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Dann ist es einfach nur gut

Wenn Aliens uns im dunklen Wald nicht finden, bietet es zumindest die Möglichkeit, coole Lesungen zu besuchen. Besser als eventuell zu Babybrei zerhäckselt zu werden.

Weil wir trotzdem ins All funken, geh ich also lieber gleich in die Stadt und erlebe was.

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Die Heilig-Kreuz-Kirche

Die Lesung von Cixin Liu (eigentlich Liu Cixin, aber weil Liu der Nachname ist, schreibt mans meist andersrum) am vergangen Mittwoch stand deshalb auch dick in meinem Kalender. Das Otherland fungierte als Gastgeber der Lesereisekarawane in Berlin. Man mietete die Heilig-Kreuz-Kirche am anderen Ende der Zossener Straße und trotz Eintritt, füllte sich die Kirche bis zum überletzten Platz. Die Crew war sichtlich aus dem Häuschen und zappelte sehr nervös durch das Gemäuer.

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Simon Weinert, Jakob Schmidt und Wolfgang Tress

Auf die Bühne kamen dann neben Cixin Liu, die Übersetzerin Dr. Jing Bartz, Moderator Dietmar Dath und als Vorleser Mark Bremer.

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Dietmar Dath, Jing Bartz und Cixin Liu

Dietmar Dath trank Tee und zeigte trotzdem Nerven. Der Mann gehört zu den besten deutschsprachigen SF-Autoren, ist ein mehr als streitbarer Kritiker und denkbar bestens geeignet, einen solchen Abend zu moderieren. Man sah ihm an, wie die Gedanken und Ideen in ihm arbeiteten und dann fertigte er sich mit enthusiastischen Schwung Notizen an. Kam diesjahr übrinx immer noch kein Buch von ihm raus. Kommt wohl gar nicht mehr zum Bücherschreiben.

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Noch schnell ein Universum erschaffen …

Die Trisolaris-Trilogie ist nicht nur weltweit sehr erfolgreiche Hard-SF, sie brachte der westlichen Welt überhaupt erst einen Blick auf die chinesische Science-Fiction. Im zweiten Band, Der Dunkle Wald, der gerade erst im Frühjahr auf Deutsch erschien, befasste sich Liu mit dem Fermi-Paradoxon und beantwortete es mit einer so simplen wie einleuchtenden Erklärung. Da draußen sind lauter verborgene Raubtiere und wer im dunklen Wald seine Taschenlampe anmacht, hat sich auszivilisiert. Darum hört man von anderen Rassen immer nur einmal.

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Cixin Liu

Um diese unschöne Zukunftsvision ging es dann auch in einer der Fragerunden. Neben weiteren Hard-SF Themen wie etwa der Endlichkeit von Erkenntnis und dem Moment, wenn alle Probleme gelöst sind und es einfach nur gut sein wird.

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Mark Bremer

Mark Bremer las insgesamt zwei Stellen aus dem Buch vor. Dazwischen und davor stellte Dietmar seine drei Fragen und im Anschluss wurden noch Fragen aus dem Publikum beantwortet. Vermutlich die Hälfte der Anwesenden stammten direkt aus China oder haben Chinesisch im Elternhaus gelernt, was den Abend zu einer Art Heimspiel für Cixin Liu machte.

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Jing Bartz und Cixin Liu

Die Übersetzerin Jing Bartz – sie hat nicht das Buch ins Deutsche übertragen – bezauberte durch ihr Eingeständnis, die physikalischen Details nicht zu verstehen, lieferte uns aber eine sehr sympathische Übersetzung der Fragen und Antworten.

Auch Mark Bremer begeisterte durch eine ausgereifte und sprachlich detaillierte Lesung. Vielleicht hätte man auch Cixin Liu etwas lesen lassen sollen, bei so vielen, die ihn verstanden haben.

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Nur echt mit ExLibris und Signatur

Die Schlange zum Signieren zog sich dann durch das gesamte Kirchenschiff und auch wenn man nur drei Bücher signieren lassen durfte, wird sich das Ganze noch eine Weile hingezogen haben. Zum Glück saß ich in der zweiten Reihe und schaffte es daher schnell nach vorne. Und mehr als drei Bücher hab ich auch gar nicht von Cixin Liu. Band 2 werde ich aber bestimmt nicht vor dem Erscheinen von Band 3 im nächsten Frühjahr schaffen.

Die Lesung war großartig und das bleibt sie und nun können diese Aliens kommen.

Projekt Buchpreis – Teil 7

Im Zug auf dem Weg zum BuCon beendete ich Susanne Röckels Vogelgott.

