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Ewig nervt auch ewig

Als alter Freund der Phantastik stelle ich mich seit Äonen dem Problem: Wie kommen die tollen phantastischen Werke in meinen wabernden Dunstkreis? Ein Musterbeispiel literarischer Kriegsführung gelang der SF-Debütantin Caroline Hofstätter. Okay, sie kommt auch aus der Werbung. Aber sie schaffte es nicht nur, sich in einem der beiden SF-Foren anzumelden, nein, ihr gelang es auch so über ihr Buch »Das Ewigkeitsprojekt« zu reden, dass ich gar nicht umhinkam, es kaufen und lesen zu wollen.

Das Ewigkeitsprojekt von Caroline Hofstätter; Cover: Timo Kümmel

Auf dem BuCon habe ich es dann am Stand des Atlantis Verlages brav erworben und mir auch signieren lassen. Real ist die Autorin übrigens genauso nett und stolz auf ihr Werk, wie virtuell.

Caroline signiert mein Exemplar

Womit wir schon beim Thema des Buches sind. Eine Medizinforscherin stellt eines Montagmorgens fest, dass nicht nur ihr Mann, sondern gleich alle Menschen aus ihrem Ort verschwunden sind, dafür bekommt sie per Mail Forschungsaufträge für ein Labor, dass sie via Laptop fernbedient. Die Seltsamkeiten häufen sich …

Der Roman ist kurz und knackig, 167 Seiten nur, schafft es aber dennoch, eine ganze Menge interessanter Ideen anzupacken, von denen der digitale Mensch wohl das wohl wichtigste Thema des Romans ist. Es ist schwer, über Inhalte des Buchs zu schreiben ohne zu spoilern, in meiner Rezi gehe ich da etwas tiefer, nur so viel: »Das Ewigkeitsprojekt« liefert keine einfachen Antworten auf existentielle Fragen.

Mir hat dieser SF-Roman wegen seiner direkten Perspektive sehr gefallen, auch wenn mir die Protagonistin an einigen Stellen zu langsam hinter die Dinge blickte. Doch so sind Figuren manchmal.

Es bleibt weiterhin ein spannendes SF-Jahr, in dem für mich die Werke von Autorinnen deutlich dominieren.

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