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Die richtigen Fragen

Während ich noch mit den richtigen Worten für die Rezi zu Verrückt nach Kafka von Anatole Broyard hadere, das mir Frank Böhmert kürzlich in die Hände drückte, kämpfe ich auch schon mit einer Meinung zum nächsten Buch, Dietmar Daths Deutsche Demokratische Rechnung.
Er selbst bezeichnet es als SF und das stimmt auch so ein bisschen aber vielmehr noch ist es ein ofenheißer Gegenwartsroman. Innensicht einer linken Szene, die mir vollkommen fremd ist.
Daran, wie es in mir grummelt und gärt, merke ich, dass Dath da die richtigen Fragen stellt und ich seine Antworten nicht mag, dass ich da noch werde nachdenken müssen.

Und was mach ein Dichter, wenn der Bauch und das Hirn in unterschiedlich dicken Suppen blubbern? Er schreibt ein Gedicht.

Wo die Kugel ihren Käfig berührt

An der Mauer stehen neue Parolen
frischer als jene
Wählt Liste 3, KPD!

unendliche Übermalungen
was einst Geschichte sein sollte
an der Friedhofsecke
wo der Geist meines Vaters den Vögeln lauscht
und alle Blumensträuße
in Baumeskühle länger überleben
geköpft und ins Wasser gestellt

nur eine Ecke weiter
gabs Molle mit Korn

frag mich nach Wunden
aus diesen Jahren
und keine wird politisch sein
nicht direkt
denn es gab fast nur
die ganze Welt in dem halben Land
das nicht klein sein durfte
und doch an Kleinmut zerbrach
und am Fluch jeder Diktatur

es gibt keinen Kit
für gebrochene Herzen
in verwesten Kadavern
am Ende bezahlt
jeder selbst seine
Deutsche Demokratische Rechnung
packt Trinkgeld dazu
oder gleicht bis auf den letzten Pfennig
die Schuld oder blinde Flecken aus

versuchen wir das nochmal
oder war es das jetzt
mit dem gerechten Leben
Zeit wird es doch
die Technik ist soweit
und jeder nach seinen Bedürfnissen
und jede erst recht

und mitten im bösen Kleinklein
guckt man hinaus in das lichte Morgen
dort winkt schon ein Banner
mit frohen Visionen
und weiteren Sprüchen
dazwischen das Nichts eines Abschnittswechsels
der nur für eine Maschine aus Zeichen besteht
damit sich der Schlitten bewegt
mit reichlich Klingklang
dem Schellen der Narrenkappe abgehört
doch er meint das alles ernst
in den sich verzweigenden Zeiten
mit veränderlicher Vergangenheit
und dem Achsoguten im Untergang
oder davor gewiss

bei all den Graffitis
die graue Wände lebendiger machen
oder rote Ziegelsteine
werde ich farblos bleiben

Entropie und Utopie

Nach drei Büchern und zwei Lesungen bin ich schon lange nicht mehr unvoreingenommen, wenn es um Dietmar Dath geht.
Meist begeistert mich ja eher das Werk bereits verblichener Autorinnen und Autoren, aber mit dem Dath kann ich wirklich etwas anfangen.

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Brecht schmult immer irgendwo hervor

Besonders reizt mich, dass er mich geistig herausfordert, Selten verstehe ich alles und ich muss oft genug über Sätze, Konzepte und Handlungsstrukturen nachgrübeln.

Daher ist es immer spannend, wenn er es selbst erklärt. Wie Freitag Abend im Brechthaus.

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Als Gesprächspartner, bzw. ein paar Fragen-Steller fungierte FAZ-Kollege Andreas Platthaus.

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Andreas Platthaus und Dietmar Dath sind Kollegen

Der stellte auch gleich den Abend unter den Eindruck eines anderen Kollegen, nämlich Dieter Bartetzko, den sie am Vormittag zu Grabe getragen hatten.

Dietmar ging später wiederholt auf ihn ein, eine vor allem kraftvolle Erinnerung an den Freund.

Es wurden die beiden Bücher vorgestellt, die im Frühjahr erschienen sind. Venus siegt, die Parabel über Stalinismus transferiert auf eine zukünftige Venus und Deutsche Demokratische Rechnung, eine Art Parallelweltgeschichte, die sich mit den Gründen für das Scheitern der DDR auseinandersetzt. Grob gesagt.
Beide Bücher lohnen sich, sie zu lesen und dann entdeckt man noch viel mehr darin.

