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Nicht Easy, aber Simpel!

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Die guten, alten Kinderbuchzeiten! Da flogen mir noch Kanonenkugeln und neunschwänzige Katzen um die Ohren! Das süßeste Geschöpf der Erde war eine Französin und echte Kerle tranken steifen Grog und kein Bier!

Vermutlich kennt niemand mehr die Abenteuer von Peter Simpel und Seekadett Easy und ich habe auch keine Ahnung, was diese Seeabenteuerbücher dazumal im Kinderbuchprogramm verloren hatten.

PeterSimpel

Peter Simpel von Frederick Marryat, Cover: Gerhard Goßmann

Da mein Vater aber so ziemlich alles, was an Bücher auf dem Meer spielte aus der Buchhandlung, dem Antiquariat und der Arbeit nach Hause schleppte, was auch nur halbwegs in seine Reichweite geriet, bestanden meine ersten Leseabenteuer aus sehr vielen Segeln, Meerwasser und Kanonen.

Peter Simpel dürfte ich mehrfach gelesen haben, zumindest bilde ich mir das ein. Allerdings konnte ich mich nur noch sehr grob daran erinnern und so wurde es Zeit, die Lektüre aufzufrischen.

Und es machte mir tatsächlich erneut einen Heidenspaß, die doch recht naiven ersten Schritte von Peter an Bord eines englischen Kriegsschiffes im 19. Jahrhundert mitzuerleben. Recht schnell fiel mir dann auch wieder ein, wie das Buch ausgeht. Allerdings hatte ich irgendwie noch mehr Seeschlachten im Gedächtnis, aber hier werden sich die Erinnerungen an diverse See-Abenteuer miteinander vermischen.

Mir kam der Gedanke, dass man recht wenig an Simpels Geschichte ändern müsste, um eine vergnügliche Space Opera zu erhalten. Vielleicht sollte ich das für zukünftige Kurzgeschichten im Hinterkopf behalten.

Bei Amazon finden sich diverse Nachdrucke und eBook-Fassungen der Werke Frederick Marryats in deutscher Sprache, jedoch ist bei diesen Hobby-Ausgaben wohl nicht davon auszugehen, dass es sich um moderne Übersetzungen handelt. Viele der Bücher wurden früher für die Jugend bearbeitet, meine Peter Simpel Ausgabe erschien ja ebenfalls in einem Kinderbuchverlag, auch wenn ich vermute, dass Ruth Gerull-Kardas in ihrer 1969er Übersetzung nicht allzu viel streichen und versanden musste. Auch Marryat hatte ja sein Publikum und wollte der Marine nicht den Nachwuchs vergraulen.

In meinen Bücherregal findet sich dann auch noch eine dieser explizit bearbeiteten Ausgaben, die ich aber nie las.

marryat1

Meine Marryats

Ich glaub, der Name »Sigismund Rüstig« schreckte mich zu sehr ab. Im Original hieß der Roman »Masterman Ready, or the Wreck of the Pacific«, was mich bestimmt mehr angesprochen hätte.

SigismundRuestig

Ein altes Jugendbuch hat seinen eigenen Reiz

Wahrscheinlich müsste ich mir für eine tiefergehende Betrachtung ein Original besorgen. Aber ersteinmal ist meine frühkindliche Neugier gestillt.

Etwas mehr zum Inhalt von Peter Simpel gibt’s wie immer drüben im Fantasyguide: Peter Simpel von Frederick Marryat

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