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Der Vogelgott von Susanne Röckel

Der Roman ließ mich etwas unzufrieden zurück. Meine beiden Hauptkritikpunkte sind die unbefriedigende, beziehungsweise fehlende Auflösung des Ganzen und die mangelnde Akzentuierung der unterschiedlichen Figuren. Stilistisch rührte die Autorin quasi einen Einheitsbrei, zwar sehr stimmungsvoll und in klassischer Manier, aber eben eine einzige Stimme für vier unterschiedliche Perspektiven.

Vielleicht aber ist das auch so gewollt, um die Individualität der vier zu negieren? Ich weiß es nicht. Genauso schwer fällt mir eine grundlegende Interpretation der Handlung. Alles dreht sich irgendwie um eine Art Fluch, die zum Schwinden des Vaters und seiner Kinder und deren Kinder führen soll. Dahinter steht irgendwas mystisches, vielleicht Böses, vielleicht aber auch Fortschrittliches zwischen Prometheus und Jesus. So richtig sah ich nicht durch.

Bis auf einige langwierige Stellen im Mittelteil las sich das Buch aber dennoch sehr flüssig. Fast atemlos folgte ich den verschiedenen Stadien von Obsession und Kontrollverlust. Wenn nur irgendwie ein Ziel der Handlung erkennbar gewesen wäre.

Also insgesamt dicht an einem tollen Phantastikwerk vorbeigeschrammt.

In Bezug auf meine Vorurteilscheckliste gibt es erneut null Punkte!

 

Gestern versuchte ich auch gleich, Archipel der Buchpreisträgerin Inger-Maria Mahlke zu erwerben. Dafür erkor ich mir die Buchhandlung Kommedia in der Marheineke Markthalle in Kreuzberg, vis-à-vis des Otherlands.

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Es war ausverkauft. Dennoch frug ich den Buchhändler Lutz Stolze über die Bedeutung des Buchpreises für seinen Laden. Er würde schon etwas bringen, weil die Menschen sich nach der medialen Aufmerksamkeit richteten, egal ob das Buch nun gut oder schlecht sei. Der Preis sei eben eine Marketingmaßnahme und für ihn zumindest funktioniert sie.

Ich werde nächste Woche wieder vorbeischauen, dann dürfte eine Lieferung mit Exemplaren eingetroffen sein.

Da ich eh ins Otherland musste, um mir die Karte für die heutige Lesung von Cixin Liu abzuholen, nahm ich gleich den neuen Doctorow, Walkaway, mit. Cory liest am 05.11. im Wasserturm Kreuzberg und es wurde einfach Zeit, dass ich was von ihm lese.

Zum Schluss noch der Verweis auf meine Rezi: Der Vogelgott von Susanne Röckel

Huhu, Cthulhu!

Wie doch die Zeit vergeht. Grad (vor vier Jahren) weilte Charles Stross im Otherland und ich dachte: Boah, Du musst endlich mal wieder was von ihm lesen! Eben erst (letztes Jahr) kaufte ich in Edinburgh einen seiner Laundry-Files und ich dachte: Menno, die Reihe solltest Du unbedingt lesen!

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Charles Stross am 10.09.2018 im Otherland

Und nun war Charlie erneut im Otherland, nach einer extrem kurzen Vorwarnzeit, und was hab ich seit Du bist tot im Jahre 2010 von ihm gelesen? Nüscht.
Dabei schreibt der Mann super, ist unglaublich nett und kann live großartig für seine Werke begeistern. Wie auch am Montag.

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Charlie beim Lesen

Das Otherland war brechend voll. Bestimmt mehr als 60 Leute kamen, um Charlie über den neunten Band der Laundry-Files The Labyrinth Index erzählen und daraus vorlesen zu hören, und sich auch einen Ausblick auf den Fortgang der Merchant Princes Reihe nicht entgehen zu lassen.

Otherland-Betreiber Wolfgang Tress erzählte vorab, wie der erste Besuch von Charlie verlief. Der ging nämlich am Tresen vorbei und Wolf überlegte kurz, da er ihm bekannt vorkam, dann sah er ihn vor den Charles Stross-Bänden stehen, ein Buch herausnehmen und: »Er ist es!« Als ihn Charlie dann frug, ob er was dagegen hätte dass er das Buch signierte: »No, please!!!« Tage im Leben eines Buchhändlers, die man nie vergisst.

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Dämonisches Grinsen

Charlie weilte just in Berlin, da er hier Urlaub mit seiner Frau macht, die vergangene Woche Geburtstag feierte. Man konnte in seinen Tweets seinen Urlaub recht gut verfolgen, etwa den Buch im Technikmuseum.

Für Charlie läuft es gerade ganz gut. Der neunte Band der Merchant Princes Reihe und zugleich der dritte Teile der Empire-Games-Trilogie, Invisible Sun, erscheint nächstes Frühjahr und The Labyrinth Index schon im Oktober. Früher als gedacht. Eigentlich standen Arbeiten an einer neuen Space-Opera an, aber der Tod seines Vaters im letzten Jahr brachte die Planung durcheinander. Darum erscheint The Labyrinth Index drei Monate früher und ein Jahr später als geplant. Die Space Opera will er dann nächstes Jahr abschließen, 2020 soll sie erscheinen.