Einige Geheimnisse verriet Dath am Ende seiner Lesereise, zumindest sagte er das.
Darunter auch, dass es sich bei Deutsche Demokratische Rechnung um einen SF-Roman handele, er könne auch gar nichts anderes schreiben.

Ich hatte mir das Buch am Vortag gekauft und schon bereits angelesen. Und tatsächlich wunderte ich mich, warum mir plötzlich ein Gegenwartsroman gefällt. Er spielt in 2014, BRD, Erde. Jetzt ist die Empathie erklärbar, SF, what else?

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Es stecken mehr als ein paar Worte in einem Buch von Dietmar Dath.

Auch wenn sehr vieles realistisch ist, gab Dath doch einige Beispiele, wo man diesen Realismus ruhig in Frage stellen sollte. Das betrifft zum Teil höhere Mathematik, wo man mir eh alles erzählen kann und ich hielte es für Phantastik.

Zu Venus siegt wusste Dath logischerweise noch mehr historische Figuren zu benennen, die darinnen zu finden sind. Funktionäre interessierten mich nie besonders. Da es in meiner Jugend zu viele von ihnen gab, musste ich etwa Bucharin googeln.
Mich wird das wahrscheinlich nie so faszinieren können, wie jemanden der im Westen nach Osten mit großen Augen sah.

Den Büchertisch bestückte übrigens die Otherland-Buchhandlung. Ich sah Simon Weinert da sitzen und just heute las ich im Newsletter, dass er am 14. Juli endlich die gedruckte Version von Tassilo – Der Mumienabrichter präsentieren kann.

Eine Sache berührte mich, weil sie so ein bisschen nach dem aussah, wie meine Zukunft sein könnte. Neben mich setzte sich ein alter Mann, der stolz erklärte, zur alten Garde zu gehören. Wie berühmt das Brechthaus schon vor dem Mauerfall war. Biermann in der Nähe und aus Westberlin seien sie gekommen. Ich vermutete, er hätte Deutsche Demokratische Rechnung nur gelesen und gekauft, der DDR wegen.
Und im Buch gibt es ja auch so eine feine Melancholie, die ich nicht mitempfinden kann. Auch mit Honecker habe ich kein Mitleid und mir ist es egal, wie zynisch es war, ihn im selben Knast festzusetzen, wie schon die Nazis.
Aber, ich finde es äußerst interessant. Entropie hat ihre Grenzen aber eben auch Potential.

Im Sog der Utopien

Wer zum Hugogate alle Hintergründe wissen will, kann sich in Christoph Jaroschs Blog Lake Hermanstadt umfassend informieren lassen.
Zum Hugo selbst gibt es ein cooles Nachschlagewerk, das Hardy Kettlitz in seinem Neuen Verlag MEMORANDA herausbrachte, einem Imprint des Golkonda Verlages, für den er in den letzten Jahren einiges an Setzerarbeiten leistete und somit wesentlich an der Qualität der dort erschienen Bücher Anteil hat.

Die Hugo Awards 1953 – 1984 von Hardy Kettlitz, Cover von s.BenesDie Hugo Awards 1953 – 1984 von Hardy Kettlitz, Cover von s.BENes

Die Hugo Awards 1953 – 1984 enthalten nicht nur sämtliche PreisträgerInnen, die Platzierten und Hintergründe zu den einzelnen Worldcons auf denen die Hugos jeweils verliehen wurden, Hardy ordnet viele Werke auch gleich in seinen ganz speziellen Experten-Kosmos ein. Für mich ein durchaus nützlicher Maßstab, da ich seine Meinung sehr schätze.
Damit ist das Buch auch eine sehr persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und verhindert, dass Zahlen und Infos die LeserInnen erschlagen.
Teil 2 wird dann bis 2015 reichen und es ist zu vermuten, dass dann auch die Sad Puppies Erwähnung finden werden.
Meine Rezi: Die Hugo Awards 1953 – 1984 von Hardy Kettlitz im Fantasyguide.

Ein ganz anderer trauriger Welpe ist der Protagonist in Dietmar Daths diesjährigen SF-Kracher: Venus siegt.

