Montbron

Startseite » Beitrag verschlagwortet mit 'Eve'

Schlagwort-Archive: Eve

Wenn der Tag woanders bleibt

Ja, ich sitze hier und betreibe Code-Analyse, doch auf der Haut spüre ich die Luftbewegungen, die weit entfernte Dinge fabrizieren.
Man könnte so schön irgendwo den Sommer genießen und über ein cooles Fußballspiel plaudern.
Außerdem müsste ich ganz dringend einen neues Skill in Eve einwerfen.
Zum Erdbeerpflücken kam ich die letzten Tage auch nicht, bestimmt fressen sich gerade jetzt die verelften Schnecken an ihnen satt.
Und am Tageshorizont droht ein Zahnarztbesuch.

Wie soll man sich bei diesem Gedröhn der Dinge auf die Maloche konzentrieren?

Zugegeben, mein Geist läuft gerade im Delany-Modus. Mehrspaltig mit Unterkapiteln bis in den Subtext hinein. Kann man wirklich in den kurzen Momenten der Jugend so vieles denken, schaffen, tun?
Und womit verplemperte ich eigentlich diese Zeit?

Kaum fängt man mit dem Überlegen an, kommen doch weitaus mehr Dinge zusammen, als man oberflächlich vermutet. Nicht wirklich Geschichten oder Zeitgeistszenen, geschweige denn zitierfähige Gespräche, oh nein, mein Hirn speichert Collagen. Meine Erinnerungen huschen und tuscheln. Vielleicht bin ich deshalb ein Momentmensch.

Delany scheint in einer aufregenden Stadt gelebt, eine aufregende Schule besucht und aufregende Freunde kennengelernt zu haben.
Ist Aufregung ein notwendiger Zünder für die Explosion des Schöpferischen? Scheint so.
Aber die eigene Langweiligkeit muss man wohl selbst aus sich herausreißen.

Ich sollte ein Bild malen. Sagen wir am besten heute Abend. Mit den Zähnen wird schon nichts sein. :yawn:

Advertisements

Egal ist 66 – Eve öffnet seine Tore

Manchmal versteh ich Gildenchef und Linkgott Yitu nicht. In seinem Beitrag EVE-Gate und der Datenschutz versuchte er dem werten Leser zu erklären, was so gefährlich am neuen Eve-Feature ist.

Als eher unkomplizierter Zwerg reichte das Wort Webinterface aus, um mich auszuklinken. Browsergames spiel ich nicht.
Zugegebenermaßen habe ich die Patchnotes zu Tyrannis, in denen Evegate vorgestellt wurde, komplett anders gelesen. Für mich war klar, dass es sich um ein INGAME-Feature handelte. Es klang so seltsam wie so vieles andere in Eve auch, daher wollte ich es mir lieber anschauen, bevor ich versuchte in die Tiefen des Handbuches einzutauchen. Als ich es im Spiel nicht fand, dachte ich mir nichts dabei, immerhin ist in Eve sehr viel nicht leicht zu finden. Aber diese laxe Haltung war wohl ein Fehler.

Evegate stellt eine offene Schnittstelle zum Onlinespiel dar, über die man sich so ziemliche alle Daten zu einem Char holen kann. Also eine Art WoW-Arsenal mit dem Unterschied, dass man die Transparenz seiner Daten mit speziellen Filtern selbst regulieren kann.

Ärgerlich ist nur, dass man sich in das Browsergame einloggen muss, um diese Einstellungen vorzunehmen. Warum ich das nicht im Spiel selbst durchführen kann, bleibt eines dieser Web 2.0 Rätsel. :crazy:
Vielleicht gibt es ja wirklich gesteigertes Interesse, Eve auch offline „zu spielen“, mir jeden Falls erschließt sich der Sinn nicht. Entweder ich hab Zeit zu zocken, dann logge ich mich ein oder ich kann grad nicht und dann kann ich auch nicht Evegate nutzen. Wie mans auch dreht, ich logge mich doch lieber gleich ins Spiel ein, als ein Eve-Mini zu starten.
Mal von meinen Bauchschmerzen ganz abgesehen, im Browser meine Login-Daten einzutippern.

Jedenfalls bin ich noch unschlüssig, wie ich mit Evegate umgehen soll. Bockig alle Zugriffe verbieten? Merkelmäßig das Problem ignorieren? Oder konsequent sein und das Abo kündigen?
:lalala:

Get your kicks on Route 66

Nur eine Quest noch

Bestimmt kennt jeder von uns den magischen Moment, da man hoffnungslos in den Fängen der Spieleindustrie zappelt und irre vor sich hinmurmelt: Nur eine Quest noch!

Das kann sein, weil man durch das Spiel motiviert wird.

nqn_3
Ich werde auferstehen, als Gott der immervollen Bembl!

Oder weil man sich in bester Gesellschaft befindet.

nqn_1
Ja, auch Elfen auf dem hohen Ross sind gute Mitstreiter.

Es gibt auch die epischen Momente, die man nie vergisst.

nqn_2
Fast hätte es geklappt. Der Typ fand den Weg zum Zelt dann doch.