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Offen für Fragen

Die Laundry-Files bezeichnet Charlie als eine »series of comedy horror spy thrillers about lovecraftian monsters and computer science – and the british Gouverment«.
Es ist eine Parallelwelt-Geschichte nach einer Magie-Singularität. So brechen Cthulhu-artige Monster hervor und müssen von einer speziellen Organisation bekämpft werden. Das alles unter einem Premierminister, der eigentlich selbst ein Monster ist. Ganz unbeabsichtigt schreibt er quasi über Trump.

Charlie las aus The Labyrinth Index vor und ich gestehe, nicht allzu viel verstanden zu haben. Mein Englisch erscheint mir manchmal doch recht dürftig. Zum Lesen reicht’s, aber schnell gesprochen, verliere ruckzuck den Verständnisfaden. Dabei liest Charlie sehr spannend und voller Betonungen, setzt Pointen und hält intensiven Kontakt zum Publikum. Nicht wenige schmissen sich regelmäßig weg vor Lachen.

Ich entdeckte mich immer wieder dabei, einfach nur der Sprachmelodie zu lauschen. Keine Ahnung, warum mich das so fasziniert. Gestern Abend sah ich auf arte eine Doku über ein Interview, das Alice Schwarzer mit Romy Schneider führte. Die beiden sprachen fast nur französisch und Alice Schwarzer begleitete die Tonbandausschnitte in einem 2017 geführten Interview. Auf Französisch. Auch hier musste ich mich zwingen, zuzuhören und die deutschen Untertitel im Auge zu behalten und dabei nicht gebannt der Stimme auf ihrem Hoch und Ab zu folgen. Alice Schwarzer wirkt auf Französisch komplett anders. Mag aber auch am Thema gelegen haben.

Aber zurück ins Otherland. Charlie las auch noch ein kleines Schnipselchen aus Invisible Sun bevor er sich den Fragen zuwandte. Natürlich signierte er dann noch etliche Bücher.

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Eine wahre Freude.

Ich hatte mein Edinburgher Exemplar von The Nightmare Stacks dabei und er meinte, ich könne ruhig mit diesem, dem siebten Band, problemlos beginnen, da ein neuer Handlungsbogen begänne. Keine Ausreden mehr …

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Read this fucking book!

Im Anschluss zog ein großer Trupp weiter mit ihm in ein Bierhaus. Als 5:10 Uhr-Aufsteher trollte ich mit René zur U-Bahn, obwohl ich nichts lieber getan hätte, als den Abend noch zu verlängern. Gerade mit Wolfgang Neuhaus wären noch etliche Worte zu wechseln gewesen. Nun ja, ich hab ihn ja auf Band und bin grad fleißig dabei ein Interview mit ihm zu transkribieren.
Hab ja sonst keine Hobbys.

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Huhu, Cthulhu!

Golden glänzt der Silberberg

Ein heißer Kreuzberger Abend wird eigentlich nur dann so richtig perfekt, wenn man ihn im Otherland ausklingen lässt.

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Das Otherland in der Bergmannstraße

Die volle literarische Packung gab es am vergangenen Mittwoch, denn Autor und Übersetzer Uwe Anton stellte seinen SF-Personality Band über Robert Silverberg, Zeiten der Wandlung, vor.

Fachkundig moderiert von Herausgeber und Superfan Hardy Kettlitz, denn in seinem Golkonda-Imprint Memoranda erschien der Band jüngst. Als eine von fünf Neuerscheinungen in diesem Jahr!

Auch Golkonda-Chef Michael Görden war zugegen.

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Michael Görden, Hardy Kettlitz und Uwe Anton

So ging es denn bald nicht mehr nur über Robert Silverberg und sein Schaffen, sondern auch um die Wege seiner Veröffentlichungen in Deutschland. Einige lustige Hintergründe kamen so zur Sprache.

Mir ist Silverberg bisher nur über den ersten Majipoor-Band bekannt und aus der Biographie über James Tiptree Jr. – von daher erfuhr ich sehr viel Neues und bekam dutzendweise Lesetipps.

Der Band entstand aus einem Gesprächen zwischen Hardy und Uwe während eines DortCons und Hardy hatte das Projekt zehn Jahre lang vergessen. Er arbeitete sogar schon an einem Konzept für einen Silverberg-Band, als die Nachricht von Uwe kam, er sein nun fast fertig. So blieb Hardy eine Menge Schreibarbeit erspart.

