 9 bereitet jedenfalls das Finale der ersten Staffel für den nächsten Band vor und Guido legt neben dem Bettgeflüster auch ein paar echte heiße Handlungsspuren zu Band 10.

Ich bin gespannt, was er sich dafür dann ausgedacht hat. Gibt es ein großes Reinemachen unter den Figuren? Oder wird die Eos in der zweiten Staffel zu einer großen Kommune mit multidiversem Kinderladen? Mir scheint alles möglich.

Meine Rezi für den Fantasyguide geht etwas mehr auf die Handlung ein: Göttin der Zeit von Guido Krain

Phantastisches perpetuum mobile

»Wirtschaftlich gesehen ist die BuCon-Szene ein perpetuum mobile: Jeder gibt Geld fürs Zeug vom anderen …« – so twitterte der bezaubernde Oliver Plaschka über seinen BuConBucheinkauf.

Also von mir hat er nix gekauft, aber ich von ihm. Und das hatte ich auch schon lange vor und der erweiterten Neuausgabe von Fairwater konnte ich nicht widerstehen.

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Oliver signierte gleich mein frisch gekauftes Fairwater

Der BuCon 2018. Im Frühjahr hatte ich noch nicht vor, hinzufahren, aber da Marianne Labisch ganz überzeugend für ihre Idee eintrat, die vierte Fantasyguide Anthologie Scherben auf dem BuCon vorzustellen, packte ich auch dieses Jahr meine Sachen und fuhr in den Süden.

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Sascha Dinse und Marianne Labisch

Nach der obligatorischen Bürgerhaussuche konnten Micha Schmidt und ich unsere VIP-Schilder und die Con-Tüte in Empfang nehmen. Der Hauptsaal überraschte uns mit einer geschrumpften Fläche für die Tische zum Plauschen und Chillen, doch die Orga hatte die Bühne geöffnet und dort saßen bereits Holger M. Pohl und Markus Mäurer.

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Verleger Jürgen Eglseer im Gespräch mit Holger M. Pohl

 

Die Stände hatte man wie bei vielen kleinen Messen üblich, in mehrere doch recht enge Gassen aufgestellt, was zwar vielen Verlagen und AutorInnen die Möglichkeit gab, sich zu präsentieren, aber die Stände auch schnell unzugänglich machte. Nicht immer konnte man daher an die Bücher und Infos gelangen.

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Blick von der Bühne in den Saal

Und so schön es auch ist, sieben parallele Programmschienen anzubieten, optimal ist es nicht. So fanden sich für unserer Panel ganze zwei Interessierte, Sascha Dinse und eine Lyrik-Kollegin aus der Leselupe, plus Raumbeauftragte (ganz super: Sylvana Freyberg!).  Logisch, dass wir trotzdem ganz professionell unser Programm durchzogen und auch Spaß dabei hatten. Immerhin waren wir in der Überzahl.

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Andreas Flögel, Diane Dirt und Micha Schmidt während der Scherben-Lesung

Da ich auf dem Elstercon sehr viel Programm hatte, wollte ich auf dem BuCon lieber rumlaufen und schwatzen, beziehungsweise zuhören. Und ich kam auf meine Kosten.

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Tolle Gesprächsrunde: Oliver Plaschka, Laura Dümpelfeld und James A. Sullivan

Neben dem bereits erwähnten Oliver Plaschka, freute ich mich besonders, Michael Marrak wieder zu treffen, dessen neue Kanon-Novelle Die Reise zum Mittelpunkt der Zeit am Amrûn-Stand erhältlich war.

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Michael bewundert sein Werk

Als ich ihn um eine Signatur bat, hatte er das fertige Druckprodukt noch gar nicht in der Hand gehabt und so prüfte er mein Exemplar erst einmal. Immerhin zeichnete er diesmal auch für Satz und Layout verantwortlich. Nebenbei berichtete er von seinem Aufenthalt in Dublin. Er war ja auf Einladung des Goethe-Instituts dort.

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Kai Meyer am Golkonda-Stand im Gespräch mit Melanie Wylutzki

Wie immer lustig gestaltete sich auch der Besuch des Arunya-Standes, betreuen ihn doch meist Frederike und Guido Krain.

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Guido beim Signieren und eine strahlende Frederike

Von Guido bekam ich auch gleich ein Rezi-Exemplar des neuesten und neunten O.R.I.O.N-Bandes Göttin der Zeit und Infos zum Fortgang des Projektes. So wird es nach Abschluss der ersten Staffel mit Band 10 eine zweijährige Pause geben, um neue MitstreiterInnen zu finden. Ganz allein mag er solch Projekt nicht stemmen, zumal er ja diverse andere Eisen im Feuer hat.

Ansonsten ließ ich mir an vielen Ständen etwas erzählen und nahm einige Anregungen mit. Ich bin ja ganz froh, dass Frank W. Werneburg so viele Indi-Werke der deutschsprachigen Phantastik auch für den Fantasyguide bespricht, so kannte ich doch etliche der Autorinnen und Autoren zumindest vom Namen her und konnte Fotos für die Autorinnen- und Autorenseite schießen.

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Indi-Autor Dirk van den Boom

Zwar fand die DPP-Verleihung auch in diesem Jahr nicht auf dem BuCon statt, dafür aber verliehen die Orga wieder ihre eigenen Preise.

Der für besondere Leistungen ging diesmal an Erik Schreiber, der 660 Bücherbriefe gewürdigt sah und Werner Fuchs wurde für sein phantastisches Lebenswerk geehrt.

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Bernd Robker, Werner Fuchs und Erik Schreiber

Für die Laudation hatten sich Bernhard Hennen und Bernd Robker etwas Besonderes einfallen lassen. In einem fiktiven Interview stellten sie Werner vor. Dafür imitierte Bernd auf sehr amüsante Weise den Preisträger.

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Bernd und Bernhard

Etwas später präsentierte Torsten Low und sein Team die Gewinnerin und Gewinner der diesjährigen Storyolympiade. Also letztlich auch ohne DPP genügend Preisverleihungen, damit niemand etwas vermissen musste.

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Thomas Heidemann, Renée Engel und Johannes Gebhardt

Im Anschluss konnten wir einem bayrischen Restaurant noch sehr spannende Diskussionen zur SF, zur Lage in Deutschland und dem ganzen Rest führen und natürlich auch über Abwesende lästern. Das Übliche halt. Muss ja auch wieder ein Jahr vorhalten.

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Verleger Erik Hauser im Gespräch mit Allessandra Reß

Ein Kanon beschwingter Fragen

Wenn ich begeistert bin, dann so richtig. In den letzten Monaten habe ich mich intensiv mit Michael Marrak befasst. Das begann quasi schon auf dem BuCon. Dort konnten wir uns unterhalten und natürlich ging es um Der Kanon mechanischer Seelen und um die Gesundheit. Wir werden ja alle langsam Gruftis.

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Michael Marrak auf dem BuCon 2017

Danach las ich endlich Lord Gamma und beschloss sogleich, dass es Zeit wird für ein Interview mit Michael für den Fantasyguide.
Inzwischen konnte ich sogar den fertigen Kanon verschlingen, ergänzende Fragen hinterherschicken und nach einigen Stunden Bastelei in Typo3 kann man das ganze Interview nun in seiner vollen Pracht bewundern: Interview mit Michael Marrak (2018)

Jedes Mal freu ich mich wie Bolle, wenn ich solche Interviews nicht nur mit Fragen würzen kann, die noch nicht unbedingt beantwortet wurden, sondern auch mit passenden Covern und Fotos. Ich hadere zwar immer mit mir, wenn ich mit der Kamera auf Leute losgehe. Denke mir, dass es eigentlich eine Belästigung ist, aber wenn dann das Foto zu einer AutorInnenseite oder eben einem Interview passt, bin ich dann doch ganz froh, meine Scheu überwunden zu haben.

Aber lieber ein paar Bedenken hegen als aufdringlich zu sein.

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