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Roberta und die tödliche Einsamkeit

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Wenn sich das Feuilleton mit Science-Fiction beschäftigt, gelten zunächst zwei Regeln: Erstens darf das Wort Science-Fiction nicht aufkommen und zweitens muss das Werk in einem Major-Verlag erschienen sein. So lesen sich die Buchvorstellungen auch meist äußerst kastriert, da nur auf einen Bruchteil des Genres zurückgegriffen wird. Das Problem ist, dass ich mich dann beim Lesen immer so sehr über die selektive Wahrnehmung aufrege, dass das besprochene Buch unter keinem guten Stern bei mir scheint. Aber als ich jüngst Rezension von Cornelia Geißler zu »Die Nacht war bleich, die Lichter blinkten« in der Berliner Zeitung las, dachte ich mir: SF von einer Autorin – bitte Aufmerksamkeit! Perfekt an dem Artikel war zumindest der Lesungshinweis und so eilte ich gestern nach zwei Filmen des Fantasy Film Festes zum Moritzplatz um die Autorin Emma Braslavsky kennenzulernen.

Emma Braslavsky

Die gebürtige Erfurterin ist mein Jahrgang und kam mir in meiner Filterblase bisher noch nicht unter. Ja ja, auch ich leide unter selektiver Wahrnehmung.

Die Lesung fand in der Buchhandlung am Moritzplatz statt, ein kleiner, modern eingerichteter Laden im Haus des Aufbau-Verlages.

Die Ankündigung im Schaufenster

Im Gespräch mit ihrer Lektorin Doris Plöschberger erzählte Emma Braslavsky ausführlich über ihre Recherche zum Roman, der sie tief in den aktuellen Stand der Hubot-Fertigung und KI-Forschung führte. Dabei muss sie sich ein recht breites Wissen angelegt haben, denn sie redete mit großer Begeisterung und wie ein Wasserfall. Es war eine Freude, ihr zuzuhören.

Emma Braslavsky und Doris Plöschberger

In den drei Textpassagen, die sie vorlas, entwickelte sich eine recht spannende Zukunftsvision eines Zusammenlebens mit Androiden und den negativen Auswirkungen auf das menschliche Sozialverhalten. Denn ihr Berlin leidet unter einer exorbitant angestiegenen Selbstmordrate und eine speziell für dieses Problem gebaute Androidin, Roberta, soll die Ermittlungsbehörde dabei unterstützen, die Gründe dieses Anstiegs aufzuklären. Zunächst probehalber mit einem ›einfachen‹ Fall.

Die Autorin während der Lesung

Das Buch stieg direkt auf die höchste SUB-Position bei mir ein. Aber lieber Suhrkamp-Verlag: Bei dem Preis sollte doch wohl ein Lesebändchen drin sein! Was ist los mit euch Anbietern von gebundenen Büchern? Klauen Elfen bei euch die Lesebändchen? Werft sie raus!

Natürlich habe ich nun ein signiertes Exemplar

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1 Kommentar

  1. […] Roberta und die tödliche Einsamkeit […]

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