Man findet in dem Band Rezensionen zu fast allen SF-Werken Silverbergs, der in allen Genres ein großes Werk aufweisen kann, vor allem natürlich der wichtigen SF-Romane und Erzählungen. Dazu jede Menge biographisches und Hintergrundwissen. Und alles in der gewohnt großartigen Golkonda/Memoranda-Aufmachung.

Uwe durfte dann natürlich noch über seine Arbeit für Perry Rhodan berichten, nicht alle Anwesenden hatten mit der größten SF-Serie der Welt bisher Berührungspunkte. Meine Perry-Zeit ist lange her, aber als ich sie damals zu lesen begann, stieß Uwe kurz danach zum AutorInnen-Team und ich hatte ihn nie als Langweiler in Erinnerung. Allerdings auch nicht als hervorstechender Autor.

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Bier, Buchselfies und ein überzeugender Bestsellerautor

Dafür konnte ich ihn vor ein paar Jahren für den Fantasyguide interviewen, da ich damals den Roman Zeit der Stasis besprochen hatte, eine Zusammenarbeit mit Thomas Ziegler.

Uwe ist heute ein gesetzter und streitbarer Mann, dem zu lauschen Vergnügen bereitet, da er nicht nur eine Meinung vertritt, sondern sie auch mit Argumenten und Wissen belegt. Ideale Voraussetzungen für einen Sachbuchautor. Sein Band über Stephen King wird übrigens gerade von ihm neu überarbeitet und erweitert. Natürlich ist er schon fest für das Memoranda-Programm eingeplant.

Bis dahin aber bleibt genügend Zeit, sich mal einen jener Silverberg-Bände aus seiner zweiten, der goldenen Phase, vorzunehmen.

Verschone die Handwerker!

Ich mag das Grauen sein, lese aber ungern Horror. Doch als großer Phantastikfan interessiere ich mich natürlich auch für dieses Teilgenre und verfolge zumindest das literarische Geschehen aus sicherer Ferne.

So ist mir das Romanprojekt Hiobs Spiel von Tobias O. Meißner nicht unbekannt geblieben.

Hiobs Spiel löst bei den Genusswurzeln der Szene stets ein Raunen aus. Es ist der Alte Weidenmann unter den Horrorwerken, der alle Äonen erwacht und sorglose Wanderer verschlingen wird.

Zumindest wusste ich also ungefähr was mich erwartete, als ich am Freitag die Fährnisse des ÖPNV stürzte, den Baranduin überwand, den Alten Wald von Kreuzberg betrat und mich auf der Lichtung von Otherlands Hütte niederließ. Im eisigen Hauch der Hügelgräber erwartete ich das Schlimmste.

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Eine Spur abseits der Wege

Ihr merkt schon, es wurde ein epischer Abend!

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Mehr als nur ein Spiel

Nach der extrem kurzen Vorstellung durch die drei Hobbits vom Otherland teilten sich die Schatten und Tobias begann.

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Jakob Schmidt, Simon Weinert und Wolfgang Tress

Erstaunlicherweise las er zunächst nur Lustiges.

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Mehr als nur der Hauch eines Lächelns lag in der Luft …

Auf dem Holzpodest hätte auch Horst Evers sitzen können, nur ist der Stil von Tobias weitaus geschliffener. Groß im Wortschatz, präzise in der Wortwahl und verdammt gut darin, die Worte auch bedeutsam erklingen zu lassen. Es ist durchaus nicht üblich, dass ein Autor wirklich zu lesen vermag, Tobias O, Meißner ist ein Meister-Vorleser!

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Magische Symbiose: Wenn Worte lebendig werden …

Geholfen hat ihm dabei bestimmt auch, dass er Selbsterlebtes in die Handlung einfließen ließ – was auch erklärt, dass er die Handwerker weder zu Gesicht bekam noch umbrachte.

Man will ja nicht als der Autor gelten, der Handwerker nicht mag.

Golkonda-Verlagsleiter Michael Görden träumte auch gleich von Hörbüchern. Dann könnte man sich den Tobias überall in die Ohren holen.

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Die Macht der Valar durchfließt seinen Verlag: Michael Görden

Tobias beschloss die Lesung mit einem krassen Kapitel, in dem es Hiob Montag mit der Grausamkeit von illegalen Flüchtlingstransporten zu tun bekommt. Genau das ist der Kern seines Chronikprojektes. In manche Wunden muss man mehr als nur einen Finger rammen.

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Niemand verließ den Raum trotz Warnung

Der Abend bewies mir, dass man gar nicht oft genug auf Hiobs Spiel hinweisen kann und ich hoffe inständig, dass es Tobias vermag, dieses Projekt durchzuziehen. Er hat selbst angemerkt, dass sich mit den Jahren auch seine Art den Chronistenjob wahrzunehmen verändert. Dass Splatter mehr dem 25jährigen entsprach und derzeit mehr Humor in seine Prosa Einzug hält; für das hohe Alter sieht er schon Fürchterliches auf seine Leserschaft zukommen.

