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Die Welt dreht sich einfach nicht weiter

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Trotz Internet und GPS habe ich oft das Gefühl, wir als Menschheit kommen keinen wichtigen Schritt voran. Für schnellen Profit wird die Umwelt zerstört, werden andere Menschen ausgebeutet und ermordet. Wie man an den Dieselbetrügern und Monsanto sieht, auch völlig straffrei.

Erschreckend zu sehen, dass bestimmte Idiotien immer wieder kehren, egal wie oft man dagegen ankämpft.

»The Word for World is Forest« von Ursula K. Le Guin ist so ein aufrüttelndes Zeichen gegen Rassismus, Umweltzerstörung und Diskriminierung.

The Word for World is Forest.jpg

The Word for World is Forest von Ursula K. Le Guin, Cover: Darell Gulin und Jamie Stafford-Hill

1972 erschienen und Hugo-prämiert, gehört es zu den bekanntesten Werken der im letzten Jahr verstorbenen Autorin und ein Lesezirkel im SFN bot mir die Gelegenheit, diese Lücke endlich zu schließen. Da es keine aktuelle deutsche Ausgabe des Werkes gibt (von Plänen dafür habe ich unken hören), erwarb ich im Otherland eine englischsprachige Ausgabe von 2010.

Während der Lektüre verstärkte sich mein Eindruck immer mehr, dass Le Guin da eine Entwicklung beschreibt, die sich leider genauso auch gerade auf unserem Planeten abspielt. Für Holz und Drogen wird Urwald gerodet und Eingeborene ermordet. Auch die Verachtung gegenüber Frauen und Nichtweiße findet sich gefühlt genauso auch heute. Immer noch.

Ziemlich erschreckend und deprimierend. Wo bleibt unsere Liga der Intelligenz, dies zu ächten und verbieten?

Nichtsdestotrotz war es eine lohnenswerte Lektüre für mich. Ich konnte zudem endlich einmal wieder ein Buch im englischen Original lesen und es ging sogar erstaunlich gut. An wichtigen Stellen musste ich schon gründlich nachdenken, aber insgesamt konnte ich das Buch flüssig lesen. Le Guin zählt zu Recht zu den wichtigen literarischen Stimmen, und vielleicht bewirken ihre Werke ja doch irgendwann etwas.

Wie gewohnt, gibt es eine etwas ausführlichere Besprechung drüben im Fantasyguide: The Word for World is Forest von Ursula K. Le Guin

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7 Kommentare

  1. almathun sagt:

    Vielen Dank für den Tipp. Den Roman werde ich ganz oben auf meine To-be-read-Liste setzen.

    Gefällt 1 Person

  2. finbarsgift sagt:

    Dankeschön für diesen Lesetipp!
    Liebe Grüße vom Lu

    Gefällt 1 Person

  3. Guten Tag,
    ich persönlich denke, die bestmögliche Lehre aus einem Buch wie diesem wäre, eben NICHT zu fragen „Wo bleibt unsere Liga der Intelligenz, dies zu ächten und verbieten?“
    Sondern selbst etwas zu tun. Und da kann wirklich JedeR etwas machen.
    Ohne Erwartung von Lob. Ohne Erwartung von Erfolg.
    Einfach nur, weil es gut und richtig ist so zu handeln.
    Und zufrieden macht es dann außerdem auch noch.
    🙂
    MfG
    BTB

    Gefällt 1 Person

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