Venus siegt von Dietmar DathVenus siegt von Dietmar Dath

Der Aufbau einer freien Gesellschaft, in der intelligente Roboter, Menschen und künstliche Intelligenzen zusammenleben, muss sich mit Bürgerkrieg, Invasion und Zusammenbruch auseinandersetzen. Die Geschichte der zukünftigen Venusgesellschaft ist dabei ein Spiegelbild der Sowjetunion von der Oktoberrevolution über den Stalinterror und Totalitarismus bis hin zum Weltkrieg und seinen Umbrüchen.
Es gibt Figuren, die Lenin, Stalin oder Trotzki nachempfunden wurden. Mathematik spielt eine hohe und wichtige Rolle, was mich allerdings immer wieder abhängte, da mit höhere mathematische Konzepte nicht in den Kopf gehen, aber das stört bei einem ansonsten sehr lesbaren Science Fiction Roman kaum.
Mich hat der neue Dath jedenfalls nicht enttäuscht. Der dritte überdurchschnittliche Roman in Folge, den ich von ihm las – meiner Meinung nach ist Dath der aufregendste deutschsprachige SF-Autor.
Live davon überzeugen kann man sich übrigens am Freitag, dem 29.05.2015 ab 20:00 Uhr bei Lesung und Gespräch im Brecht-Haus. In meinem Kalender stehts schon drin!
Meine Meinung zum Buch habe ich auch in eine Rezi gegossen:
Venus siegt von Dietmar Dath

Das Zeitalter des Blechs

Meine Comichelden in Kindertagen hießen Dig, Dag, Digedag, Ritter Runkel, Abrax, Brabax und Califax.
Keine wirklichen Superhelden, aber ich fand sie super.

Vielleicht liegt es am Fehlen all der Comics und Serien in meiner Jugend, dass ich mit den Marvel- und DC-Filmen so wenig anfangen kann. Natürlich kann ich Action, SciFi und den Humor darin wertschätzen, aber letztlich interessiert mich das seltsame Schicksal der Figuren nicht die Bohne.
Und ich habe keine Ahnung warum. Mir sind die Ähnlichkeiten zu Star Wars oder den Herrn der Ringe durchaus bewusst, aber irgendwie ist mir Darth Vader näher als Ultron.

Erstaunlich, wie Marvel es geschafft hat, mit ihren Filmen nicht nur die Massen ins Kino zu holen, sondern auch die Fans zu begeistern. Und ich stelle mir vor, wenn in der selben Preisklasse etwa so großartige Werke wie Perdido Street Station, Against the Day oder Midworld verfilmt würden.
Aber das wird wohl nicht passieren.

Doch jedem sein Plaisirchen. Ich arbeite mich gerade durch Venus siegt, meinem dritten Buch von Dietmar Dath. Eine SF-Geschichte über Personenkult, Totalitarismus, ihre Kinder fressende Revolutionen und dem Zusammenleben von Robotern, Menschen und Künstlichen Intelligenzen. Ich bleibe weiter dabei, dass Dath der bedeutendste SF-Autor unseres Landes ist und ich bewundere seinen Output. Die Art und Weise, wie er gesellschaftliche Probleme literarisch in Zukunftsentwürfe packt und zumindest meistens eine spannende Handlung scheinbar mühelos aus dem Handgelenk schüttelt, fasziniert mich ungemein.

Venus siegt von Dietmar DathVenus siegt von Dietmar Dath

Verfilmen wird das bestimmt auch niemand, aber wenn er es vielleicht wie schon mit Die Abschaffung der Arten ins Theater schafft, wäre es auch toll.
Da gibt es Platz für unendlich viele Zeitalter.
:wave:

Ein Herz für Science-Fiction

Seit Pulsarnacht bin ich Fan von Dietmar Dath. Mein Fanboytum verstärkte sich durch den grandiosen Roman Feldeváye und wurde bestätigt durch das Theaterstück zu Die Abschaffung der Arten in der Bearbeitung von Claudia Bauer.

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Dietmar Dath auf der Lesung im Otherland am 16.05.2014

Natürlich hat auch die Lesung im Otherland dazu beigetragen und darum bin ich ganz begeistert, dass ich über den Golkonda-Verlag Kontakt mit Dietmar Dath aufnehmen konnte und er trotz zeitlicher und anderer Probleme, die Zeit fand, mir auf meine Interviewfragen zu antworten.