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Tobias O. Meißner

Doch raus aus den Hügelgräbern, irgendwo im Südosten wartet das letzte heimelige Haus auf uns!

Wir haben Hunger, Hunger, Hunger!

Eine Woche ist es nun schon wieder her, da weilte Tad Williams im Festsaal Kreuzberg und stellte nach Jahren der Abstinenz einen neuen Osten-Ard-Roman vor.

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Heimeilig ist das Tor zur Festsaalwelt

Beim letzten Mal hab ich ihn verpasst, besser mein innerer Schweinehund, deshalb kaufte ich mir gleich nach Bekanntgabe der Lesetour-Daten ein Ticket.
Der Festsaal ist zwar nicht groß, dennoch konnten die Veranstalter nur etwa 40 Fans motivieren, was schon schade ist, jedoch waren sowohl Moderator Bernhard Robben, der deutsche Vorleser Detlef Bierstedt und Tad Williams selbst professionell genug, einen bezaubernden Abend hinzulegen.

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Detlef Bierstedt, Tad Williams und Bernhard Robben

Tad Williams selbst konnte nicht lesen, da er nicht nur sein Exemplar von The Witchwood Crown im Hotel vergaß, sondern gleich auch noch die Lesebrille. Auf deutsch heißt das Buch übrigens Die Hexenholzkrone.

So gab es zwei Lesungsblöcke von Detlef Bierstedt, der mit seiner markanten Stimme und der ganzen Kraft seiner Schauspielkunst keine Probleme hatte, das Publikum zurück nach Osten Ard zu locken.

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Detlef Bierstedt

Zumindest jene, die schon mal da waren. Bisher konnte ich mich noch nicht entschließen, diese Fantasyreihe zu goutieren. Mein Fantum gründet auf die Otherland-Reihe, deren ersten drei Bände ich einst verschlungen habe (Band 4 war damals noch nicht erschienen). Trotz der ca. 3000 Seiten gehört Otherland mit vielen prägnanten Erinnerungen immer noch zu meinen Lieblings-SF-Werken.
Allerdings scheue ich vor einem Reread zurück, es sind schon vier dicke Brocken. Aber immerhin ist Band 1 jetzt signiert! Da ich direkt von Arbeit kam, mussten die anderen Bände zu Hause bleiben.

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Tad signiert Otherland!

In der Fragerunde überzeugte Bernhard Robben durch eine gesunde Mischung aus Begeisterung und Wissensdurst. Er übersetzte ziemlich locker und fasste selbst längere Blöcke passend zusammen.

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Bernhard Robben

Die vorgetragenen Textteile erregten mich jetzt nicht so, jedoch die Vorstellung von hungergeplagten Leichenriesen hatte schon etwas. Aber falls ich mal die eisige Luft von Osten Ard schnuppern möchte, werde ich mit dem Drachenbeinthron beginnen, den ich leider bei einer oberflächlichen Suche am Vorabend nicht finden konnte. Elfenwerk!

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Tad Williams während der Fragerunde

Die Frau von Tad Williams war auch anwesend und beobachtete den Abend hinter ihrem Laptop um zu bloggen. Vermutlich stammen einige der Tweets und Retweets sogar von ihr, denn dort wird die Lesetour wirklich mustergültig begleitet und jede Meldung in den sozialen Netzwerken geteilt.
Seiner Frau kam auch eine große Rolle dabei zu, ihn wieder nach Osten Ard zu schicken, da sie ihn immer wieder frug, ob er denn nicht und so. Eines Nachts lag er dann im Bett und überlegte Gründe, warum nicht, als ihm eine Fortsetzung einfiel. So läuft das manchmal.

Das spielt nun also 30 Jahre später. Tad fand es ganz spannend, sich zu überlegen, was über einen so langen Zeitpunkt in der Welt von Osten Ard alles geschah und was aus den Figuren wurde. Als Anhaltspunkt nahm er sein eigenes Leben. Erfolg, zwei Frauen, Umzüge – da kommt etwas zusammen.

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Ein sehr famoser Kerl: Tad Williams

Ich gestehe, dass Tad genauso sprach, lachte und augfunkelte, wie ich es mir vorgestellt habe. Vermutlich hab ich mal irgendwo schon mal eine Aufzeichnung gesehen oder sein Wesen beherrschte den Text. Obwohl – bei einer Übersetzung wird das schon schwierig. Wie auch immer, es war ein toller Abend. Ich habe Tad Williams live erlebt, konnte der Stimme von William T. Riker lauschen und selbst die Öffis hatten mal keinerlei Probleme.

