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Gleichheit und Freiheit

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Ich liebe französische Literatur, Frankreichs Geschichte und das ganze Land gleich mit! Einer der Gründe dafür ist Alexandre Dumas. Vor Luke Skywalker gab es keinen Bauerntölpel, dessen Abenteuer mir mehr Spaß machten, als die Raufereien von d’Artagnan im Namen Frankreichs und der Liebe!

Natürlich las ich auch den Graf von Monte Christo und blieb dem Franzosen all die Jahre über wohlgesonnen. Durch die grandiose Lesung von Peter Matic entdeckte ich den aberwitzigen Kapitän Pamphile und vorletztes Jahr das Romanfragment Der Graf von Sainte-Hermine.
In dessen Anmerkungen erfuhr ich auch davon, dass Dumas’ Vater ein berühmter General unter Napoleon und schwarz war. »Der Graf von Monte Christo« sei im wesentlichen auf der Grundlage seiner Erlebnisse entstanden.

Keine Frage, dass ich mir nun die Biographie des Schwarzen Generals besorgte. Tom Reiss ist ein New Yorker Journalist, der dadurch bekannt wurde, kurz nach der Wende in Ostdeutschland auf den Spuren seiner jüdischen Familie auf den sich erhebenden Neofaschismus zu stoßen und mit einem Aussteiger zusammen darüber zu berichten.

Der Schwarze General von Tom ReissDer Schwarze General von Tom Reiss

Mit Leidenschaft und Neugier begab sich Reiss auf die Suche nach Dokumenten und anderen Quellen jener stürmischen Jahre. Alex Dumas lebte von 1762 bis 1806 und war somit an großen Teilen der französischen Revolution beteiligt.
Im Wohnort der Dumas Villers-Cotterêts, fand Reiss den verschlossenen Safe der Archivarin vor, von der er sich viel versprochen hatte. Leider verstarb die Dame kurz vor Reiss’ Ankunft in Frankreich und es brauchte einiges an Geduld, um endlich einige Blicke in die Unterlagen werfen zu können.

Daraus baute Reiss eine spannend zu lesende Lebensgeschichte, die er ganz nebenbei dazu nutzte, die französische Geschichte der Sklaverei und der Schwarzen näher zu beleuchten.
Überhaupt nimmt sich Reiss immer wieder Zeit, gechichtliche Details oder Besonderheiten zu erklären, die man selbst als interessierter Amateurhistoriker nicht unbedingt wissen kann.
Logischerweise kommt Napoleon im Buch schlecht weg, immerhin ist es sein rachsüchtiges Naturell gewesen, das Dumas nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft, Anerkennung, Sold und Bestallung verwehrte.
Seine Witwe und damit auch Alexandre Dumas litten so unverdient Not.

Abenteuer, Geschichtslektionen und der Geruch von altem Papier durchwehen dieses kurzweilige Buch.
Meine Rezi im Fantasyguide: Der schwarze General von Tom Reiss

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