Danke Dietmar und Danke Hannes!

Das ganze schöne Frage-Antwortspiel gibt es hier: Interview mit Dietmar Dath

Was wird den Menschen vernichten?

Die Romane von Dietmar Dath sind nicht unbedingt locker wegschlürfbare Texte, kein Wunder also, dass man sich in Theaterkreisen dafür interessiert.
Darum erfreute es mein Explorer-Herz, als ich parallel zu meiner Feldeváye-Lektüre von einem Theaterstück nach dem Roman Die Abschaffung der Arten hörte.

Hier in Berlin! Im Szene-Stadtbezirk Lichtenberg.
Nicht mosern, da die Szene ständig wandert, wird auch Lichtenberg mal dran sein.
Unsere Ururenkel werden das noch erleben.

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Das Theater an der Parkaue

Die Premiere fand am 03. Juni statt und Karten gab’s natürlich keine mehr. Online konnte ich dann Karten für den September reservieren. Falls ihr das nachmachen wollt, die Software versteht darunter kaufen. Kommt also gleich eine Rechnung, nicht wundern, so wie ich. :wave:

Gestern waren wir da. Das ehemalige Pionierhaus German Titow hab ich bestimmt schon mal besucht, aber erfolgreich aus meinen Erinnerungen gelöscht. Wer weiß, welch toller Pioniernachmittag uns hier damals erfreute.

Heute ist das alles längst (unsichtbare) Geschichte. Man geht nicht direkt in den Theatersaal, sondern wird abgeholt. Während der Vorstellung hab ich natürlich nicht geknippst sondern nur vorher und danach, damit man einen kleinen Eindruck bekommt.

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Dunkel wars und schummrig: Vorher

Das Stück selbst hat mich begeistert.

Der Saal ist nicht groß, es gibt eine kleine Tribüne mit Bänken für die ZuschauerInnen, mehr als fünfzig dürften keinen Platz haben. Es gibt keine Lehnen, und obwohl das Stück nicht lange ging, verkrampften meine eh nicht besonders tollen Muskeln in Rücken und Nacken.

Aber die Schmerzen war es wert.

Das Ensemble bestand aus drei Männern und sieben Frauen, die verschiedene Rollen spielten. Dazu machten sie Geräusche, übernahmen Stimmanteile, bedienten kleine Kameralinsen, mit denen der Hintergrund auf der Leinwand inszeniert wurde. Sehr witzig, als ein Dschungel und später eine Sexszene so dargestellt wurde. Ohne echten Sex oder Dschungel natürlich.

Sehr oldschool war vielleicht auch das Fehlen von spritzenden Flüssigkeiten. Lediglich Lamatta und Schaumstoffsteine flogen umher. Die Requisiten waren grundsätzlich sehr kreativ. Die verschiedenen Tierkostüme konnte man zum Teil auf ihre Bestandteile zurückführen, etwa Damenschuh oder Fahrradhelm, waren aber dennoch deutlich Tierkostüme. Schön dazu.

Im letzten Teil des Stückes wurde mit kleinen Handpuppen gespielt, Ein utopischer Krieg wurde mit Pappkriegsmaschinen geführt, welche die Puppenkriegerin geschmeidig besiegte. Dabei agierten die jeweils drei SchauspielerInnen mit ihren Puppen äußerst virtuos. Die rote Kriegerin, es müsste Padmasambhava gewesen sein, geriet dabei ungemein überzeugend, als ob die PuppenspielerInnen in diese Figur aufgegangen waren. Sehr beeindruckend.

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Nachher war mehr Lametta

Da ich das Buch noch nicht gelesen habe, musste ich mich ganz von der Handlung treiben lassen. Eine Gruppe Touristen besucht die Erde und will wissen, warum den Menschen passiert ist, was ihnen passiert ist. Und so geht’s per Zeittunnel in die Vergangenheit der Zeit der großen Langeweile. Also heute.
Die Menschen mit ihren öden Leben werden von den Gente abgelöst, die sich ihre Art beliebig aussuchen können, so laufen denn Löwe, Fuchs, Wolf, Eselin, Dachsin, Libelle, Luchsin, eine Eibe und eine wahre Frau über die Drehbühne. Bald aber kommt ein Mischwesen aus Keramik und beginnt die Gente wiederum zu verdrängen …

Es war die ganze Zeit etwas los auf der Bühne, alle agierten für mich völlig überzeugend und fesselnd. Vor allem aber vermittelten sie mir den Eindruck, den Dath verstanden zu haben. Wenn vielleicht nicht aus der SF-Sicht heraus, sondern eher so in Richtung Evolution.
Einige anwesende Jugendliche hingegen unterhielten sich hinterher, dass ihnen der Sinn des ganzen bis zum Schluss unklar blieb. Tja, ein Einsteigerstück ist es definitiv nicht.

