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Im Schatten des großen Haufens

Derzeit läuft in Second Life das eBook-Event der Brennenden Buchstaben, das ich nun schon seit Jahren besuche. An etlichen Frühlingswochenenden gibt es diverse Lesungen aus allen literarischen Bereichen, dargeboten auf großartigen Bühnen ambitionierter SL-Künstler und Künstlerinnen.
Ich freute mich wie Gimli in Helms Klamm als mich BBE-Chef Thorsten Küper frug, ob ich nicht auch etwas lesen und den Fantasyguide vorstellen möchte. Dachte schon, er kommt nie!

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Offizielles Poster vom Kueperpunk

Mit Texten aus den letzten beiden Fantasyguide-Anthos im Gepäck machte ich mich also auf den Weg zu meinem PC und versuchte, eine Stunde lang nicht zu sterben.

Meine erste Story, Amtsfreuden aus Am Ende des Regens von 2014, behandelt einen Tag aus dem Leben eines Briefträgers, der für außerirdische Eroberer arbeitet. Die Riesenameisen gaben BukTom Bloch auch die Gelegenheit für seine sehr treffende Gestaltung des Lesungsortes in Second Life. Am Himmel schwebte ein Ameisenhaufen, die anwesenden Avatare konnten sich auf kleine Haufen setzen, es gab einen Briefkasten und einen Briefträger mit Trumpgesicht. Herrlich!

Das tollste war, dass mir BukTom zwei Leseanimationen baute, sodass mein Avatar während jeder Geschichte das passende Buch in der Hand hielt. Ich liebe dieses Detail!

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Mein SL-Avatar während der Lesung

Die Sprache kam über eine extra-Software, da der SL-interne Voice-Server Ärger machte und ich musste die gesamte Zeit meine Push-to-Talk-Taste gedrückt halten, was beim Umblättern akrobatische Höchstleistungen erforderte.

Die zweite Story, Verführerische Düfte aus der 2017er Antho Der letzte Turm im Niemandsland, passte nicht mehr ganz ins Zeitfenster, aber die Saramee-Geschichte bot einen schönen Cliffhanger und vielleicht reizt das ja zum Erwerb der Antho.
Gestern wurde ich auch endlich mit ihrer Fortsetzung für die nächste Antho fertig.

Als die Lesung zu Ende, der Applaus durchgescrollt und ich megafertig zum Kühlschrank für eine Gerstenkaltschale hüppte, hätte ich die Welt aus den Angeln heben können. Vorab war ich dann doch sehr aufgeregt und die Erleichterung hinterher überschwemmte mich mit Glück.

Wenn das BBE 2018 durch ist, werde ich wieder einen Bericht verfassen. Dieses Jahr konnte ich ein paar Veranstaltungen mehr besuchen und schon jetzt bin ich hin und weg von der Vielfalt der Texte und Bühnenbilder. Es gibt meines Wissens nach in Deutschland nichts Vergleichbares.

BukTom hat meine Lesung übrigens mitgeschnitten. Zunächst hört man etwas Vorgeplänkel, die eigentliche Lesung beginnt etwa bei zehn Minuten.

Amtliche Freude

Ziemlich überaschend kam die Nominierung meiner Kurzgeschichte Amtsfreuden für den diesjährigen KLP.
Die Story entstand aus einem uralten Beginn, von denen ich sehr viele in einem Ordner versenke, und wurde unter massiven Druckes meines Phantastik-Kumpels Michael Schmidt, aka Mammut, fertiggestellt und fand dann auch sein herausgeberisches Wohlwollen für die Anthologie Am Ende des Regens im Rahmen der Fantasyguide SF-Reihe. Reihe klingt gut für einen Band, aber das Ziel ist gesetzt!

Am Ende des Regens, Titelbild von Björn CraigAm Ende des Regens, Titelbild von Björn Craig

Aus diesem Buch ebenfalls nominiert ist Ulrike Jonacks Der letzte Tag im Paradies. jon, wie sie sich nennt, ist verantwortliche Redakteurin in der Leselupe für das Unterforum Science-Fiction und von ihr habe ich etliche Prosa-Kniffe und jede Menge Kampfgeist gelernt.

Von den anderen Nominierungen im Bereich Kurzgeschichte kenne ich nur noch die beiden Texte aus dem MegaFusion-Band Bullet von Sven Klöpping. Und sowohl Vincent Voss Bullet und das von mir favorisierte Der Mechaniker von Thorsten Küper sind sehr gute Geschichten.
Exodus 31 hingegen kenne ich leider nicht und so kann ich zu den beiden anderen Nominierten wenig sagen, außer das Wolf Welling ein guter Erzähler ist.

Bei den Büchern dürfte es niemanden überraschen, wenn ich Dietmar Daths Feldeváye prämiert sehen möchte, aber auch das junge Elternpaar Boos/Post hätte sicher nix gegen eine Würdigung. die keine schlaflosen Nächte abverlangte.

Nun aber genug gelobhudelt, jetzt auf zum Eiertrudeln! Frohe Ostern!

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