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Vom Entschleunigen der Zukunft

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Mit den Jahren sollte man in der Lage sein, bekannte Schwächen mit strenger Disziplin und stählernem Willen in den Griff zu bekommen. Etwa fehlendes Taktgefühl.
Die Kämpfe am Charakter verbrennen leider keine Kalorien, sonst wäre ich gertenschlank, nein es kostet nur größte Wachsamkeit.

Daher war es mir auch sehr unangenehm eine Rezi für den guten Holger M. Pohl zu schreiben in der ich meine partielle Nichtbegeisterung zum Ausdruck brachte.

Holger M. Pohl und Die Neunte Expansion

Holger M. Pohl und Die Neunte Expansion

Aber auch der Holger ist ein wackerer Recke und so befanden wir uns bald über mehrere Medienkanäle hinweg in einer Diskussion um Action-Anteile und entschleunigten Geschichten. Zum Glück sind wir keine Elfen und überlebten die Wortgefechte aufrecht und als Freunde.
Große Teile der Diskussion flossen nun in ein Interview, das ich mit Holger in meiner kleinen Reihe von Beiträgen zur SF-Reihe Die Neunte Expansion führte. Unser großer Kolumnist nutzte die Gelegenheit, sich mal richtig auszusprechen und ich konnte fast alle Fotos hineinquetschen, die ich im Laufe der Jahre von ihm gemacht habe. Tatsächlich trafen wir uns wohl zum BuchmesseCon 2007 das erste Mal.
Und weil er auch regelmäßig die Leipziger Buchmesse besucht, sah man sich da auch. Bücher verbinden halt Welten, auch wenn manche in seltsamen Zungen sprechen.

Holger im Gespräch mit Christian Weis

Holger im Gespräch mit Christian Weis

Sprechen. Ich bin echt froh, dass mir das Interview per Mail führten. Früher, als meine Ohren noch kaputt waren, hatte ich schon arge Probleme mit dem Holger. Besonders im akustisch missratenen Bürgersaal von Dreieich. Schlimmer ging es mir nur mit Markus Mäurer, der seine Stimme immer unterhalb meiner Empfangslautstärke senkte.
Aber das ist Vergangenheit, die Zukunft ist laut dröhnend und entschleunigt. Bei Holger auf jeden Fall, denn mit fünf kontemplativen Veröffentlichungen geht er die Autorenlaufbahn geruhsam an.
Nehmt euch Zeit für sein Werk! Genießt den sorgfältigen Weltenbau, die psychologischen Feinheiten der Charakterentwicklung und findet Gefallen an Szenen, die sich mit Beziehungen beschäftigen und nicht mit KnallBoomBang!


5 Kommentare

  1. Ui, das Foto ist schon ein paar Jährchen alt. 😀

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  2. lapismont sagt:

    ach, keine sieben Jahre ;D

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  3. texte-jon sagt:

    „Mit den Jahren sollte man in der Lage sein, bekannte Schwächen mit strenger Disziplin und stählernem Willen in den Griff zu bekommen. Etwa fehlendes Taktgefühl.“
    Nun ja: So mancher, der sich darüber beschwert, man argumentiere unter der Gürtellinie, trägt den Gürtel offenbar am Hals …

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