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Von der Mauer segelt ein unbeschriebenes Blatt

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Das Literarische Colloquium Berlin verführt mich immer wieder mal, mich mit Künstlern zu beschäftigen, von denen ich kaum mehr kenne, als ihren Namen.
Und Durs Grünbein ist schon ein beachtlicher Name, ein unvergesslicher Name.
Ich wusste, dass er Dichter ist und vermutlich las ich in der fernsten Jugendzeit auch einen Text von ihm, jedoch seit ich Lyrik eher im Netz verfolge, geschieht es selten, dass mir ein Analoger begegnet.
Diese Begegnungen im LCB sind dann auch ehrwürdig, ehrfürchtig sogar und hoch interessant.

Durs Grünbein präsentierte zum Herbstanfang seinen jüngsten Gedichtband Zündkerzen.

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Zündkerzen von Durs Grünbein, Cover: Regina Göllner und Hermann Michels

»Sowas kommt alle fünf bis sechs Jahre vor, dann kann man wieder eine Ernte halten.«

Er hatte sich als Gesprächspartner Cord Riechelmann gewünscht. Ein Biologe, der neben seiner Forschung auch journalistische Texte zu Tieren in Stadträumen schreibt, etwa für die faz.

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Cord Riechelmann und Durs Grünbein

Das passte sehr gut zusammen, da Durs Grünbein viel über Spatzen und Mauersegler zu berichten und Cord Riechelmann diese Themen in der Lyrik zu schätzen weiß.
Das Gespräch war dementsprechend auch sehr entspannt und freundschaftlich.
Ich hatte das Vergnügen, hinter mir offenbar Tochter und Frau von Durs Grünbein beim intensiven Auswerten des Abends erleben zu dürfen, was zur lockeren Atmosphäre eine familiäre Note hinzufügte. das ist natürlich unfair, weil man gar nicht schlechtgelaunt sein konnte.

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Durs Grünbein im Gespräch

Die vorgetragenen Gedichte berührten mehrere Komplexe. Zunächst ging es um den kleinen Wunsch, noch einmal ein unbeschriebenes Blatt sein zu können. Diverse Piniengedichte untersuchten sprachliche Assoziationen von Pin bis Pinguin und bogen mühelos in politische und soziale Nebenstraßen ab.
Zum Schluss ging es dann um Primaten, ihr Lebensgefängnis im Zoo, was man daraus für uns Menschen ableiten kann und wie es kleine Vögel schaffen, Forscher zum Fröhlichsein zu bewegen, die eigentlich nach Wegen suchen, Soldaten zu effizienteren Kriegern zu schmieden.

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Ich ließ mir meine Zündkerzen signieren, in Bunt!

Die Lyrik von Durs Grünbein liegt schon ziemlich auf meiner Linie und es war mir ein großes Vergnügen, beide kennen gelernt zu haben.

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