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Im Dampf der Fantasie

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Die Frankfurter Buchmesse naht und damit diverse Phantastik-Cons. Das bedeutet vor allem: Ein Riesenberg Bücher landet auf meinem Platz. Der Großteil davon unaufgefordert.
Schon lange hab ich es aufgegeben, das alles lesen zu wollen, denn dann käme ich überhaupt nicht zu all jenen Büchern, die ich schon immer mal lesen wollte oder die mich mit ihren Reizen spontan überfallen.

Daher kann ich es kaum erklären, dass ich mir dann die Anthologie Räderwerk der Walküre zu Gemüte zog.

RaederwerkDerWalkuere

Räderwerk der Walküre herausgegeben von Alisha Bionda, Cover: Shikomo

Naja, das Buch lag auf dem Tisch, ich hatte keine Zeitung zum Frühstück und so begann ich die erste Story. Und weil ich mich über das Ende etwas ärgerte, beschloss ich, das Büchlein für eine Rezi ganz zu lesen, zumal Verlag und Versenderin ziemlich sympathisch sind.

Das Ganze ist der Auftakt einer Reihe namens SteamFantasy. Etliche der Texte dienen zur Einführung der jeweiligen Welt und Figuren-Ensembles für nachfolgende Romane.

SteamFantasy, das klingt nach einer Verbindung von Steampunk und Fantasy – wer das Genre kennt weiß, dass der Großteil davon eh schon immer Fantasy mit Zahnrädern darstellte; grob geschrieben. Für mich ist Steampunk eher SF, weil Alternativwelt, aber das Genretüten-Abfüllen überlasse ich der Literaturwissenschaft, die sich vielleicht dereinst auch hiermit befasst.

In Räderwerk der Walküre gibt es Fantasy, die in einer Industrialisierungsepoche spielt, reine SF und klassischen Steampunk in viktorianischer Kulisse. Ebene jene Story, Laurindas Traum von Birgit Read, gefiel mir auch am Besten. Darin geht es um eine junge Frau, die viel lieber komplexe Maschinen, als Kochlöffel konstruieren möchte.

Von den beteiligten Autorinnen und Autoren kannte ich nur Guido Krain, der mit seiner Titelgeschichte die Grundlage für eine neue Romanreihe legte. Seine Zutaten sind wenig überraschend verführerische, aber selbstbewusste und nahkampferprobte Frauen sowie ein verbrecherischer Ex-Despot, dessen magische Energie beim Anblick eines nackten Frauenbusens wächst. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Guido daraus mühelos diverse rasante Abenteuer voller Sex, Dampf und Rock’n’Roll machen wird.

Mehr zu den einzelnen Geschichten in meiner Rezi im Fantasyguide: Räderwerk der Walküre herausgegeben von Alisha Bionda

Ganz nebenbei spukt mir ein waghalsiges Projekt im Kopf herum. Eigentlich sollte ich einmal meine Vorurteile gegenüber deutscher Gegenwartsliteratur auf den Prüfstand stellen. Meine Idee ist, die sechs Titel der demnächst verkündeten Shortlist für den Deutschen Buchpreis zu lesen zu versuchen. Schaff ich das? Gibt es andere Themen als NS-Zeit/Krieg, DDR und traumatische Jugend?
Na, ich bin gespannt.


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