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Vom tiefen Sommer und dem Übergrund

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Seit Jahren bin ich Fan der Edition Drachenfliege des Periplaneta-Verlages. Ich habe aus ihr schon eine ganze Menge gelesen. Zumeist erscheinen dort Urban-Fantasy Romane von bis dato unbekannten Autorinnen und Autoren und enttäuscht wurde ich nie, im Gegenteil, einige der Bücher fand ich richtig gut und behielt sie im Gedächtnis.

Deshalb freue ich mich auch stets über eine neue Mail des Verlages. Zu meiner Überraschung kam sie dieses Mal nicht von Marry sondern von Swantje Niemann – genau, der bezaubernden Autorin von Drúdir!
Das musst ich natürlich hinterfragen und erfuhr, dass sie für kurze Zeit im Verlag als Assistentin arbeitet, da ja die Chefetage grad im Babyglücke schwelgt. Der stolze Vater bloggte auch bereits darüber.

Aber worum ging es nun in der Mail? Um ein Buch, klar. Der Jesko hat eine poetische Dystopie erschaffen! Ich hatte den Poetry-Slammer bereits als Bestandteil der Lesebühne Vision & Wahn erlebt und umso drängender musste ich also »Tiefsommer« haben.

JeskoHabert1

Jesko Habert auf der Lesebühne im september 2017

Dystopien sind ja eigentlich so gar nicht meins. Trotzdem trudeln sie ständig bei mir ein. Die Welt geht unter und alle berichten davon, oder so.

Aber zunächst beginnt »Tiefsommer« eher als ein Steampunk-Roman. Eine Bergstadt wird von Drohnen eines fremden Reiches in Schutt und Asche gebombt. Lediglich drei junge Leute überleben. Eine Färberin, die Farben riechen kann, und ein Bastler-Pärchen, das die Stadt halblegal mit Strom versorgte – das Setting begann also schon mal ungewöhnlich.
Dann treffen die drei auf eine Gruppe nomadisierender Philosophen und kurz darauf auf eine junge Frau in einem gewachsenen Luftschiff. Das Cover zeigt es sehr schön.

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Tiefsommer von Jesko Habert, Cover: Nicole Altenhoff

Jup, ziemlich exotisch das Ganze. Was aber lange Zeit als Abenteuergeschichte auf einer fremden Welt ausschaut, entwickelt sich im zweiten Teil in eine komplett andere Richtung und ich müsste spoilern, wollte ich mehr dazu schreiben.
Auf jeden Fall passt es recht gut zu einem Interview, dass ich gerade transkribiere und in dem Wolfgang Neuhaus über Cyberspace und Cyberpunk erzählt.

In meiner Rezi im Fantasyguide untersuche ich das ein bisschen und bei aller Begeisterung für die sehr lyrische Sprache fiel als kleines Manko auf, dass man aus den Figuren und der erschaffenen Welt noch ein bisschen mehr hätte herauskitzeln können. Aber was an soziologischen und utopischen Ideen in dem Roman steckt, ist beeindruckend.

Am 28. September stellt Jesko Habert seinen Roman im Literaturcafé des Verlages vor und ich habe mir schon einen Platz reserviert.
Solche feinen Debüt-Romane gibt es ständig bei Periplaneta. Da bin ich ganz Fanboy.

Hier noch der Link zu meiner Rezi im Fantasyguide: Tiefsommer von Jesko Habert

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1 Kommentar

  1. […] Endlich bot sich wieder einmal die Gelegenheit in das Periplaneta Literaturcafé in der Bornholmer Straße zu gehen. Jesko Habert feierte dort die Buchpremiere von Tiefsommer, das ich ja schon vorab lesen konnte und auch besprach. […]

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