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Ein kleiner Eindruck von den Tierkostümen, Eselin- und Löwen-Maske sind zu sehen

So gefällt mir Theater. Wenn ich das Buch lese, werden mir diese Theater-Bilder wieder einfallen. Ich kanns nur empfehlen, preiswert ist es zudem auch noch. Keine Ahnung, wie man von dreizehn Euro die Karte, so etwas finanzieren kann. Aber es scheint möglich. Das sollte man dann auch nutzen, also strömt hin, bevor uns die Gente verdrängen. Ich würde übrigens ein Adler sein wollen.
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Kostbare Sammelstücke, die ich ins Buch packe. Zum Glück ist es kein eBook

Vielen Dank an:
Denis Pöpping
Corinna Mühle
Jan Friedrich
Nico Parisius
Franziska Rattay
Nora Lee Sanwald
Mirjam Schollmeyer
Helene Schmitt
Nathalie Wendt
Lena Wimmer

und an die Regisseurin Claudia Bauer samt Team!

Mehr Infos zu Stück und Bühne gibt auf der Parkaue-Homepage.

Preise für alle

Der Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist wieder einmal im Gespräch. Die Longlist wurde veröffentlicht und etliche Buchblogs (etwa Buzzaldrins Bücher) sind bereits fleißig am Lesen.
Als Phantastik-Freund ist diese Liste für mich wie ein Blick ins Telefonbuch von Nairobi.

Fast jedenfalls. Denn just meine gegenwärtige Lektüre steht drauf.
Der Unternehmer von Matthias Nawrat ist aber auch eine SF-Erzählung. Wird natürlich nicht als solche beworben. Das dünne Büchlein enthält eine bisher sehr faszinierende Geschichte über ein Mädchen, das in einer postapokalyptschen Schwarzwald-Welt Liebe und Verantwortung entdeckt. Sehr einfallsreich aus der Sicht des Mädchens erzählt, in einer Sprache, die gleich das soziale Umfeld abbildet, denn Lipas Familie beschränkt sich auf eine enge und unternehmensgebundene Sprache.
Das ist mehr als cool.
Wenn die Handlung nicht noch in irgendeine Niederung abrutscht, werde ich das Bändchen sehr empfehlen können.

Aber das beste deutschsprachige Buch des Jahres ist immer noch Dietmar Daths Feldeváye. Auch SF.
What else?

Jup und weil’s so schön ist, kommt heute Abend gleich der nächste SF-literarische Höhepunkt: Frank Böhmerts Lesung im Otherland.
Er stellt da seinen Berlin-NEO-PR-Roman vor. Bin schon sehr gespannt.

Berlin 2037 von Frank Böhmert, Cover von Dirk SchulzBerlin 2037 von Frank Böhmert, Cover von Dirk Schulz

Das Heft werde ich natürlich erstehen. Es ist Nummer 76 der Reihe. Band 1 hatte mich damals nicht dazu verführt, wieder ins Perryversum einzusteigen. Mit Reboots kann ich eh nicht viel anfangen.
Aber der Hauptgrund, warum ich auch damals mit dem Lesen der Erstauflage von Perry Rhodan aufhörte, ist einfach die beschränkte Lesezeit. Eine regelmäßige Serie füllt zu viele Slots, in die ich lieber reizvolle Bücher stecke. Sicher gibt es auch gute Bände in der Serie, aber letztlich ist die Bandbreite begrenzt. Wenn ich mir anschaue, in wieviele Genres, Kulturen und Stile ich allein dieses Jahr reingekrochen bin, dann bereue ich da nix. Meine Perry-Zeit war schön und ich werde vielleicht bald mal eine Lesereise zurück machen. Dann kralle ich mir die Liste mit den Spinnen-Bänden und schwelge in der Erinnerung an die Entdeckung des Sense of Wonder.
Oh Colounshaba!

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