Am Ende des Gemetzels sollst du ihn lieben

Ann Leckie weilte gestern im Otherland und da ich schon fast auf dem Flug in den Süden bin, hier nur ganz kurz ein kleiner Bericht mit ein paar Bilderlein.

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Wolfgang Tress, Simon Weinert und Ann Leckie

Wolfgang und Simon waren stolz wie Bolle, Ann Leckie in ihrer proppevollen Buchhandlung begrüßen zu dürfen. Ann kam via München aus Spanien und zeigte sich vom Wetter unbeeindruckt.

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Ann Leckie

Sie ist eine sehr freundliche, offene Frau mit klaren Worten und feiner Selbstironie, die gern lacht.

Aus ihrem jüngsten Buch las sie nicht vor, das entsprechende Kapitel war wohl zu lang, dafür gab es einen witzigen Auszug aus Band Drei ihrer Imperial Radch Trilogie, in der es um Translator-Identifikationsprobleme ging. Das las Ann mehr als passabel und schlussendlich überzeugte sie mich, die Trilogie nun doch noch komplett zu lesen.

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Ann las aus »Ancillary Mercy«

Der Frageteil hatte es in sich. Neben Fragen zum Schreiben, Lieblingsfiguren und Erfolgskonzepten ging es auch um die Genderproblematik. Passenderweise befand sich ihr deutscher Übersetzer Bernhard Kempen im Publikum, sodass es hier kompetente Auskünfte gab.

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Bernhard Kempen

Sehr spannend fand ich ihre Anekdote um die dramatische Tempelszene, deren Bedeutung für die Liebesgeschichte definitiv davon abhängt, an welcher Stelle sie sich im Roman befindet. Zum Glück war sie durch ein Hinweis während des Probelesens vorgewarnt und konnte dem Lektor ausreden, diese Szene an den Anfang des Romans zu stellen.

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Margaret Atwood und Ian M. Banks schauten ihr über die Schulter

Es war ein wunderbarer Abend und ich ließ mir mein Exemplar von Die Maschinen nicht nur von Ann sondern auch von Bernhard signieren.

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Ann beim Signieren

Die Crew des Otherlands ist einfach großartig im Organisieren sensationeller Buch-Events. Morgen, wenn Marko Kloos wieder einmal dort aufschlägt, bin ich aber bereits außer Landes.

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Bernhard kam auch nicht drumherum

Jenseits der Einöde des Realismus

Mein bester Freund verbindet gerne unsere Treffen mit Kultur, die ich immer aussuchen muss. Achherje. Da traf es sich diesmal sehr gut, dass mich Hardy Kettlitz kurz vorher auf den aktuellen Andymon-Clubabend hinwies und so gondelten wir nach Baumschulenweg.

Der Abend stand ganz im Zeichen Berliner Phantastikverlage, wobei man das mit Berlin recht sportlich sah. Der SF-Club Andymon ist eine kleine Fan-Gemeinde etwas erhöhten Alters, deren Themenabende sehr oft hochspannend sind, aber tatsächlich hab ich es nun erst zum dritten Mal geschafft, daran teilzunehmen. Aber zumindest sieht man sich regelmäßig bei den Otherland-Events.

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Michael Görden und Hannes Riffel

Als erstes stellte Hannes Riffel das aktuelle und geplante Programm von Fischer TOR vor, logischerweise mit dem Schwerpunkt auf die SF-Titel. Hannes sprudelte vor Begeisterung über. Neben Afterparty von Daryl Gregory in der Übersetzung von Frank Böhmert, das ich jetzt wirklich unbedingt lesen will, schwärmte er von Becky Chambers Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten und freute sich auf die Fortsetzung, die laut Lektorat noch besser sein soll. Da komme ich wohl auch nicht dran vorbei, gefiel mir die Wohlfühl-SF ja bereits im ersten Band. Die Neuübersetzung von Ursula K. Le Guins The Dispossessed als Freie Geister erscheint mir ideal für einen Reread und auch Charlie Jane Anders Alle Vögel unter dem Himmel muss ich einfach haben. Das TOR-Programm unter der Leitung von Hannes ist vielseitig und sehr verführerisch. Er plauderte auch aus dem Nähkästchen und es überraschte mich, dass Kai Meyers Krone der Sterne nur das dritterfolgreichste Buch des Programmes ist. Aber hey, jeder Bestseller finanziert etliche andere Titel.

Mit Spannung erwartete ich dann Michael Görden, seines Zeichens neuer Programmchef von Golkonda, der ja nun bei Europa unterkam und somit nach Gördens Aussage die Vorzüge des Strasser-Konzerns genießt, was vor allem Marketing und Vertrieb verbessern sollte.

