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Das Gewebe der Wirklichkeit ist ein Knoten im Haar eines träumenden Mädchens

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Ulrich Holbein – Knallmasse

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Am Samstag düse ich zum ElsterCon nach Leipzig. Als das Programm vor ein paar Monaten veröffentlicht wurde, las ich da Alastair Reynolds und dachte mir: Hey von dem hab ich noch was ungelesen im Regal! Und ich hatte den Buchrücken grob im Kopf. Als ich dann etliche Woche später das Buch tatsächlich herauszog, stand da aber Ian McDonald.
Huch.
Ich schlag das Buch auf und es ist signiert. Für mich. Auf dem ElsterCon 2016!

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Ian McDonald signiert für mich

Tatsächlich war Ian McDonald beim letzten ElsterCon dabei und ich besuchte ein Panel mit ihm. Zum Glück beweisen das meine Fotos, was dann auch meinem Gedächtnis Erleuchtung brachte. Peinlich genug war mir das, um das Buch auf keinen Fall einfach so zurückstellen.

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Ian McDonald (mitte) auf dem ElsterCon 2016

Von Alastair Reynolds kann ich mir ja am Samstag etwas holen.

Mir ist auch so, als ob König der Dämmerung, Königin des Lichts zu den vielen Empfehlungen gehört, die beständig auf mich einprasseln. Zu Recht, wie ich inzwischen feststellen konnte. Man darf sich nicht vom grässlichen Cover abschrecken lassen. Das Buch ist mitnichten eine Romanze. Vielmehr eine dramatische, irische Familiensaga.

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König der Dämmerung, Königin des Lichts von Ian McDonald, Cover: Heather Cooper

König der Dämmerung, Königin des Lichts stellt eine Collage aus vier Teilen dar. Die Geschichte beginnt 1913 in Irland. Die verträumte Emily stößt im Wald nahe des Anwesens ihrer Familie auf Wesen aus der irischen Mythologie und fühlt sich zu ihnen hingezogen. Doch dann wird sie vergewaltigt und schwanger. Es beginnt eine Geschichte über vier Generationen von Frauen, die sich mit ihren eigen Mythen und Traumata auseinandersetzen müssen. Es verweben sich alte und neue irische Legenden, gewachsen aus den kulturellen und politischen Umbrüchen des 20. Jahrhunderts.

Mich erinnerte das Buch an Gabriel García Márquez’ Roman Hundert Jahre Einsamkeit. Man kann die Werke nicht stilistisch vergleichen, zumal es ja in meinem Fall ein Vergleich von Übersetzungen wäre, aber thematisch sehe ich große Ähnlichkeiten. Und Magischer Realismus ist letztlich nur eine Umschreibung für Urban Fantasy.
Hätte Ian McDonald noch ein paar geschichtliche Ereignisse mehr hineingewoben in seine Geschichte, vielleicht hätte sein Roman noch mehr Aufmerksamkeit erregt und wäre vielleicht auch nachhallender geworden.

Im Anschluss las ich ja Sechs Koffer von Maxim Biller für mein Buchpreisprojekt und schon jetzt feile ich in Gedanken an Rezi und Blogartikel und dabei fällt mir auf, dass Ian McDonald in seiner Familiengeschichte doch weitaus kreativer zu Werke ging. Aber davon später mehr. Hier ersteinmal der Link zu meiner Rezi im Fantasyguide: König der Dämmerung, Königin des Lichts von Ian McDonald

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