Skurrile Momente schlagen in den Bann

nqn_4
Neulich im All traf ich eine Puppe … (Sky Doll muss ich mal wieder lesen)

Vielleicht aber auch ist man so geblendet, dass man zu keiner Fluchtbewegung möglich ist.

nqn_5
Andocken, Abschleppen und ein Sonnenbad…

Auf jeden Fall gibt es deutlich mehr Gründe, Spaß in einem MMO zu haben, als fette Wummen und lange Mäntel. Und liebe Leute von Bluebyte, nicht jedes Spiel, für das man online sein muss, ist auch ein Online-Spiel. Und Zwänge motivieren nie.
Aber was red ich da, es kann eh nur ein Siedler geben.
Veni, Vedi, Vici.

Für Grungni!

Montbronnen oder das Problem der optimalen Wirkung

Gestern Abend schlug sich die Karlsgarde wieder durch die diversen Kriegsvergnügen und beömmelte sich im Skype über die lustigen Dinge des Heldenalltags.
Großmeister Yitu wies zum Beispiel darauf hin, dass der Regen von Linlu ein AoE mit Flächenschaden sei. Montbrons Mund war schon immer schneller als sein Taktgefühl und darum bemerkte er indiskret, welch großartiger Hinweis es sei, dass ein Flächenschadenszauber Flächenschaden mache.
Daraufhin stellte die versammelte Truppe fest, dass diese Bemerkung ein typisches Beispiel für „montbronnen“ wäre. Eine Art eigene Qualitätsstufe des Mobbens, gern auch in Kombination mit ironischem Lob.
Lassen wir diesen kreativen Umgang mit der Sprache mal so stehen, er beweist nicht nur die immense Kraft der Websynergie, er zeugt auch vom fröhlichen Miteinander der Karlsgarde.
Man muss auch einstecken können.
:yawn:

Eine andere Art von kostenlosem Unglück bewegte SPON zu einem Artikel über Werbeblockaden im Internet. Gerade wir Deutschen seien Werbeblocker und würden am liebsten jeden Inhalt im Netz umsonst haben wollen.
Auch ich blockiere Werbung. Erstaunlicherweise finden sich meine Gründe nicht in der SPON-Argumentation. Vielleicht lesen SPON-Redakteure ihre Artikel nie als eingebundene Version im Web, denn sonst kämen sie vielleicht auch auf die Idee, dass blinkende oder sich ständig wiederholende Bildchen das Lesen stark stören. Der gezielte Griff zum Werbeblocker ist eine Reaktion auf aggressive Werbung. Wenn ich einen Artikel online lese, brauch ich keine Popups, keine neuen Browserfenster und keine Augenkrebserzeuger. Werbung soll den Kunden umwerben und nicht aggressiv machen. Das ist dann nämlich auch ein AoE mit Flächenschaden.

Wer Wirkung erzielen will, sollte die richtigen Mittel einsetzen.

Montbrons Vetter Steinbauch lernte diese Weisheit erneut am Samstag in Eve kennen, als ihm der schicke Zerstörer vom NPC-Boss in einer Level 1 Mission unterm Hintern weggeschossen wurde. Der Grund war trivial, die Lösung harte Arbeit.
Während der NPC schon ab 50 Km mit dem Beschuss begann, konnte Steinbauch erst ab 10 Km mit Raketen und ab 2,5 Km mit den fetten Wummen losballern. Da hatte das Schild eine lange, lange Zeit durchzuhalten.
Aber als der Kampf zum Ziel gebracht wurde, klappte es auch mit dem Sieg.

Jammern hilft halt nicht, die Fehler liegen nämlich meist bei einem selbst.
:wave:

Ach ja: Ihr seid alle toll, ganz besonders aber Yitu.

Play’n’Roll

Großgrübler Yitu beschäftigt sich heute in seinem Blog MMO-Rollenspiel – Spielt da wer eine Rolle? mit einer Art RP-Scheinheiligkeit.

Vorweg: Jeder soll nach seiner Fasson spielen, bezahlt ja auch jeder selber dafür.

Aber tatsächlich versteht jeder unter RP etwas anderes. WAR bietet für direktes Rollenspiel wenige Features. Die Anzahl der sichtbaren Emotes sind arg begrenzt. Man kann sich nicht einfach irgendwo hinsetzen, ein Lagerfeuer anzünden und ne Buddel Korn hervorziehen. Die Kneipen in Altdorf sind von NPC vollgestellt, die in den seltensten Fällen mit einem interagieren und so weiter. Mir fällt es schon schwer, auf dieser flachen Ebene RP zu entwickeln. Möglich ist natürlich alles, aber der Unterschied zwischen RP allein im Allianzchat oder via say zu Figuren, die neben mir starr auf dem Marktplatz stehen, ist nicht groß. |-|

Sicherlich könnte man auch Montbron noch deutlicher auf RP trimmen. Sein Hintergrund ist ja recht düster. Doch dann dürfte er weder an Szenarien teilnehmen, noch im Zerg kämpfen. Er müsste an der Befreiung von Karrak Achtgipfel und Barrak Varr teilhaben. Tja, das jedoch geht spieltechnisch nicht so recht.:**:

