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Das Kreuz mit dem Kreuz

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Zum typischen Bestandteil meiner Urlaubsvergnügungen gehören Kirchenbesuche. Nicht weil ich gläubig bin, sondern weil Kirchen aus diversen Gründen Sehenswürdigkeiten sind.
Mich fasziniert meist der geschichtliche Aspekt. Man sieht an den oft sehr alten Gebäuden Kriege, Kunstepochen und auch den Zustand der Gemeinde.
Mit den religiösen Aspekten kann ich fast gar nichts anfangen. Das versperrt mir natürlich den Weg zu einigen symbolhaften Bedeutungen, etwa wenn spezielle Heilige verehrt werden oder die Bilder und Figuren Szenen aus der Bibel darstellen.

Das betrifft natürlich nicht nur die kultischen Stätten sondern auch die Literatur. Das wurde mir gerade wieder deutlich vor Augen geführt, als ich die beiden Blogartikel
Katholische Symbolik im »Herr der Ringe« und Vorsehung und Eukatastrophe von Raskolnik las.

So tiefschürfende Gedanken habe ich mir zum Herrn der Ringe noch nie gemacht. Sicher ist mir bewusst, dass Tolkien in vielen Szenen auf die christliche Kultur zurückgreift, dass es quasireligiöse Anbetung und Wunder gibt, aber als Hinweise auf Tolkiens Glauben habe ich diese Dinge nie gesehen.
Vielmehr werte ich so etwas als Bestandteil seines Wunsches, eine umfassende Mythologie zu schaffen und ich empfand es auch immer als sehr modern, dass im »Herrn der Ringe« GöttInnen fehlen.

Auch nach der Lektüre der beiden unbedingt lesens- und nachdenkenswerten Artikel wird Lembas für mich einfach nur besonders nahrhaftes Gebäck sein. Die Abendmahlgeschichte, das Brot als Leib von Jesus und worin nun das Streitenswerte zwischen Katholiken und Protestanten ist, wird mir auch weiterhin ein Rätsel bleiben. Jedesmal, wenn ich versuche, mich dieser Thematik zu stellen, verquirlt sich irgendwann mein Gehirn und ich muss an Eier denken, die man oben oder unten aufschlägt.

Gehört nun das Christentum zum »Herrn der Ringe«? Mir völlig schnuppe. Ich lese die Bücher auch weiterhin regelmäßig. Der herbstlichen Unendlichkeit wegen.

Zum Thema passend hier noch ein Bild aus Reihe: Im Urlaub gekritzelt.
rovinj_05_klein
Der Kampf gegen das Schicksal

Mir war vorher gar nicht bewusst, dass die Christen ein umgedrehtes Kruzifix als Zeichen des Satans ansehen. Passenderweise ist auch Schwert ein umgedrehtes Kreuz. So wird der Schicksalkampf irgendwie auch zu einer Rebellion gegen GöttInnen. Oder ein heiliger Krieg zu Teufelswerk.

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