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Party, Peace und Poesie

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Bereits am Samstag ließ ich mich auf ein ganz besonders Event in den virtuellen Weiten des Second Life ein. Bisher besuchte ich nur die Lesungen und Aufführungen, die mich über Thorsten Küper, dem einzig wahren Kueperpunk, erreichten. Doch im Blog von Tante Nat erfuhr ich, dass sie aus Anlass ihres zehnjährigen SL-Lebens eine bunte Party plante.

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Tante Nat vor der Leinwand des Filmtempels

Zur Feier des Tages wurde der bereits vierundzwanzigste Machinima-Film gezeigt, den Nat mit Karima Hoisan zusammen erschuf. Nat kümmerte sich dabei um die Bilder, Karima lieferte das zugrundeliegende Gedicht und die Musik.

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Karima währender der sanften Lyriklesung

Vorab rezitierte Karima einige ihrer englischsprachigen Poems, während die Gäste meist als Hippies gewandet auf Decken im Gras lagen und bereitgestellte Getränke genießen konnten. Virtuelles Bier wird niemals schal!

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Mein Avatar lümmelte sich am Lagerfeuer hin und trank Bier

Der Filmtitel Derendered wies auch schon auf den Inhalt hin. Ein paar störende Dinge wurden aus der Welt entfernt. Die Bilder untermalten teils psychedelisch, teils fröhlich bunt das Gedicht von Karima und sorgten für eine ausgelassene Feierlaune.

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Derendered während der Aufführung

Nach Applaus, Lobes- und Dankesworte wurde die Beatbox angeworfen und die Avatare zum Abhotten gebracht. Ich bin ja immer noch SL-Laie und hätte das alleine nicht hinbekommen, aber zum Glück stand auf der Wiese ein Ball, dessen Berührung meine virtuelle Existenz zu einigen coolen Moves bewegte. Und mich daheim vorm PC überhaupt nicht ins Schwitzen brachten.

Zwischendurch erschienen unzählige Schmetterlinge und brachten zusätzliches Disco-Feeling. Nat verteilte dann noch Orka-Luftballons, die sich dann im Rhythmus der eigenen Tanzschritte über uns hin und her bewegten.

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Ein megacooler Moment

Eine ganz wunderbare Erfahrung. Ich hab zwar schon lustige Partys in WoW und Lotro besucht, aber dieser Abend hatte zudem noch diesen obercoolen Kunsteventcharakter. Da fühlt man sich gleich etwas hipper. Natürlich nix, was meinen Nachwuchs imponiert hat. Aber der hat einfach keine Ahnung von echter Hippigkeit.

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5 Kommentare

  1. Guten Tag.
    Genau!
    Zum Film:
    … Ästhetisch ohnehin in vieler Hinsicht ein beeindruckender Genuß.
    Und ein inhaltliches Resümee zu ziehen in Richtung: „Na, ja, sie will halt alles Negative einfach ignorieren.“ … Dürfte sicherlich nicht tief genug greifen …!
    Und, bei Interesse, zur Übersetzung:
    .
    Traduttore – traditore!
    … ich habe es trotzdem mal versucht.
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::

    Verschwunden

    Der Himmel kann bleiben und die Wolken und Bäume,
    und ich sehe die Wunder und ich sehe was ich will.

    Doch die stumpfen Blicke
    und den Mißmut der Leute,
    -das brauche ich nicht.

    Ich gehe vorbei, scheue zurück vor ihrem Gaffen
    und ich scheue zurück vor ihrer Neugier,
    ihrem nervösen Interesse, ihrem Neid auf mich.

    Die Schleppschiffe mögen stromabwärts fließen,
    während ich fliegende Wale an Schnüren sehe
    die Drachen gleich durch die Straßen schweben.

    Ich lasse die Vogelschwingen weiter die Blätter färben,
    während ich in meiner Seifenblase schwebe
    und meine Gedanken an das was ich bewahren will,
    an ihre Wandungen hauche.

    Wunderschön, gehüllt in farbige Seide und geschmückt,
    bin ich taub für ihr Wispern und ihre schlechten Ideen.

    Alle, die mich behindern und meine Aufmerksamkeit erzwingen wollen,
    ich wische sie weg, wie Blätter auf dem Weg;
    Ich fege sie auf und schiebe sie fort, mit meinem Mangel an Interesse
    „Verschwindet für mich, seid fort!“, flüstere ich.

    Ich höre alles so stark und intensiv.
    Doch nur die Musik, freundliche Stimmen, das Lachen der Kinder und das Lied eines Wales.

    Alles andere schalte ich auf „Stumm“, lasse es einfach verstummen,
    wenn es nur Krach, Drama oder schlicht schlechten Geschmack zu mir spült.

    Immer wieder wischen ich all` das weg,
    Augen, die micht hinterrücks anstarren,
    Polizeikommandos, Taschendiebe, Schwindler, Verführer.

    Ich bin blind für Kämpfe die an Straßenecken ausbrechen,
    Pfeifen und vulgäre Gesten, die Gier meine Kaufkraft abzugreifen,
    die verzweifelten und schmeichlerischen Versuche der Verkäufer,
    mich von ihren Produkten abhängig zu machen und mir ihre Smartpones zu verkaufen.

    Auf Wiedersehen ihr Trinker, die ihr auf mich zustolpert.
    Ich lasse euch für mich verschwinden bevor ihr mich erreicht,
    wie ich es mit allem tue,
    wenn es nicht von einem Mitgefühl für die Menschheit spricht.

    Stress, ich nutze nun die Fingerfarben,
    indem ich sie mit meinen Tränen mische und damit Parkuhren bemale.
    Und mit dem Rest, da färbe ich den dreckigen Asphalt in Regenbogenfarben!

    Die Wolken bilden Formen,
    gemalt von einer milden Brise,
    die ich den ganzen Tag
    nur einfach schauen könnte.

    Und die Wale oder Vögel
    fliegen hoch und frei vor mir,
    stürzen sich hinab
    und steigen wieder empor,
    während die Bäume, aufrecht und stark,
    darauf warten ihre Federn zu fangen,
    wenn sie fallen.

    Ah, aber all der Rest!
    … der Rest, der schreit, der brüllt und ärgert, lockt, verlangt oder stur auf mich lauert …

    Ich gebe den Befehl.
    PUFF!
    Verschwunden ist das alles für mich!

    * * *
    MfG
    BukTom Bloch

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  2. Wie cool ist das denn? Danke für diesen tollen Bericht zu unseren kleinen Session!

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  3. […] und bei lapismont: Party, Peace und Poesie […]

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