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Du hast da was im Auge

Ein lesereiches aber internetarmes Wochenende liegt hinter mir und daher ging erst gestern Abend mein Bericht zur Lesung von Frank Böhmert im Otherland online.

Frank las aus seinem neuesten Roman vor, einen Abstecher ins Perry Rhodan NEO Universum. Berlin 2037 lag am Donnerstag druckfrisch im Laden und selbst Frank hatte noch nicht hineinschnuppern können.

frank_und_jakob2
Frank Böhmert und Otherlander Jakob Schmidt

Mit ehrfürchtiger Nervösität begann er zu lesen und kam aber bald in seinen gewohnten Erzählerton. Er wird sicher nie engagiert werden, seine Bücher als Hörbücher einzusprechen, dafür aber plaudert er sehr charmant über sie. Und der Gesprächsteil überwog denn auch deutlich. Erst weit nach Mitternacht kam ich aus der langen Kreuzberger Nacht in die friedlich ruhende Wuhlheide.

Am Freitag schnurpselte ich das Bädchen dann in der Bahn weg. Der Cliffhanger am Schluss ist zwar fies, aber ich werde nicht weiter in die Serienwelt eintauchen. Dafür liegen einfach zu viele andere Bücher auf meinen diversen SUBs. Eine Rezi werde ich aber dazu schreiben, immerhin gefiel mir der Band auch recht gut, besonders weil Frank jede Menge Berlin einbaute und er sich immer wieder weit aus dem Serienkosmos herauslehnen durfte.
Sehr schön fand ich auch, dass er sich von Gecko Neumcke dazu inspirieren ließ, Asa’pili und ein bolo in die Handlung einzubauen. Das sagt auch eine ganze Menge über Franks Wesen aus. Finde ich. Oder zumindest darüber, wie ich Frank sehe. Man steckt ja nicht drin in den Menschen. :wave:

Weitere Rezis wollen geschrieben werden. Zu gleich zwei sehr guten Büchern. Einmal Unternehmer von Matthias Nawrat und zu dem Wunderwerk Amerika-Plakate von Richard Lorenz. Diese Buch kommt in die schmale Lister Bücher, die mich zerfließen lassen. Gleich neben Federico, Gegen den Tag und Fool on the Hill.
Dank an Frank Duwald für diese Empfehlung!

Preise für alle

Der Preis des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels ist wieder einmal im Gespräch. Die Longlist wurde veröffentlicht und etliche Buchblogs (etwa Buzzaldrins Bücher) sind bereits fleißig am Lesen.
Als Phantastik-Freund ist diese Liste für mich wie ein Blick ins Telefonbuch von Nairobi.

Fast jedenfalls. Denn just meine gegenwärtige Lektüre steht drauf.
Der Unternehmer von Matthias Nawrat ist aber auch eine SF-Erzählung. Wird natürlich nicht als solche beworben. Das dünne Büchlein enthält eine bisher sehr faszinierende Geschichte über ein Mädchen, das in einer postapokalyptschen Schwarzwald-Welt Liebe und Verantwortung entdeckt. Sehr einfallsreich aus der Sicht des Mädchens erzählt, in einer Sprache, die gleich das soziale Umfeld abbildet, denn Lipas Familie beschränkt sich auf eine enge und unternehmensgebundene Sprache.
Das ist mehr als cool.
Wenn die Handlung nicht noch in irgendeine Niederung abrutscht, werde ich das Bändchen sehr empfehlen können.

Aber das beste deutschsprachige Buch des Jahres ist immer noch Dietmar Daths Feldeváye. Auch SF.
What else?

Jup und weil’s so schön ist, kommt heute Abend gleich der nächste SF-literarische Höhepunkt: Frank Böhmerts Lesung im Otherland.
Er stellt da seinen Berlin-NEO-PR-Roman vor. Bin schon sehr gespannt.

Berlin 2037 von Frank Böhmert, Cover von Dirk SchulzBerlin 2037 von Frank Böhmert, Cover von Dirk Schulz

Das Heft werde ich natürlich erstehen. Es ist Nummer 76 der Reihe. Band 1 hatte mich damals nicht dazu verführt, wieder ins Perryversum einzusteigen. Mit Reboots kann ich eh nicht viel anfangen.
Aber der Hauptgrund, warum ich auch damals mit dem Lesen der Erstauflage von Perry Rhodan aufhörte, ist einfach die beschränkte Lesezeit. Eine regelmäßige Serie füllt zu viele Slots, in die ich lieber reizvolle Bücher stecke. Sicher gibt es auch gute Bände in der Serie, aber letztlich ist die Bandbreite begrenzt. Wenn ich mir anschaue, in wieviele Genres, Kulturen und Stile ich allein dieses Jahr reingekrochen bin, dann bereue ich da nix. Meine Perry-Zeit war schön und ich werde vielleicht bald mal eine Lesereise zurück machen. Dann kralle ich mir die Liste mit den Spinnen-Bänden und schwelge in der Erinnerung an die Entdeckung des Sense of Wonder.
Oh Colounshaba!

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