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Dieser zauberhafte Blütenfluch

Auf meinem Schreibtisch stapeln sich die Bücher, zu denen ich Kurzrezis für den Blog schreiben will, bevor sie uns Regal wandern. Nun legen sich auch noch unsere neuen kleinen Kätzchen obendrauf und schwupps ist der Blick auf den Bildschirm versperrt – ein deutliches Signal, jetzt endlich anzufangen. Also los.

Piers Anthony ist ein Autor, den ich durch Michael Schmidt kennenlernte, weil er mir zum einem von ihm vorschwärmte und mich zum anderen zur Mitarbeit an einem Artikel für den Fantasyguide überredete. Ich kaufte mir damals etliche der Werke über ebay, aber eines war nicht dabei: »Chthon«. Micha versuchte immer mal wieder, das Buch in den Klassiker-Lesezirkel des SFN zu schleusen, im April diesen Jahres war es dann endlich soweit.

Mein Exemplar ist eine ziemlich ranzige Taschenbuchausgabe der Version des Marion von Schröder Verlages; leider ist der Gebrauchtmarkt für eine deutschsprachige Ausgabe des Werkes mehr als übersichtlich und nach der Lektüre wünsche ich mir da durchaus ein schön gebundenes Buch, denn »Chthon« ist ein Werk, das ich wiederlesen möchte.

Chthon oder Der Planet der Verdammten von Piers Anthony

Das liegt vor allem an der verschachtelten und nicht linear erzählten Geschichte, deren Wendungen man meist erst im Nachhinein begreift. Wir verfolgen die Geschichte von Aton Fünf, der recht gut situiert auf einer friedlichen Welt aufwächst, die mit dem Handel einer besonderen Blume reich wurde. Diese Blume blüht, solange die schenkende Person die beschenkte liebt. Aton trifft nach seinem siebten Geburtstag im Wald unweit des Anwesens seines Vaters auf eine wunderschöne Frau, die ihn küsst, eine dieser Hvee genannten Blumen schenkt und ihm Liebe verspricht, solange er sich an ihr Lied erinnert.

Dieser Zauber der Mignonne verändert nicht nur das Leben Atons, er durchzieht das gesamte Buch.

Ein wesentlicher Bestandteil ist dabei das Leben Atons in den Minen des Gefängnisplaneten Chthon und hier gelingt Piers Anthony nicht nur ein sehr atmosphärisches Stück Survival-Literatur, er baut um diese sehr brutalen Szenen eine faszinierende Welt auf, die seines gleichen sucht.

»Chthon« ist erstklassige Science-Fiction und eine sehr detailliert ausgearbeitete Lebensgeschichte, deren Protagonist man nicht mögen kann, dessen Handlungen man aber nach und nach versteht.

Für mich ein Buch, dass ich garantiert noch einmal zur Hand nehmen werde.

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