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Wenn die Story nicht wär!

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Dank Meister Hasenbrot konnte ich jetzt endlich in die vielgelobte Comic-Reihe Saga reinschnuppern.

Gezeichnet wird sie von Fiona Staples, für die Story ist Brian K. Vaughan verantwortlich.

Die Bilderwelten sind auch das eigentliche Highlight der Comics. Hier tobt sich die Fantasie von Fiona Staples aus und es gibt etliche beeindruckende Panels.

Allerdings auf eine sehr konservative Weise. Selten lyrisch oder experimentell und auch die Farben sind eher bieder.

saga_cover

Saga von Fiona Staples und Brian K Vaughan

Der enttäuschende Teil ist jedoch die Story. Der sanfte Papa Teufel und die wilde Mama Engel bekommen ein Mischlingsbaby, das gegen die Widerstände des Universums auserkoren ist, Alles zu retten. Klein Hazel erzählt die Story selbst. Das kommt in einem flapsigen Ton daher, der mir durchaus gefallen hat. Aber wohin man auch etwas tiefer in die Geschichte dringt, wird es sehr, sehr dünn.

Da gibt es also diesen Krieg zwischen den Teufeln vom Mond und den Engeln vom Himmel, also dem Planeten um den der Höllenmond kreist. Weil man aber furchtbar klug ist, sah man ein, dass Krieg zu Hause blöd ist und so lässt man andere Völker auf anderen Planeten den Krieg austragen. Wie solch ein Humbug funktionieren soll, wird nicht näher erklärt. Dafür aber lässt man den Prinzen einer Roboterzivilisation auf die Jagd nach dem flüchtigen Traumpaar gehen, weil sich zwei Kopfgeldjäger irgendwie zu dämlich anstellen.

Wie nun die Beteiligten auf die Idee kommen, dass das flüchtige Paar eine Bedrohung sein könnte und für was überhaupt, blieb mir ein Rätsel.

Wobei mir die Frauenfiguren wirklich gefallen. Gerade Mama Alana und die Ghost-Babysitterin sind herrlich punkig, cool und kess.

Wahrscheinlich geht es auch mehr um die Reise, kommt man so doch zu den unwahrscheinlichsten Orten und lernt phantastische Wesen kennen. Von mir aus hätte man sich den kruden Überbau gleich ganz klemmen und sich auf die Odyssee konzentrieren können.

So aber schwelt da eine Messias-Geschichte im Hinter- und ein blöder Krieg im Vordergrund. Mir fehlt da wahrscheinlich der Ulk und der laszive Charme, der mir an Ythaq so gefällt.

Es war schön, in die Reihe reingeschnuppert zu haben, aber weiter verfolgen werd ich das erstmal nicht.

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