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Mein schrecklicher Tod im Taschenbuch

Als dilettierender Lektorenbanause bekommt man leicht den individuellen Zorn der Autoren zu spüren. So bin schon zweimal literarisch ermordet worden. Doch ich werde nicht aufhören zu dilettieren!

Spaß hat’s ja doch gemacht, als ich mich auf der Richtstatt des Marktplatzes von Saramee wiederfand und während Kronn – der Held der Geschichte, vom Richtblock gerettet wurde, erging es einem gewissen Stain Bärg’Er schlecht.

Nun hatte der Erfinder von Saramee, Chris Weidler, die Idee, der Fantasy-Reihe neues Leben einzuhauchen und alle Kronn-Geschichten in einem Sammelband als Taschenbuch herauszugeben. Jedoch ist das Material recht umfangreich, sodass uns bald klar wurde, für einen Preis unter zehn Euro werden wir wohl zwei Bände daraus machen.

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Cronn und der Atem des Todesvon Markus K. Korb und Martin Hoyer; Cover: Chris Schlicht

Obwohl ich die Geschichten, die jetzt im Sammelband »Kronn und der Atem des Todes« zu finden sind, alle bereits gründlich durchsah als ich vor ein paar Jahren die eBooks erstellte, fanden sich erneut ein paar Fehler. Es ist unglaublich, wie schwer es ist, fehlerfreie Texte zu erzeugen. Elfenwerk!

Wir haben uns entschieden, das Taschenbuch via amazons KDP zu veröffentlichen. Das klappte eigentlich ganz gut, jedoch lieferte die automatische eBook-Generation aus dem Layout-PDF ein grausames Ergebnis, sodass ich dann doch wieder zu Fuß das eBook via HTML-Seiten erstellte.

Für den zweiten Kronn-Sammelband sind wir dann gewappnet. Markus K. Korb hat für diesen dann auch extra ein neues Kronn-Abenteuer geschrieben, das sich gerade bei mir zur Sarameeisierung befindet. Die ersten Artikel in der Saramee-Wiki sind bereits ergänzt und einige neu erstellt worden. Da weht tatsächlich so etwas wie ein frischer Wind durch das Projekt.
Mal sehen, ob das Taschenbuch eine dauerhafte Belebung mit sich bringt, alleine kann man das jedenfalls nicht stemmen.

Ein Körbchen voll Horror

Fünf Euro in die Kalauerkasse, okay. 🙄

Dabei ist eine Verniedlichung von Markus K. Korb natürlich völlig unzulässig und gehörig unpassend. Seine Storys sind nicht niedlich, im Gegenteil, sein jüngster Sammelband Amerikkan Gotik brachte mich zweimal in Kreislaufschwierigkeiten.
Ein Grund, warum ich Horror für gewöhnlich meide.

Jedoch kenne Markus seit Jahrtausenden als Saramee-Autor, Fantasyguide-Redakteur und eben als Horror-Autor und somit ist es mir stets auch ein Vergnügen, seine literarischen Arbeiten zu verfolgen.

Das Besondere an den Geschichten von Markus ist, dass er tief in der Geschichte wühlt, um seine Storys mit einem historischen Hintergrund zu versehen. Dadurch kann er nicht nur typische Genre-Themen in einen neuen Zusammenhang stellen, meist kommt auch der Pädagoge in ihm durch und erinnert seine Leser an die unendlichen Gräuel der Vergangenheit. Er hat quasi eine Vielfalt an Themen-Vorlagen für seine düsteren Reisen in die brutale Seite der Menschheit.
Nebenbei referenziert er auf Kultur-Ikonen, zitiert Film und Literatur, querbeet durch Gattungen und Zeiten. Alles in sauber gesetzten Worten, dicht an den Figuren und nie ausufernd.

AK
Amerikkan Gotik von Markus K. Korb; Cover von Michael Schubert

In Amerikkan Gotik widmet er sich bis auf eine Ausnahme der USA. Von Rassismus über Neonazis, Schusswaffenmissbrauch, Genozid und Armut nutzt Markus so ziemlich alle dunklen Ecken, um sie mit Grauen auszuschmücken.
Mein Favorit ist die letzte Geschichte, Candyman Jack. Eine wilde Mischung aus Oz, Zwerg Nase und anderen bösen Dingen.

Die ganze Rezi im Fantasyguide:
Amerikkan Gotik von Markus K. Korb

Freizeit droht

Auch dieses Jahr steht plötzlich der Urlaub vor der Tür. Bestimmt nehme ich auch wieder mehr Bücher als Zeit mit.

Jedenfalls habe ich vorher noch zwei Projekte abschließen können.

