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Flog ein Textlein durch die Nacht

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»Lass uns mal wieder was mit Kultur machen!«, sagte mein Kumpel und so stellte ich einige Veranstaltungen zusammen, aus denen er etwas auswählen konnte.
Und so kam es, dass wir gestern zum Textetisch ins Scotch & Sofa gingen. In der Erklärung zum Event stand: Selbstgeschriebenes am Tisch vorlesen. Unser Ziel war eher das Zuhören, daher fragten wir die wuselige Kellnerin auch nach der Lesung, was sie in reichliche Verwirrung stieß, denn soweit reichte ihr Deutsch nicht.
Auch das einheimische Tankgirl hinter dem Tresen wusste nichts von einer Lesung und schob es auf einen Fehler der Stadtmagazine. Doch bevor wir unserer Überraschung Ausdruck verleihen konnten, wurden wir von einem Gast angesprochen und zu einem Tisch am Fenster bugsiert. Denn das war nun der Textetisch.

In den nächsten zweieinhalb Stunden gab es diverse kurze Texte, gegen den Lärm vorgetragen, doppelt stets, um das Gehörte zu vertiefen. Dann wurde interpretiert und gewühlt, sehr zur freudigen Überraschung der beiden Autorinnen, die so etwas noch nicht miterlebt hatten.
Ich kannte solche Runde bereits aus der Leselupe. Man liest sich Texte vor, oft zu einem Thema, das beim letzten Abend verabredet wurde und diskutierte sie dann. Irgendwann kannte man sich dann aber zu gut, um die Texte dann noch wirklich kritisch betrachten zu können und die Runde schlief ein.
Deshalb werde ich auch nicht die nette Einladung zum nächsten Textetisch annehmen, zumal wir ja eh nur zufällig in diese Runde kamen.

Vielleicht ist diese Einmaligkeit auch der Grund, warum uns dieser literarische Abend so gefallen hat. Es war genau das, was wir erleben wollten. Irgendwo in Berlin auf nette Leute treffen und Spaß daran haben. Und etwas mit Kultur.

Falls ich seltsam klingen sollte, nicht wundern, denn ich lese gerade die köstliche Autobiographie von Mark Twain und ich habe immer große Mühe, solchen Plaudertaschenstil nicht zu imitieren.
Ach ja, was für ein spaßiges Buch. Sam Clemens ist ein ausgemachter Schelm, dessen Scherze meist still und heimlich durch den Text brechen und ganz unwiderstehlich zum Schmunzeln, Grinsen oder Lachen verführen. Da könnte ich ewig imitieren und würde doch nix Gescheites verzapfen.
Frühling und Mark Twain, juhu!

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