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Jammern hilft auch nicht …

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… darum bin ich auf Arbeit, obwohl ich lieber im Bett geblieben wäre.
Tja, Feste muss man feiern, wie ihre Tore fallen.

Zwischen Formatter und Codestyling hänge ich in den Seilen. Dafür bin ich jetzt Weltmeister.

Aber eigentlich will ich kurz verkünden, dass meine Delany-Rezi fertig ist. Das Buch hat mich begeistert und meinen Horizont doch um einiges geweitet.

Die Bewegung von Licht in Wasser von Samuel R. Delany, Cover von s.BENešDie Bewegung von Licht in Wasser von Samuel R. Delany, Cover von s.BENeš

Im Rahmen der aktuellen Diskussionen um den Kindesmissbrauch von Marion Zimmer Bradley wurde auch Delany mehrfach erwähnt. Christoph Jarosch hat in seinem Blog Lake Hermanstadt just heute in seinem Beitrag Bealedoggle einiges an Aufklärungsarbeit geleistet.

In Die Bewegung von Licht in Wasser gibt es logischerweise etliche Szenen in denen es um sexuelle Beziehungen zwischen ihm und erwachsenen Männern geht. Nicht um Missbrauch, weder als Diskurs noch als Erinnerung. Allerdings wird schon deutlich, dass Delany eine sehr offene und liberale Einstellung zum Sex hat. Seine Toleranz ist recht hoch. Vermutlich liegt das in seinen Wurzeln. Er kommt aus einem blinden Fleck der Gesellschaft. Von Anfang an scheint er diese Diskrepanz zwischen der Realität und der in der Öffentlichkeit geduldeten Traumwelt analytisch begleitet zu haben. Warum wollte die Gesellschaft nicht wahrhaben, dass Homosexualität normal und keine Ausnahme ist? Es waren nicht drei kunterbunte Tunten in einer Bar, vielmehr erlebte er hunderte schwuler Männer bei intensiven sexuellen Kontakten. Wenn man das Buch liest, meint man, ganz New York sei damals am cruisen gewesen.
Dass ihn rein intellektuell auch das Wesen von Beziehungen zwischen Kindern und Erwachsenen interessiert, kann ich verstehen. Das macht ihn aber nicht zu jemanden der Kindern Gewalt antut oder so etwas gutheißt. Ich finde es wichtig, dies deutlich zu sagen.

Was MZB betrifft: Ich habe einige ihrer Darkover-Bücher gelesen, bis sie sich wiederholten, auch das Frauenbild dort gefiel mir nicht. Nach den jüngsten Erkenntnissen werde ich die Bücher nicht verbrennen, nicht einmal aus dem Regal entfernen. Aber ich werde wohl nie wieder Bock auf eine Lektüre haben.
Nicht, nachdem ich das erschütternde Gedicht Mother’s Hands ihrer Tochter Moira Greyland las.

Nun ist der Post doch länger geworden. Und trauriger als er sein sollte.

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