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Michael Görden mit dem Golkonda-Programm

Zunächst warb er für ein paar Neuerscheinungen, die noch unter Hannes‘ Federführung an den Start gingen, etwa Die Übersetzerin von John Crowley. Grundsätzlich wird sich das Programm von Golkonda nicht ändern. Captain Future, aber auch die Klassiker werden fortgeführt, ebenso der Nimmèrÿa-Zyklus von Samuel R. Delany und die Werkausgabe von Thomas Ziegler, was Görden ganz besonders freute, da er mit Rainer Zubeil befreundet war und dessen Texte zu den ersten Sachen gehörte, die er je herausgab. Angekündigt ist auch der vierte Hiob-Band von Tobias O. Meißner, das immer noch verkannte Meisterwerk.

Erwähnenswert ist noch, dass für Rückblick aus dem Jahre 2000 von Edward Bellamy eine erweiterte Neuausgabe avisiert ist. Der anwesende Andymonier Wolfgang Both integrierte einen weiteren Sachtext, der als Vortrag eines Andymon-Clubabends entstand und nun das Werk endlich perfekt machen wird.

Natürlich wird sich bei den Reihen das Layout, fast immer von der großartigen Ben, nicht ändern, sodass SammlerInnen aufatmen können. Allerdings sollten sie sich bei einigen Werken beeilen, denn Jo Waltons Carmichael-Romane (Small Change Trilogie)  bekommen in der neuen Auflage ebenso ein anderes Gesicht, wie auch die Kurzgeschichtensammlung von Ted Chiang, die nun an die Verfilmung Arrival erinnert. Lobend erwähnte er noch die Arbeit von Hardy Kettlitz, der als Setzer und Projektmanager die Arbeit eines Verlegers sehr easy macht. Womit er beim Golkonda-Imprint Memoranda ankam. Dort wird es neben dem dritten Hugo-Band, der noch nicht ganz fertig ist, neue SF-Personality Bände geben. Wer Hardy kennt, dürfte sich nicht wundern, dass sich einer davon mit Robert Silverberg befasst.

Ein Höhepunkt des Programmes ist aber sicherlich die neue Werkausgabe der Kollaborationen von Erik Simon mit Angela und Karlheinz Steinmüller, die ich bereits zur Rezension geordert habe.

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Hardy Kettlitz stellt Festa-Titel vor

Hardy war aber nicht nur als Memoranda-Chef anwesend, sondern auch als Berliner Zweigstelle des Festa-Verlages. Der bedeutendste deutsche Horror-Verlag bringt etwa einen Erzählband des Fight Club-Autors Chuck Palahniuk heraus. Ansonsten halt Action und Horror.

Ein Thema aber haben alle drei Verlage gemeinsam: Howard P. Lovecraft. TOR bringt die megageile Prachtwerkausgabe herausgegeben von Leslie S. Klinger, die flux auf meinem Weihnachtswunschzettel landete. Golkonda liefert dazu die zweibändige Biographie von S. T. Joshi und bei Festa gibt es sowieso alles von Lovecraft und zudem noch jene Werke, die ihn beeinflusst haben, so etwa die Geistergeschichten von Montague Rhodes James, nach deren Lektüre man erst wirklich weiß, was Gruseln bedeutet. Hochspannend erscheint mir auch das sehr persönliche Buch Mein Freund H. P. Lovecraft von Frank Belknap Long in der Übersetzung von Michael Siefener – es gibt kaum noch einen Grund, sich nicht mal intensiv mit Lovecraft zu beschäftigen.

Und was mich auch stark reizt, ist Big Sur von Jack Kerouac, sein letztes Werk – und nach On the Road würde ich schon gern noch mehr von ihm lesen.

Aber allein dieser tolle Abend versorgte mich mit mehr Lesetipps als ich in vernünftigem Zeitrahmen lesen können werde. Es ist schon eine Crux mit diesem Hobby. Fängt man erst mal mit einem Buch an, will man bald alle lesen.

Infodumpfer ahoi!

Endlich konnte ich wieder einmal ins Gatherland jumpen. Der freie Diskutierabend zur phantastischen Literatur im Otherland stand diesmal ganz unter Motto Kim Stanley Robinson, da dieser eine private Deutschlandreise am 30.03. zu einer Lesung gleich um die Ecke im Wasserturm Kreuzberg zu nutzen gedenkt.

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Der echte Fan kommt mit stilechtem Gepäck

Mit-Otherlander Jakob Schmidt ist seit einiger Zeit Stammübersetzer von KSR und so verdanken wir ihm nicht nur die kommende Lesung und coole Übertragungen sondern eine gewisse Expertise zu Autor und Werk. Mit einigen Sätzen ging er auf die prägnantesten Eigenschaften der Bücher ein.

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Jakob Schmidt

Für mich war besonders der Hinweis interessant, dass KSR seine langen, vorlesungshaften Infoblöcke ganz bewusst in dieser Art platziert, da er anständige Wissensvermittlung in SF-Bücher für absolut notwendig hält.

