Montbron

Startseite » Allgemein » Wenn Hobbits kleine Kerzen anzünden

Wenn Hobbits kleine Kerzen anzünden

Gerade gelesen:

Ulrich Holbein – Knallmasse

Gerade geschrieben:

Archive

Blogstatistik

  • 9,094 hits

Auch das Dritte Zeitalter geht zu Ende und was danach den Horizont erklimmt, ist heute noch ein dunkler Schatten im Herzen der Nacht.

Ja, die große Zeit der Foren ist vorbei. Sie ziehen zu den grauen Anfurthen und schwinden.
Als ich in die Community kam, gezogen von Michael Schmidt, gehörte der Fantasyguide zu den vielen Fan-Projekten, die im Zuge von Web 2.0 entstanden.
Kommunikation fand nicht mehr in Newsgroups, Newslettern oder papiernen Fanzines statt, sondern in nigelnagelneuen Foren.
Findige Programmierer hackten die Software zusammen, so entstand das Forenportal Travar, später in Myrias umbenannt. Jeder konnte dort ein Forum aufmachen, im eigenen Design, verbunden über gemeinsame Bereiche, Bestandteil einer riesigen, bunten und wilden Gemeinschaft.

Wann kam die Wende? Mit den sozialen Netzwerken? In etwa. So 2007, schätze ich.
Foren starben aus, RedakteurInnen verabschiedeten sich, ganze Themenbereiche verödeten.

Nur noch wenige Inseln ragten aus dem Meer des Vergessens hervor. Myrias steht kurz vor dem Fall. Die weise Führung der wissensreichen Bibliotheka Phantastika sitzt zu zweit bei Kerzenschein in den einst rege gefüllten Hallen und auch der Fantasyguide kämpft wacker ums Überleben.

Dabei ist die Phantastikszene nicht tot. Die beiden großen SF-Foren, das Scifi-Net und SF-Fan sind weiterhin diskussionsreiche Anlaufstellen für SF, und auch die Horror-Szene ist klein aber emsig in ihrem Forum unterwegs.

Die Blogosphäre scheint die Ebbe überwunden zu haben, die durch Abwanderung in soziale Netzwerke entstand.
So finden sich etwa zu Armageddon Rock, meiner letztem Rezi-Thema, Beiträge beim lange sparflammigen Molosovsky, dem stets sehr fleißigen fantasyguidegeschulten Markus Mäurer und auch Dandelion-Großmeister Frank Duvald veröffentlichte seine alte Rezi jüngst wieder in einem frisch neugegründeten Phantastikportal, dem Phantastikon.

Sind wir noch da, ist es ein letztes Aufbäumen oder gar das Erzittern vor einer neuen Eruption?

Eilt herbei, ihr kleinen Smartphonehobbits, in the Shire is the fire!

Advertisements

2 Kommentare

  1. Ich habe auch das Gefühl, dass sich da langsam etwas tun könnte. Am Beispiel „Phantastikon“ sieht man sehr schön, wie schnell so etwas gehen kann, wenn das richtige Know-how dahinter steckt. Was, in diesem Fall, Michael Perkampus da innerhalb kürzester Zeit aus dem Boden gestampft hat, weckt inzwischen – zögerlich zwar – immer mehr Interesse. Dabei fällt mir allerdings auch auf, dass sich zwar die ersten Zombies der Altersklasse „Junggebliebene“ wecken ließen (u.a. ich), so etwas wie wirklicher Nachwuchs für mich aber gar nicht zu erkennen ist. Irgendwie scheint mir da ein riesengroßes Loch zu klaffen. Oder täusche ich mich?

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: