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Wenn Leibrand fällt

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Als Frank Duwald in seinem Blog dandelion von den Amerika-Plakaten zu schwärmen begann, fing ich schnell Feuer. Frank ist so einer, dessen Artikeln zu Büchern ich selbst dann gefesselt studiere, wenn ich weder Titel noch VerfasserIn kenne. Was er zu mir Bekanntem schrieb, festigte meine hohe Meinung und machte mir klar, dass er zwar nicht vielleicht die selben Themen mag, aber dieselbe Art des Stiles, des Geschichtenerzählens, der literarischen Kunstfertigkeit.

Von daher stand der Kauf bald fest. Im Otherland telefonisch bestellt und bei der Abholung die Leute dort verwirrt, weil ich als Titel Amerika-Gebete nannte.
Mit dieser Verwechslung ist es natürlich vorbei, sobald man das Buch liest, denn Leibrands Amerika-Plakate sind im ganzen Buch verstreute Fußstapfen.

Ich schrieb es schon, dass Amerika-Plakate eine jener seltenen kostbaren Leseglückseligkeiten spendiert, die nicht aus einer glückvollen Handlung resultiert, sondern aus literarischer Magie. Wenn alles perfekt zusammenpasst und man sich einkuscheln will.

Amerika-Plakate von Richard LorenzAmerika-Plakate von Richard Lorenz

Der Roman steckt voller Kulturbezüge und es lohnt sich, sie zu verfolgen. Ganz besonders natürlich Leonard Cohens Suzanne. Es gibt viele Aufnahmen im Netz von diesem Song. Im Buch bittet Leibrand den Sänger, von ihr zu erzählen. Was natürlich sehr raffiniert von Richard Lorenz ist. Nie wieder werde ich das Lied hören, ohne an Leibrand zu denken, an Geschichten, die in Flaschen gesprochen werden, an Kästchen mit Schnee, der solange nicht schmilzt, wie man fest daran denkt.

Und es wird wieder Zeit für Smoke. Und Paul Auster ist nun ein Name, dessen Entdeckung ich mir vorgenommen habe. Seltsam, dass ich dieses Jahr so vielen literarischen Spuren nach New York folge.

Hier noch die Links zu den Interviews von Frank Duwald mit dem Autor und dem Verleger Joachim Körber.

Meine Besprechung findet sich hier: Amerika-Plakate von Richard Lorenz.

Ach, was für ein herrliches Buch. Wie ein kleines Kind will man rufen: Nochmal, nochmal!


2 Kommentare

  1. Deine Besprechung und deine einleitenden Worte hier zeigen, dass „Amerika-Plakate“ dich genauso in den Griff bekommen hat wie mich. Im Gegenzug hast du ein Buch in den Griff bekommen, das sich weit abseitig des Mainstreams bewegt. Das beweist deine wundervolle Rezension.
    Vielen Dank für die netten Worte über mich.

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