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Traumreißerische Fixierung

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Die deutschsprachige Science-Fiction ist vielseitiger als so manche denken. Viele Werke erscheinen erst gar nicht unter dem stolzen Label SF. Vermutlich weil es Berührungsängste gibt wie bei Julie Zeh oder einfach, weil sich die Werke nicht eindeutig einem phantastischen Genre zuordnen lassen. Mir wäre das egal, wenn ich sie nur finde.

Deshalb bin ich Anja Kümmel sehr dankbar, dass sie im Tagesspiegel auf das neueste Buch von Sebastian Guhr hinwies, getwittert vom Feuilletondurchforster Frank Böhmert.

VerbesserungUnsererTraumeCover

Die Verbesserung unserer Träume von Sebastian Guhr, Cover: Julian Tapprich

Die Verbesserung unserer Träume erschien im österreichischen Luftschacht Verlag, von dem ich bisher noch nichts gehört hatte. Schon Guhrs erster phantastischer Roman, Philpots Reise erschien in einem mir bis dato unbekannten Verlag.

Glücklicherweise war die Pressefrau des Verlages so nett, mir ein Rezensionsexemplar zuzusenden und so warf ich mich auch gleich in die Spur.

Der Roman hat mich sehr stark überrascht und man kann den Grund eigentlich gar nicht verschweigen, will man über das Buch sprechen. Allerdings spoilert das natürlich extrem stark und schmälert eventuell den Twist für nach mir Lesende.

Im Prinzip untersucht Sebastion Guhr in Die Verbesserung unserer Träume eine hermeneutische Gesellschaftsordnung. Dabei geht er nach einer kurzen Phase fast klassischen Weltenbaus einen atypischen Weg, um ihre Entwicklung eskalieren zu lassen, Soviel lässt sich verraten.

Sprachlich ist der Roman ebenfalls kein Standard aber auch nicht überziseliert. Hauptsächlich fiel mir eine kühle Distanz im Duktus auf, der die Lektüre zu einem Schweben und Fließen werden lässt. Reflexionen sind ständige Begleiter.

Großartig finde ich auch das Cover von Julian Tapprich. Der Prägedruck hat eine wunderschöne Haptik und passt für mich einfach perfekt zum Inhalt.

Eine wunderbare Entdeckung und ich nehme mir fest vor, Herrn Guhr nicht wieder aus den Augen zu verlieren.

In meiner Rezi für den Fantasyguide gehe ich näher auf den Inhalt ein und verrate dort auch, was so überraschend am Romanaufbau ist: Die Verbesserung unserer Träume von Sebastian Guhr

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5 Kommentare

  1. Columbus sagt:

    Das hört sich interessant an. Und dann nur 200 Seiten Umfang…

    Gefällt 2 Personen

  2. christahartwig sagt:

    Von Tagträumen geplagt – da müsste man ja seinen Traumfänger mit sich herumtragen wie einen Regenschirm.

    Gefällt 2 Personen

  3. defms sagt:

    Hat dies auf defms rebloggt und kommentierte:
    Tolles Buch!

    Gefällt 1 Person

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