Da wäre zum einen das Interview mit Michael Siefener. Da ich gerade sein Buch Die magische Bibliothek las, ergriff ich die Chance und Dank Boris Koch, dem Chef von Medusenblut, konnte ich Michael meine Fragen stellen.
Interessant ist vor allem, dass er auch weg vom Schreiben für den Markt ist. Ganz ähnlich äußert sich drüben im dandelion-Blog Richard Lorenz. Dessen Amerika-Plakate steht nun auf meiner Herbstleseliste.
Wie auch ein eBook aus dem hippen Verlag Das Beben. Rex Feuchti gehört zu einem weiteren Projekt, dass im August wahrscheinlich akut wird, obwohl ich reine eBooks einfach und immer noch nicht mag.

Hingegen vor dem Urlaub noch abschließen konnte ich die Rezi zum neuen Kurzgeschichten-Band von Markus K. Korb, Der Struwwelpeter-Code.

Cover von Mark Freier zu: Der Struwwelpeter-Code von Markus K. KorbCover von Mark Freier zu: Der Struwwelpeter-Code von Markus K. Korb

Ich kenne Markus nun schon seit einigen Jahren, vor allen durch seine Arbeiten für Saramee und seine Rezensionen im Fantasyguide. Unglaublich, was der Mann neben seinem Lehrerdasein alles auf die Beine stellt.
Markus liebt den gepflegten Grusel ohne übertriebene Gewalt. Es gibt selten Blut und Schleim, vielmehr sucht er das Grauen in der Historie. Er findet viel in der Nazi-Zeit. Da merkt man dann den pädagogischen Anspruch. Aber er verpackt das wirklich sehr gut.

So, wahrscheinlich wird es vor dem Urlaub hier nix mehr geben, Anfang August sollte es weitergehen. Vermeidet bis dahin jegliches Elfenwerk!
:wave:

Der Wald vor lauter Arbeit

Natürlich ist auch der Fußball Schuld, dass ich momentan etwas faul darnieder liege. Aber immerhin bemühe ich mich. Belastender ist jedoch der Brotjob, da mich dort ein verelfter Fehler auf Trab hielt.

Die Delany-Rezi ist im Werden und auch das nächste Buch wartet darauf. Eine stimmungsvolle Kurzgeschichtensammlung von Markus K. Korb, der nicht nur tolle Rezis für den Fantasyguide schreibt, sondern auch ziemlich coole Storys für Saramee. Darunter eine, in der ich abgemurkst werde.

Eben Horror-Geschichten. Kein Splatter, sondern eher in Richtung Gothic-Novel, klassischer Gruselschauer. Im Struwwelpeter-Code beweist er zusätzlich noch sein Faible für historische Szenarien. Er findet überall das Grauen. Wobei ich die Texte nun nicht gruselig finde, vielmehr fasziniert mich immer wieder, wie Markus bekannte Horror-Bestandteile in sehr nah an den Figuren erzählte Episoden einbaut. Das macht er auch bei den Einleitungstexten seiner Spiele-Rezis und schuf damit einen ganz eigenen Reiz.

Parallel dazu habe ich eine Story-Sammlung von Graham Greene eher willkürlich aus dem Regal gegriffen und angefangen zu lesen. Thematisch, und das ist nun ein überraschender Zufall, sehr nah am Struwwelpeter-Code. Dabei wollte ich etwas in Richtung Reisen mit meiner Tante anfangen. Leider hab ich genau dieses Buch nicht. Von hier schöne Grüße an Frank Böhmert, der Greene auch sehr wertschätzt.

Gestern habe ich auch schon erste Pläne für meine Reiselektüre konkretisiert. Verlockend klingt der Kerouac. Delany erwähnte es und On the Road würde zeitlich, im Sinne von Epoche, sehr gut hineinpassen.
Auf jeden Fall werde ich einen Szameit-Band mitnehmen. Spätestens im September kommt endlich das Interview mit ihm, nachdem ich großzügige Hilfe beim Transkribieren der Bänder gefunden habe. Ein oder zwei weiterführende Rezis sollten das lange Interview flankieren. Besser spät als nie, auch wenn es sehr, sehr schade ist, dass ich Depp es nicht zu Lebzeiten hinbekam.
:**:

Vom Rezi-Stapel wird wohl Alfred Wallons Dark Worlds mitkommen. Noch Reste aus meiner DSFP-Beteiligung, die ich aber brav abarbeiten werde.

Ansonsten werd ich hoffentlich im Urlaub wieder zum malen und dichten kommen. Wird Zeit, den Geist treiben zu lassen und all die Ascheflocken loszuwerden. Da freue ich mich besonders drauf.
:wave:

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