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Die Kunst der Kritik

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Eigentlich hat es wenig mit Kunst zu tun, wenn man die richtigen Worte findet, seine Meinung zu äußern. Klar, man kann sich mit Redetechniken auseinandersetzen und wird dann doch nur wieder zum Objekt seiner Gefühle.
Einfach die eigene Wahrheit verkünden, ist selten angebracht. Das Buch ist Mist! Sowas könnte man natürlich schnell mal dahinschreiben, aber sobald der Ärger über ein verkorkstes Werk verflogen ist, kommen die Fragen. Warum fand man es denn so mies? War alles daran schlecht? Gab es gute Seiten? Lag es an einem selbst, dass man mit dem Text nix anfangen konnte?
Und schwupps sitzt man da und grübelt darüber nach, wie man diese inzwischen ambivalenten Gedanken in Worte kleiden kann.
Ganz schlimm wird es, wenn man die kritisierte Person irgendwie persönlich kennt oder gar sympathisch findet.
Nun ja. Man kann auch schweigen.

Meine Erfahrung ist zudem, dass meine Rezensionen überhaupt keine Relevanz besitzen. Äußere ich mich lobend, kommt ein Danke, bei deutlich negativen entweder Nichts oder Hinweise auf Rechtschreibfehler. Wenn ich mich aber bemühe, Kritik in sanfte oder ironische Formulierungen zu pressen, scheint das niemand zu bemerken. Wahrscheinlich beschummle ich mich da nur selbst. Für mich ist es ein klarer Verriss, für die AutorIn eine einfache Besprechung. Alle sind zufrieden.

Mhm. Und doch sind diese Rezis die allerschwersten. Manche Kritik hab ich so doll versteckt, dass ich sie Jahre später beim Wiederlesen nicht mehr finde. Aber so geht’s mir auch mit Gedichten von mir. Ab ins Wortgefängnis und den Schlüssel weit wegwerfen. Schon seltsam, so ein Geist.

Natürlich völlig unzusammenhängend hier nun der Link zu meiner neuesten Buchbesprechung: Museumsschiff von Matthias Falke.

Aber ich möchte noch auf einen sehr schönen Blogbeitrag verweisen. Anubis schreibt in seinem Blog über Tolkien und seine Veröffentlichungen. Sehr informativ und es steckt viel Arbeit dahinter, die mit einer Verlinkung honoriert werden muss:
His head full of old lays

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