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Am Rande der Finsternis

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»Strange things did happen here
No stranger would it be«

singt Jennifer Lawrence und trifft damit exakt meine Stimmung der letzten Wochen, daher fand ich auch keine Lust, mich zu Einträgen hier aufzuraffen. Zumal wenig zu berichten gewesen wäre.

Aber manchmal muss man sich selbst am Schopfe packen und während unter mir der Sumpf noch dampft, kann ich zumindest davon berichten, dass zwei lange vorbereitete Interviews nun endlich online gingen.

Zunächst plauderte Harald Giersche vom Begedia Verlag mit mir über die Veröffentlichung der Enthymesis-Reihe von Matthias Falke. Das sollen mal sieben Trilogien werden und in der Geschwindigkeit, wie Matthias die Bücher rausbringt, könnte das Projekt abgeschlossen sein, bevor ich das hier zu Ende getippt habe.
Ganz so flink ist er vielleicht doch nicht, aber er schreibt definitiv mehr, als ich zu lesen vermag.

Das zweite Interview führte ich mit Susanne Gerdom, zu deren Buch Queen of Clouds ich eher zufällig stieß, als ich verlauten ließ, wie erstaunlich wenige Autorinnen in meiner Lektüreliste zu finden sind.
Es ist ja immer schwer, Interviewfragen zu finden, die nicht schon zigmal gestellt wurden, aber hier bin ich doch recht zufrieden mit dem Ergebnis.

Mühsam, aber trotzdem überaus bereichernd ist das Lesen von Irmtraud Morgners Hexenroman Amanda. Das Buch ist so DDR durchweht und dabei dennoch voller Farbe. Und vor allem prall mit Weiblichkeit.
Normalerweise ist es gar nicht einfach zu erklären, wie das so war mit der werktätigen Frau in der DDR. Sie musste eine selbstbewusste, politisch engagierte Kollegin im Betrieb sein, auf Augenhöhe mit den Kollegen und natürlich auch noch Mutter, Haushaltsvorstand und attraktive Geliebte. Auf keinem Fall aber durfte sie unter der Knute des Gatten stehen, denn sowas war ja voll kapitalistisch und bäh.
Soweit die Theorie. Irmtraud Morgner ziseliert dieses vorgegebne Frauenbild nun in die Poren in ihrer Figuren und zeigt, wie patriarchalisch die piefige DDR-Wirklichkeit dann aber dennoch war. Und das man das sich als Frau nicht gefallen ließ.
Das ist alles ganz großartig zum Bedenken und Erinnern, aber auch sehr komplex geschrieben. Voller Sagen und Mythen, ironischen Brechungen und Karikaturen. Aber ich bleibe dran.

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