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KSR-Bücherstapel

Natürlich wurde viel über die Marstrilogie geredet, dessen Umfang zwar zu einem zähen Lesevergnügen neigen kann, es aber mit einem grandiosen Gesellschaftsblick lohnt.

Auch das nigelnagelneue Werk New York 2140, gerade in Jakobs fleißigen Händen, fand große Beachtung. Zwar gibt es auch Fans, die in den älteren Romanen und den Kurzgeschichten Vorlieben besitzen, aber sowohl Aurora als auch 2312 kamen in der Betrachtung sehr gut weg.

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Yips Lieblingsbuch von KSR: Escape from Kathmandu

Robinsons intelligente und herausfordernde SF hat mich jetzt sehr neugierig auf die Lesung gemacht, trotz meiner Probleme mit seiner Schreibweise. Die dicken Bände der Marstrilogie drohen ja beständig aus ihren Plätzen im Regal.

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Keep calm and trust the Wolfgang

Zum Schluss präsentierte Wolfgang noch die neuen Laden-Shirts, die ihren ersten großen Einsatz auf der Leipziger Buchmesse feiern dürfen, da die Otherlandcrew dort die Fantasy- und SF-Abteilung der Messebuchhandlung betreuen wird. Wenn das mal keine Aufwertung der LBB ist!

Und heute geht’s im Otherland gleich weiter. Um 20 Uhr darf Boris Koch die Premierenlesung seines vierten Bandes der Drachenflüsterer-Saga, Die Feuer von Arknon, auf die Bühne bringen.

Vermutlich ohne Infodumps.

Mechanisches Musengeknutsche

Vermutlich haben wir im Fantasyguide bereits über die Geburt von Kai Meyer berichtet. Zumindest kommt es mir so vor, dass er und seine Werke seit Anbeginn unseres kleinen eZines dabei sind.

Allerdings habe ich daran wenig Anteil, bislang eigentlich nur im Rahmen seiner Zusammenarbeit mit ASP.

Nun aber mischt Fischer TOR die phantastische Literaturszene auf und der Herr Meyer spendierte dem ersten Halbjahresprogramm seine allererste Space Opera. Als er in der phantastisch! # 65 auch noch ziemlich enthusiastisch über Die Krone der Sterne plauderte, stand mein Entschluss fest, ihm ins All zu folgen.

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Die Krone der Sterne von Kai Meyer, Cover: Jens Maria Weber

Da bot es sich an, die TOR-Party im Otherland zu nutzen, mir ein Exemplar des wunderschönen Buches zu besorgen. Ich verschlang es im Nu.

Kai Meyer kann erzählen, kann Welten erschaffen und verfügt über genügend Erfahrung, einer breiten Leserschaft spannende Unterhaltung zu liefern.

Zunächst packte er in Die Krone der Sterne alles hinein, was man da so erwartet. Die toughe Sternenprinzessin, ihr knuffiger Geliebter und der etwas angegraute, schlachtenerfahrene Söldner geraten in eine intergalaktische Intrige, deren Hintergründe sich langsam auf einem komplikationsreichen Weg enthüllen.

Es gibt Weltraumkämpfe, geheimnisvolle Artefakte und Wunder von universaler Schönheit. Ich hatte von Anfang an meinen Spaß beim Lesen, vor allem, weil die Hauptfiguren genau die richtige Mischung aus guten und schlechten Eigenschaften besitzen, durch die sich auch untereinander Konflikte und Kabbeleien ergeben. Eben der wichtige Soap-Anteil.

Gleich vier Frauenfiguren bilden den Kern der Geschichte – hat man ja auch nicht alle Tage und jede von ihnen ist komplett anders angelegt. Alleshändlerin Shara Bitterstern mit ihrem megacoolen, mondsichelförmigen Raumschiff, die Nachtwärts – was für ein Name! – wurde aber meine Favoritin.

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Fantasyguide Kolumnistin und Otherland-Buchhändlerin Charleen flippt mit ihrem Exemplar komplett aus

Es wäre wirklich schade, wenn dieser Roman ein Unikat im Meyerschen Wirken bliebe, denn die Welt von Tiamande mit der Gottkaiserin, den Hexen und den Hinterlassenschaften des Maschinenherrschers ist nach 461 Seiten längst noch nicht auserzählt. Da geht noch was. Da muss doch wenigstens ein Folgeband drin sein. Hoffentlich geht die Fangemeinde von Kai Meyer diese Reise mit und lässt auch sein SF-Abenteuer zu einem Erfolg werden. Denn es ist wohl verständlich, wenn der fleißige Autor seine Schreibzeit lieber für Bücher verwendet, die dann auch verkauft werden können.

Meine Rezi im Fantasyguide: Die Krone der Sterne von Kai Meyer

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