Für Eve fehlt mir einfach noch zu viel Hintergrund. Ich habe die Minmatar gewählt, weil ich die ehemals Unterdrückten von der Rassenbeschreibung her spannend fand. Steinbauch hat eine Waisen-Hintergrundgeschichte, die ihn dazu zwingt in Alienartefakten nach Spuren seiner Herkunft zu suchen. Dadurch hat er alle Möglichkeiten frei, sich in Richtung Archäologie, Bergbau und Forschung zu entwickeln, aber auch der Kämpfer könnte in ihm erwachen.
Aber ob ich das auch wirklich spiele? So richtig hab ich den RP-Anteil in Eve noch nicht entdeckt. Man sieht seine Figur nicht, kann die Raumschiffe nicht selbst steuern und überhaupt sind die Raumschiffe die einzig echten Objekte, die man bewegt. Der Rest sind Menüeinträge. Zumindest ist das meine erste Einschätzung.

Letztlich ist auch das Spiel mit direkter Kommunikation via Skype ein eigenes RP. Gestern erstürmte die Karlsgarde das Verlorene Tal und es war eine witzige Schlacht. Klar, jeder von uns spielte seine Figur auf seine eigene Art und Weise, die dazugehörigen gesprochenen Kommentare gehörten zwar zum Menschen hinter der Figur, aber jeder spielt ja selbst beim Witzereißen einen Archetypen. Sechs Irre, die Spaß haben wollten am gemeinsamen Abenteuer.

Vielleicht wird es wieder mehr WAR-spezifisches RP geben, vielleicht bekomme ich auch in Eve ein Gefühl dafür – das Ziel ist Unterhaltung.

Mit meinem Kurzbart bastelte ich gestern übrigens an einer Armeeliste. Er hat doch tatsächlich schon 1000 Punkte bemalt! Durch die Begrenzung an Helden blieben dann noch 906 Punkte übrig, nun muss ich eine passende Zwergenliste aufstellen, damit wir die erste größere Schlacht wagen können. Keine leichte Aufgabe, da mir Magie, leichte Kavallerie und Fanatics begegnen werden. Die geringen Punktkosten von Nachtgoblins machen sich hier bemerkbar. Für alles eine bezahlbare Antwort zu finden, scheint mir unmöglich. Aber wenn der Kurzbart gewinnt, ist das vielleicht auch ganz gut für die zukünftige Entwicklung der Familie.
:wave:

Der Stein kann warten

bb_1
Nach bohrenden Fragen kommt der Erfolg

Der Weg zum perfekten Schatzjäger und Bergbauspezialist ist nicht einfach. Denn wie so oft im Leben, hängen die süßesten Früchte reichlich hoch.
Darum muss der maskierte Zwerg in Eve online zunächst jede Menge Erfahrungen sammeln und fleißig büffeln. Darüber hinaus gilt es, für die besonders coolen Schätze, in extrem gefährliches Gebiet zu reisen. Leider sind die Wunderwerke der Technik, mit deren Hilfe man zu den fetten Erzbrocken gelangen kann, recht grazil und diverse Piraten und Spitzohren gieren schon geifernd nach unvorsichtigen Bergleuten.
Zum Glück gibt es in jedem Brocken Stein eine metallene Seele. Und gerade die Arbeit mit Gestein hat uns Dawi ja eines reichlich gelehrt: Geduld.

Für Grungni!
bb_2
Mit dem Pickel ginge es bestimmt besser

Gute Mine im falschen Spiel

Dawi haben keine Seele. Das liegt in erster Linie daran, dass das Seelen-Konzept rein menschlich ist. Als Zwerg gehört man ja faktisch zum Wesen der Natur, zu ihrer unteilbaren Essenz. Darum ist es für das Überleben der Welt auch so immens wichtig, dass es immer Zwerge gibt. Nun ist das normale Zwergsein eine für Außenstehende eher unverständliche Lebensweise. Besonders jüngere Rassen, wie etwa alle Spitzohrsorten, vermuten hinter der naturverbundenen Weisheit der Zwerge Barbarei und Primitivität.
Das sind natürlich Vorurteile, die Schatten auf ihre Produzenten werfen.

Warum weise ich darauf hin?

Weil das Zwergsein in WAR kastriert ist.

Das Stichwort heißt: Bergbau!

Der Zwerg wird quasi mit als Bergmann geboren und während Spitzohren in der Pubertät Pickel bekommen und sich die bergige Haut aufschürfen, erhält der Zwerg einen Pickel und zieht damit in den Berg um Erz zu schürfen. Wenn es so etwas wie ein Herz der Welt gibt, grub garantiert ein Zwerg die Kammern und Adern.
Doch in WAR gibt es keinen Bergbau.

Darum gibt es nun in Eve Online einen Avatar, der den Zwerg im Blut hat und mit dem Laser Löcher in Asteroiden bohrt um das zu bergen, was ein Zwerg zum Leben fast sosehr benötigt wie ein kühles Bier: Erz, Mineralien und einen vollen Hort an Schätzen.

%d Bloggern gefällt das: