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Mittsommer

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Als Uhu liebe ich die hellen Nächte über alles. Überhaupt schwingt durch den gesamten Juni ein Gefühl der Zeitvermehrung. Die Tage sind voller Dinge und Ideen, man hat keine Mühe, sich ihnen zu stellen (okay, Zahnarzt lass ich als Ausnahme gelten).

Perfekt wird das, wenn man in einer lauen Juninacht mit Freunden irgendwo herumsitzt und quatscht.
Oder wenn man gemütlich in die Wuhlheide spaziert und sich ein geiles Konzert anhört. In der Erinnerung bleiben solche Konzerte besonders haften. Ob Rammstein, Ärzte, Beatsteaks, Seeed oder gestern Arcade Fire.

af
Arcade Fire gestern in der Wuhlheide

Funeral war 2005 Platte des Jahres der Spex und als frischer Fan der Zeitung kaufte ich mir das Album und die Musik passte damals perfekt in eine Zeit, in der ich mich so ein kleines bisschen selbst neu erfand. Mit 33 hatte ich das Empfinden, mich verlassen zu haben. Das betraf nicht den privaten Teil, nicht die Liebe oder die Kinder, nein es betraf die Wälder hinter den Augen. Kahle Stämme, ein düsterer Novembertag, der nicht einmal Kraft für Wind oder Regen aufbrachte.
Doch bevor die Bulldozer anratterten um den traurigen Hain zu roden, kam der Frühling. Oder wenigstens eine freche Krähe, die mir ins Ohr schrie. Und dann ist der olle Riese erwacht.

Arcade Fire scheinen ihre Songs für das Stadion geschrieben zu haben. Mit fast schon euphorischer Freude spielten sie sich gestern durch ihre Alben und rissen immer mehr Sitzenbleiber von den Bänken. Ich stand stur gleich beim ersten Song auf. Hab ja den Stehplatz bezahlt. :yes:

Mein Gedächtnis ist ja nicht sonderlich verlässlich, aber mindestens wie Régine Chassagne Sprawl gesungen hat, sollte sich abspeichern lassen. Und wenn es nur als berauschendes Glücksgefühl in dieser Juninacht übrigbleibt. Wenn es nur dieses Vibrieren in den Rückenmuskeln ist, das sich einer Gänsehaut ähnlich über den Körper verteilt und die Musik über die Trommelfell hinaus spürbar macht.

Mountains Beyond Mountains

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