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Revolution in Scherben

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In Vorbereitung auf die Nacht der Drachenfliege griff ich mir endlich den zweiten »Drúdir«-Band »Masken und Spiegel« vom SUB. Wobei, er lag gar nicht auf DEM SUB, sondern auf dem Stapel der ungelesenen Bucheinkäufe von der Leipziger Buchmesse. Da wartet jetzt noch ganz vorwurfsvoll der dritte Band von Kai Meyers Space-Opera »Die Krone der Sterne«. Aber es sind auch alles dicke Klopper geworden!

Jedenfalls wollte ich der wunderbaren Swantje Niemann nicht unter die Augen treten ohne zumindest angefangen zu haben und schwupps hab ich das Buch auch schon absorbiert.

Swantje auf der LBM 2019

Es ist sogar noch besser als »Drúdir« gelungen, da Swantje fast allen Figuren eine tiefe Charakterisierung verleiht und ihre Motive darlegt. So werden selbst Morde und Verrat durch die Ereignisse und das Beziehungsgeflecht der Figuren begründet und die jeweiligen Entscheidungen nachvollziehbar. Dadurch fühlt man als Leser an bestimmten Stellen keine Befriedigung: »Endlich issa tot!« Sondern teilt das Bedauern und Mitgefühl der beiden Hauptfiguren. Das war zwar auch schon im ersten Band so, hier aber legt Swantje noch eine Schippe drauf was die emotionale Breite der Charakterisierung anbelangt.

Drúdir – Masken und Spiegel von Swantje Niemann; Cover: Jörg Schlonies

Mit »Masken und Spiegel« wechselt Swantje den Schauplatz. Drúdir reist ins Menschenreich um zum einem mit sich ins Reine zu kommen, zudem begegnen ihn die Zwerge in der Union mit Angst und Abscheu – er will in Ch’Ashvaenta auch beim Maskenmacher Jathrades Einsicht in Bücher bekommen, die sich mit Magie befassen, um darin mehr über seine nekromantischen Fähigkeiten zu erfahren.

Doch Jathrades ist tot. Seine Tochter Nodia erlaubt Drúdir zwar, in den Büchern zu lesen, doch alsbald geraten die beiden in die offenen Rechnungen der »Revolution der Masken«, durch die vor fünfzehn Jahren der alte König gestürzt und eine parlamentarische Monarchie installiert wurde.

Politik, Magie und Emotionen – in der deutschsprachigen Fantasy ist mir derzeit nichts bekannt, dass auf dem Niveau von Swantje stattfindet. Meine ausführliche Rezension gibt’s hier: Drúdir – Masken und Spiegel von Swantje Niemann


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