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Nee, ich!

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Wenn eine Kleinkunstkapelle wie Knorkator einen neuen Tonträger auf die Massen ihrer Fans wirft, folgt sie selbst auch bald. Zum Abschluss ihrer Ich bin der Boss-Tour gab sich die Meiste Band der Welt in der Columbiahalle die Ehre. Das altehrwürdige Hause wurde gleich zweimal hintereinander ausverkauft, wie es sich eben für die heimatlichen Gefilde gehört.

cover

Ich bin der Boss – Knorkator

Altehrwürdig ist auch die Band, was man bereits bei der ersten Vorband deutlich zu spüren bekam. Denn Frontmann von Black Monster Truck ist kein anderer als Alfs gerade noch klitzekleiner Sohn Tim Tom. Die sympathische Schülercombo gab gepflegten Ghscore zum Besten, samt Growling und ordentlich Saft auf den Saiten. Den stolzen Papa sah man kurz selbst im Publikum, wie er vergnügt den Gig verfolgte.

Black Monster Truck

Black Monster Truck

Aus dem wilden Osten Berlins stammt auch Tschaika 21/16, die Gitarre und Schlagzeug wurden durch eine Trompete ergänzt hatten. Der Trompeter baute zunächst einen kleinen Turm aus Holzklötzchen, bevor er ziemlich versiert in das musikalische Geschehen eingriff. Das wilde Gemisch aus Rock, Stoner und Noise schrammte stets ganz nah an öder Textlastigkeit vorbei und verwirrte die Menge doch ein wenig.

Tschaika 2116

Tschaika 21/16

Knorkator selbst geben ja bereits seit Zehntausendjahren Konzerte und ich habe noch keines erlebt, das auch nur irgendwie langweilig war. Die Jungs haben eine unendliche Anzahl von Songs, deren Refrains sich gnadenlos laut durch den Saal schreien lassen.

Von der neuen Platte ist ist das natürlich zunächst einmal der Titelsong Ich bin der Boss. Als die Menge ein letztes Mal diesen gängigen Slogan brüllte, beendete Stumpen den Song mit einem markigen »Nee, ich!«

Zu Zähneputzen, Pullern, Ab ins Bett! holte er sich einen Milchbart auf die Bühne, die sich aber auf einen Stuhl setzen musste, als Buzz Dee grinsend feststellte, dass der Kleene größer als Stumpen war.

Überhaupt ist es immer wieder eine Freude, Stumpen in Action zu erleben. Der Mann ist fitter als ein Turnschuh, hat die Menge stets völlig im Griff und blastert jeden seiner Songs mit Kraft und prolligem Feinsinn hinaus. Er ist sich für kein noch so irres Outfit zu schade und meistert selbst Paukenschläge auf den Kopf mit breitem Grinsen.

band

Auch die Band setzte sich hin

Sie spielten noch diverse andere Songs der neuen Scheibe, zu Setz Dich hin, mussten wir uns tatsächlich hinsetzen, was in der Bier triefenden Columbiahalle kein ganz so großer Spaß war. Aber angesichts einer doch beachtlichen Anzahl etwas älterer Fans, stand man bald wieder Gelenke krachend auf. Insgesamt aber gab es eine große Altersdurchmischung, selbst die durchtrainierten Pogohüpfer fehlten nicht.

Als wir uns durch frenetischen Jubel die Zugabe verdient hatten, gab es dann weitere Hits aus dem riesigen Repertoire samt Böse, Ficken und natürlich Weg nach unten.

stumpen

Stumpen im Feuerrad

Kurz, es war ein phantastischer Konzertabend, Knorkator sind einfach die Meisten!

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