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Wohin des Wegs?

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Philosophische Fragen in Romanen finden sich häufiger. Doch nur selten finden philosophische Romane den Weg zu mir. Das liegt vor allem daran, dass ich zwar um die Ecke denke, aber komplizierten Gedankengängen selten folgen kann. Ich schlage auch jedes Mal nach, was Hermeneutik bedeutet.
Vermutlich ist der Marxismus/Leninismus und der Staatsbürgerkundeunterricht Schuld. Die haben mein Gehirn irgendwie auf Durchzug programmiert, wenn ein bestimmter Duktus angeschlagen wird und Themen betrifft, die einfach nur Denken erfordern.
Oder ich bin schlicht zu blöd.
🙄

Jedenfalls bin ich trotz allem an allem interessiert und so bot sich der Klassiker-Lesezirkel im SFN letzten Monat an, in den Existentialismus reinzuschnuppern. Auf dem Plan stand Alle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir.
Der Roman schien zu passen, da es um Unsterblichkeit ging, einem durchaus phantastischen Thema.

Und scheinbar ein Thema, dass besonders Autorinnen fasziniert. Mir fallen gleich vier Bücher der letzten Jahre dazu ein: Frankenstein von Mary Shelley, Orlando von Virginia Woolf, Shikasta von Doris Lessing und auch der gerade erst gelesene Roman Amanda von Irmtraud Morgner verfügt über eine quasi unsterbliche Hauptfigur.
In all den Romanen geht es auch darum, der Menschheit etwas Gutes zu tun.

Simone de Beauvoirs Roman hat mir in dieser Reihe von Werken am Wenigsten gefallen. Zu oberflächlich ist ihre historische Sicht, bestimmt sogar absichtlich. Und vor allem ist mir der Roman zu belehrend, zu wenig Literatur.
Dass der Held stets an sich selbst scheitert, dass er sich gottgleich fühlt, seine Taten ihn aber nur in die Isolation und Einsamkeit treiben, begreift man schnell. Danach wiederholt sich die Geschichte immer wieder und für mich ergaben sich keine neuen Erkenntnisse.
Vielleicht sehen philosophisch geschulte LeserInnen feine Unterschiede und neue Konzepte, wo ich nur gequält aufstöhne, aber vielleicht erreichen mich ihre Lehren auch einfach deshalb nicht, weil sie für mich bereits normal sind?

Ich bereue die Lektüre nicht. Mich hat de Beauvoir schon lange interessiert und nun kenne ich sie ein bisschen besser.

Alle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir; Cover von Werner RebhuhnAlle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir; Cover von Werner Rebhuhn

Mein ganzes Abarbeiten an diesem Werk findet sich in meiner Rezension: Alle Menschen sind sterblich von Simone de Beauvoir.

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