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Bloß nix mit Gegenwart!

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Man sieht sich ja gern als Fanal der Toleranz und Gelassenheit. Bei mir bröckelt das leider immer wieder aus dem Selbstbild heraus. Ich bin halt nicht durch die 68er erzogen worden. So ein bisschen Hippiesein wünsch ich mir, aber mein Kern ist meist voll cholerischem Magma.

Ist nicht toll, ich weiß. 😳

Jedenfalls schüttel ich immer den Kopf, wenn andere ihren Kopf darüber schütteln, dass ich nur Phantastik lese. Gut, ich fasse das sehr weit. Aber in mir ist eine sehr massive Abscheu gegen jegliche Art von Gegenwartsliteratur. Bestimmt gibt es darunter großartige Geschichten. Doch ich werde sie nicht finden. Meist klingen die Inhaltsangaben nach Effi Briest, Buddenbrooks oder einer Tageszeitung. Für Dinge, die ich selbst erlebe oder erzählt bekomme, kauf ich mir keine Bücher.

Genauso muss sich die Aversion gegen Phantastik anfühlen. Schon seltsam.

Aber zum Glück ist das nur ein intellektuelles Problem, dem ich mühelos entgehen kann. Zwingt mich ja keiner, was anderes zu lesen. Und die Menge ungelesener Phantastik ist immer noch unüberschaubar.
Warum fällt mir das ein? In diversen Literatur-Blogs wird eifrig die Longlist des Deutschen Buchpreises durchgelesen, es gibt etliche Verlosungen und sosehr mich mein Buchjagdtrieb auch quält, lese ich die Inhaltsangabe, schrumpelt er zusammen.
:**:

Dafür lese ich gerade eine sehr abwechslungsreiche Story-Sammlung von Matthias Falke. Die Kurzform liegt ihm irgendwie besser, zumindest erscheint es mir so bei den Sachen, die ich bisher von ihm las. Ganz besonders gelungen fand ich dabei eine Illias-Umsetzung als Space-Opera. Eine Rezi gibts vielleicht noch diese Woche.
Ebenfalls in Umsetzung ist meine Besprechung der dritten Folge von Raumkadett Mark Brandis. Die Reihe steigert sich und macht entsprechend Spaß. Hab sie eingeschoben, denn eigentlich höre ich gerade die zweite Porterville-Staffel, momentan das wohl beste, was es an phantastischer Unterhalt für die Ohren gibt. Sollte man auf keinen Fall verpassen.

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2 Kommentare

  1. Frank Bhmert sagt:

    „68er“ und „Hippie“ sind Gegensätze. Aber das erklär ich dir mal irgendwann in Ruhe beim Bier. Das kriegen selbst die meisten Westler nicht auseinanderklamüsert.

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    • Montbron sagt:

      Du Hast natürlich Recht. Ich habe das verkürzt dargestellt. Eigentlich wollte ich ausdrücken, dass in meiner Sozialisation weder Hippies noch die revoltierenden 68er eine Rolle spielten.
      Sehr ungenau von mir.
      Ich wünsche mir also mehr Hippie-Gelassenheit.

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