Montbron

Startseite » Literatur » Jahresrückblick 2017

Jahresrückblick 2017

Gerade gelesen:

Ulrich Holbein – Knallmasse

Gerade geschrieben:

Archive

Blogstatistik

  • 19.604 hits
Advertisements

Im vergangenen Jahr beendete ich die Lektüre von 51 Büchern. Die Science-Fiction überwog mit 24 Werken, gefolgt von der Fantasy mit acht Bänden, fünf Klassikern, jeweils vier Sachbüchern und vier Nonfiction Büchern, drei Anthologien, zwei Lyrikbänden und einem Comic.

Das Geschlechterverhältnis betrug 35 zu 11 gegen die Autorinnen. Also wie im vergangenen Jahr etwa ein Verhältnis von 3:1.

43 der Bücher las ich frisch gekauft, vier griff ich vom SUB nach einer Wartezeit von mehr als einem Monat, vier Bücher fischte ich aus dem Regal, darunter eines bei meinen Eltern. Zwei Bücher las ich erneut. Wobei ich hier den Herrn der Ringe nicht mitzähle, da ich in dem eigentlich ständig lese.

Insgesamt hatte ich ein glückliches Händchen mit der Lektüre-Auswahl, es gab eigentlich nur ein schwaches Buch, der mir von Kai Meyer empfohlene Sammelband Die besten Stories von Leigh Brackett war nichts für mich.

Am wichtigsten ist mir die Beschäftigung mit Henry JamesDas Durchdrehen der Schraube. Hierfür las ich nicht nur zwei Biographien, sondern auch diverse Essays von Virginia Woolf und eine Abhandlung von H. P. Lovecraft. Neben der Rezi für den Fantasyguide entstand daraus ein Artikel, der in einer der nächsten Ausgaben des Horror-Magazins Zwielicht zu finden sein wird.

Bereits veröffentlicht wurden meine beiden Rezis zu den Werkausgaben-Kollaborationsbänden von Angela Steinmüller, Erik Simon und Karlheinz Steinmüller. Sie erschienen gekürzt im aktuellen Science Fiction Jahr 2017. Eine für mich überraschende Veröffentlichung und ein sehr erfreulicher Abschluss dieser Lektüre, da mir beide Bände sehr gefielen. Zudem führte ich mit den Dreien sehr schöne Interviews.

Meine Science-Fiction Highlights werden angeführt von Lord Gamma. Warum auch immer ich den bisher nicht las, er war jedoch das Warten wert und das wird bestimmt auch für Michael Marraks neusten Roman, Der Kanon mechanischer Seelen gelten, den ich täglich erwarte. Neben Frank Hebbens Novelle Im Nebel kein Wort gab es etliche Dystopien, die ich ja eigentlich nicht so mag, aber trotzdem sehr gut zu lesen waren, wie Neosapiens von Nik Page, Junktown von Matthias Oden und Marc-Uwe Klings Qualityland.
Ungewöhnlichen Lesespaß boten zudem Philip Krömers Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel, Knallmasse von Ulrich Holbein und Carl Amerys An den Feuern der Leyermark, das ich auf Empfehlung von Erik Simon auserwählte.

Die Fantasy beinhaltete keine herausragenden Werke, aber größtenteils angenehme Unterhaltung. Als Beispiel sei hier Drúdir von Swantje Niemann genannt, deren Folgeband ich auf jeden Fall lesen werde.

Bei den Klassikern gab es nur Höhepunkte. Henry James habe ich schon erwähnt. Fjodor Dostojewskijs Der Spieler oder Roulettenburg war ein ebenso liebliches Lesevergnügen, wie die Unheimlichen Geschichten von Poe in der Baudelaire-Ausgabe, auch wenn die Übersetzung im Netz für Entrüstung sorgte. Dank unserer Silberhochzeitsreise nach Edinburgh wurde Entführt von Robert Louis Stevenson zu einem ganz besonderen und intensiven Erlebnis und Victor Hugos Der lachende Mann ist ein völlig zu Unrecht kaum beachtetes Meisterwerk. Die vierbändige Golkonda-Klassikerausgabe ist jede Unterstützung wert!

