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Phantastische Pferde und masturbationsgestörte Männer

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Würfelt man beides zusammen, erhält man Die Zentauren von Uwe Post.

Okay, das ist arg verkürzt, aber bei postscher Phantastik erwartet man ja immer etwas hintersinnigen Humor und augenzwinkerndes Klamauk.

So ein klein wenig davon findet sich auch in Zentaurenblut, der ersten Episode der Zentauren.

zentaurenblut

Zentaurenblut von Uwe Post, Cover von Timo Kümmel

Wer sein Fantasyvolk damit straft, deutlichen Männerüberschuss bei unmöglicher manueller Selbstentlastung aufzuweisen, mag definitiv skurrile Schwierigkeiten.

Ich hab den Auftaktband in meine Lektürepläne zwischengeschoben, da ich einen dünnen Band für die Bahn brauchte und Uwe gerade gar nicht so glücklich mit der literarischen Allgemeinsituation zu sein scheint. Sein Prestigeprojekt Biom Alpha verlor seinen Verlagsplatz, bevor es überhaupt richtig losgehen konnte.

So sollte wenigstens sein lang vorbereiteter Abstecher in die Hardcore-Fantasy positives Feeling generieren.

Ich würde es der Reihe gönnen, sie hat diverse Potentiale. Gerade die körperlichen Besonderheiten von Zentauren können noch einige spannende Geschichten generieren und Uwes Figuren sind durchaus sperrig und bunt angelegt genug, um etwas tiefgründige Fantasy zu erwarten.

Falls der Autor das so will.

Als Fan seiner SF-Geschichten bin ich aber schon sehr zwiegespalten. Selbst seine witzigen Fantasy-Kurzgeschichten kitzeln meine Nerven mehr als die typischen Fantasy-Settings, so sehr Uwe da auch dran schraubt. Wenn ich da an seine WoW-Veralberung denke …

Die leider sehr schlechte editorische Qualität des Büchleins hindert hoffentlich nicht am Erfolg. Aber auch Kleinverlage müssen dem Zeitdruck widerstehen können. Schnellschüsse mit deutlichen Fehlern darf man sich nicht leisten. Bei aller Sympathie für kleine Verlage wie Amrûn, die Möglichkeit, Satzfehler in einer Nachauflage ausbessern zu können, wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht bieten. Der erste Wurf muss treffen!

Das Cover stammt übrigens vom darauf sehr stolzen Timo Kümmel. Allerdings dürfte sein Zentaur keine Schwierigkeiten haben, handgreiflich zu werden. Wäre in seiner Situation aber auch schon wieder egal. 😀

Mehr zum Roman in meiner Rezi: Zentaurenblut von Uwe Post

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15 Kommentare

  1. finbarsgift sagt:

    Dankeschön für deinen Buchtipp!

    Dann sagt dir auch Tad Williams was?!

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  2. Bin ja noch am Überlegen – an Fantasy trau ich mich immer nur gaanz gaaanz vorsichtig ran …

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  3. „Es gibt fürchterliches darin.“ –
    Ich hab es befürchtet … 😀

    Gefällt 1 Person

  4. exophyt sagt:

    Habe Deinen Beitrag (und die Rezi auch) bereits gestern gelesen. Köstlich amüsiert. Allerdings kommt mir kein Fantasy ins Haus. Selbst wenn da Post drauf steht!

    Gefällt 1 Person

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