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Das Zucken des Schnauzbarts

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Humor ist eine schwierige Sache. Gerade als Berliner stoße ich da immer wieder auf Probleme. Mach ich Witze, versteht sie niemand und mit einem Großteil von Witzen etwa aus Fernsehsendungen verbinde ich Qualen. Ja, auch mit Mario Barth.

Deshalb lese ich auch eher weniger Satiren und mir ist es tatsächlich lieber, wenn ich die scherzhaft Schreibenden einmal live erlebt habe. Nur so etwa konnte ich Zugang zu den Texten von Uwe Post finden, der inzwischen so etwas wie der SF-Satire-Superstar ist. Ich kauf alles von ihm und les das dann auch.

Hingegen lasse ich Bücher von normalen SatirikerInnen elegant links liegen. Außer sie schreiben einen Science Fiction Roman.

ausserirdisch

Alles außer irdisch von Horst Evers

Aufmerksam wurde ich auf Alles außer irdisch von Horst Evers durch eine Sendung bei Radio Eins. Dort hörte ich Evers aus dem Roman vorlesen und wusste sofort, das Buch brauch ich.

Gekauft hab ichs dann aber erst, als sich mir durch Zufall die Gelegenheit eines Lesungsbesuchs bot und ich schaffte es auch fast, das Buch bis dahin auszulesen.

Horst_Evers_2

Horst Evers

Aber er las dann gestern doch ganz andere Texte. Was nicht verwunderte, denn die Lesung hatte der Freundeskreis des Bethel-Hospiz in Lichtenberg organisiert.

Dort starb Weihnachten 2014 mein Vater und zusammen mit meiner Mutter besuchen wir seither hin und wieder die angebotenen Veranstaltungen, wie etwa die Lesung von Abini Zöllner, über die dann auch die gestrige Lesung vermittelt wurde.

horst_evers_1

In der Danksagung zu Alles außer irdisch steht sie als Expertin für korrektes Berlinern drin und selbstverständlich fand sie sich gestern unter den begeisterten ZuhöreInnen.

Der Saal war gerappelt voll, ein wunderbare Erfolg für die Stiftung und ich hoffe, es kamen auch entsprechend Spenden zusammen. Horst Evers jedenfalls gab sein Bestes und unterhielt das Publikum mit pointierten Texten. In der Tat ein sehr witzige Angelegenheit. Die Kurzform scheint er perfekt zu beherrschen. Im Roman spürt man diese Szenenorientiertheit und vor allem das etwas lockere Verknüpfen der Gags.

Horst_Evers_3

Natürlich holte ich mir eine Signatur!

Der Roman bleibt zwar trotzdem sehr amüsant, stottert aber manchmal. Ich vermute, dass die entsprechenden Stellen für jede oder jeden woanders liegen werden.

Auf jeden Fall scheint Horst Evers ein großer SF-Fan zu sein und konnte das jetzt endlich einmal so richtig ausleben. Ein paar Sätze mehr gibt es in meiner Rezi: Alles außer irdisch von Horst Evers

Und das Zucken des Schnauzbarts? Lasst euch am besten nichts anmerken, wenn ihr einmal in eine Polizeikontrolle geratet und stimmliche Erscheinung nicht zur Körperlichkeit passen. BauchrednerInnen sind in der Polizei selten, meint Horst Evers und ich glaub ihm das jetzt einfach einmal.


2 Kommentare

  1. […] schlecht, aber eben mehr Klamauk als SF. Wobei ich mich ja immer noch wie Bolle freue, dass ich ihn live erlebt […]

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  2. […] Letztes Jahr schon war ich überrascht, dass Horst Evers als radioerprobter Verfasser satirischer Texte sich der Science-Fiction zu wandte. Dieses Jahr folgt ihm Marc-Uwe Kling. […]

    Gefällt 1 Person

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