Auch die Nonfiction-Werke sind allesamt erwähnenswert. Die Geschichte der Liebe von Nicole Krauss hatte mir Markus Mäurer ans Herz gelegt und diese Empfehlung bestätigte mir einmal mehr seinen vorzüglichen Literaturgeschmack. Wir konnten auch die Verfilmung des Romans im Kino sehen, sie verfügt aber nicht über denselben Zauber wie die literarische Vorlage.
In die bittersüßbösen Geschichten von Periplaneta-Cheffin Marion Alexa Müller habe ich mich bereits in ihren ersten Sammelband verliebt und Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren vertiefte diese Schwärmerei noch. Ich bin auch sehr glücklich, die Verführerin im Sommer live erlebt zu haben.
Der Verlag Schwarzer Ritter konnte auch dieses Jahr wieder mit seinen Kinderbüchern punkten. Hagen Tronje Grützmacher und Rudolf Eizenhöfer krallten sich für Alrik der Basiliskenschreck die DSA-Lizenz und auch hier muss ich einfach eine Lanze brechen. Fördert den Zauberernachwuchs!
Tja und dann war da noch Robert Merle. Endlich las ich den ersten Band der gleichnamigen Reihe Fortune de France und auch wenn ich das Frauenbild dort etwas kritisch sehe, ist der Folgeband schon auf den SUB für 2018 gelandet.

Neben den Lesungen im LCB bot die Lyrik mir vor allem durch Frank Hebben und Nikolaj Djatschenkos wunderschönen Band Die Fugen einer Stadt eine kuschelige Heimstatt. Ich selbst verfasste im letzten Jahr nur acht Gedichte. Was aber im Vergleich zu null Prosatexten eine gewaltige Leistung darstellt.

Bleibt noch meine Comic-Lektüre. Vermutlich habe ich im Laufe des Jahres noch ein paar mehr Bände in den Fingern gehabt, aber Vanna Vincis Frida ist defintiv mein Comic-Highlight. Diese künstlerisch ungemein fesselnde Biographie hat meinen Blick auf Frida Kahlo nachhaltig verändert.

Zu Lesungen, Cons und Musik des Jahres 2017 werde ich gesondert bloggen, anbei noch die komplette Buchliste samt Links zu meinen Rezensionen, soweit ich welche verfasste:

Kim Stanley Robinson – Aurora
Aleš Pickar – Die lautlose Woge
Philip Krömer – Ymir oder aus der Hirnschale der Himmel
Frank Hebben – Im Nebel kein Wort
Kai Meyer – Die Krone der Sterne
Alan Dean Foster – Auch keine Tränen aus Kristall
Fjodor Dostojewskij – Der Spieler oder Roulettenburg
Edgar Allan Poe – Unheimliche Geschichten
Nicole Krauss – Die Geschichte der Liebe
Die besten Stories von Leigh Brackett
Ulrich Holbein – Knallmasse
Frank Hebben und Nikolaj Djatschenko – Die Fugen der Stadt
Joane K. Rowling – Harry Potter und der Halbblutprinz
Stephanie Schnee – Esmeralda in Nöten
Verena Auffermann – Henry James (Leben in Bildern)
Henry James – Das Durchdrehen der Schraube
Hazel Hutchison – Henry James Biografie
Gamer hrsg. von André Skora, Armin Rößler und Frank Hebben
Nik Page – Neosapiens
Matthias Oden – Junktown
Virginia Woolf – Granit und Regenbogen
Robert Louis Stevenson – Entführt
Victor Hugo – Der lachende Mann
Vernor Vinge – Der Friedenskrieg
Sebastian Brinkmann – Kolossansturm
Luís de Camões – Die Lusiaden
Norma Feye – Himmelfahrt
Werner Herzog – Lissabon
Am Ende der Reise hrsg. von Alisha Bionda
Angela Steinmüller, Erik Simon und Karlheinz Steinmüller – Die Wurmloch-Odyssee
Marion Alexa Müller – Die unterschätzte Kunst des Scheiterns und weitere Mysterien im Leben von Menschen und anderen Kleintieren
Dietmar Dath – Der Schnitt durch die Sonne
Angele Steinmüller, Erik Simon und Karlheinz Steinmüller – Leichter als Vakuum
Vanna Vinci – Frida
Holger M. Pohl – Wanderung im Heute
Guido Krain – Hammer & Söckchen
Uwe Post – Walpar Tonnraffir und der Zeigefinger Gottes
Ingo Marschalk – Der Diamantenplanet
Uwe Post – Walpar Tonnraffir und die Ursuppe mit extra Chili
Marc-Uwe Kling – Qualityland
Dark Poems hrsg. von Alasha Bionda
Swantje Niemann – Drúdir
Carl Amery – An den Feuern der Leyermark
Marc Späni – Westlake Haven
Hagen Tronje Grützmacher und Rudolf Eizenhöfer – Alrik der Basiliskenschreck
Guido Krain – Friedhof der Assassine
Armin Rößler – Die Nadir-Variante
Aleš Pickar – Die dunkle Wunde
Michael Marrak – Lord Gamma
Robert Merle – Fortune de France
Carl Amery – Das Königsprojekt

Advertisements

5 Kommentare

  1. Wie um alles in der Welt schaffst Du soviele Bücher?! … UND gehst arbeiten? … UND hast eine Familie? 😱

    Gefällt 1 Person

  2. Okay, das erklärt einiges… 🙂

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: