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Der Mann mit der Mundharmonika

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Für den BuCon hatte ich mir den Erwerb zweier Bücher vorgenommen. Während das neue Werk von Frank Hebben leider doch nicht erhältlich war, konnte Felix Woitkowski stolz aus einem grünen Umweltbeutel heraus Exemplare seines zweiten Büchleins Rattensang verscherbeln.

Felix Woitkowski auf dem BuCon 2015

Felix Woitkowski auf dem BuCon 2015

Auch wenn er auf dem Foto etwas despektierlich wirkt, ist er ein furchtbar Netter.
Im Horror-Forum hatten vorab einige Mitglieder ihr Erscheinen angedroht und den Kaufwunsch geäußert und so zuckelte der Autor freudig durch den Bürgersaal und traf LeserInnen leibhaftig.

Felix im Gespräch mit Micha Schmidt

Felix im Gespräch mit Micha Schmidt. Im Vordergrund Molo und Markus Mäurer

Die Gelegenheit schamlos ausnutzend, holte ich mir auch ein Autogramm für sein Debüt Die Wanderdüne. Gefiel mir ja damals und ist auch der Grund, mich auf Rattensang zu freuen.

Nur echt mit grünem Utensil

Nur echt mit grünem Utensil

Es ist wieder recht dünn, noch dünner vielleicht, aber letztlich ähnlich schwergewichtig und damit nicht unbedingt etwas für jedermann. Grob gesagt geht es um eine Adaption der Sage vom Rattenfänger zu Hameln. Verlegt in den Wilden Westen und kombiniert mit Indianer-Legenden, und jeder Menge Phantastik-Elementen.

Man kann herrlich drüber nachdenken, was das alles zu bedeuten hat. Geht es um den Konflikt von Technik/Wissenschaft kontra Mystik/Glaube? Oder um den Widerstreit von männlichem und weiblichem Prinzip? Oder einfach nur um eine möglichst schräge Horror-Story?

Ich find’s erstaunlich, was Felix alles in das kleine Bändchen hineingestopft hat. Im Vorwort erwähnt er Sergio Leone, dessen Spiel mir das Lied vom Tod klar zu erkennen ist. Zu die Hinweisen auf Achim von Arnim hingegen kann ich leider gar nichts sagen, da ich von ihm nur weiß, dass er zu den Romantikern gehörte und seine Frau Bettina von Arnim, eine geborene Brentano war. Von ihr weiß ich ungleich mehr, da sie zu den schillerndsten Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts gehörte.

Rattensang, Cover: Gustave Doré und Felix Woitkowski

Rattensang, Cover: Gustave Doré und Felix Woitkowski

Rattensang ist ein Büchlein für inspirierende Stunden, in denen man versucht, herauszufinden, was wohl dahinter stecken könnte. Mir hat das großen Spaß gemacht.
Etwas ausführlichere Inhaltsspekulationen gibt es in der Rezension: Rattensang von Felix Woitkowski

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2 Kommentare

  1. Wow, ich bin ganz begeistert, nicht nur eine wunderbare Rezension hast du verfasst, sondern mir auch noch einen ganzen Beitrag gewidmet. Vielen Dank, sage ich da und verneige mich höflich.
    Die zwiete Inspirationsquelle ist übrigens „Isabella von Ägypten“ von Achim von Arnim, ein meiner liebsten Novellen der Romantik, so phantastisch bunt und schaurig schön, wie nur diese Epoche sie hervorbringen konnte. Der EInfluss ist allerdings weniger offensichtlich als der Westernbezug und dafür viellecht sogar plumper. Aber was heißt das shcon … 😉

    Gefällt 1 Person

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