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Die Macht in meinen Händen

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Okay, der Titel klingt etwas schwülstig, passt aber vielleicht ganz gut zum Thema Selfpublishing.
Unsere Shared-Worl Fantasy-Reihe Saramee erschien ab 2005 zunächst ganz klassisch bei einem Buchverlag. Atlantis ist ein typischer Genre-Kleinverlag, der sich seit seiner Gründung kontinuierlich quantitativ als auch qualitativ steigern konnte.
Saramee passte jedoch leider nicht so recht in das Verlagsprogramm, vielleicht auch, weil die Beteiligten allesamt keine besonders umtriebigen PR-Profis waren. Ohne Werbung jedoch findet nur selten ein Buch seine Leserschaft.
Trotz geringer Auflagen der gedruckten Bücher wurden die Saramee-Bände dem Verlag nicht gerade aus den Händen gerissen. Der triumphale Erfolg blieb aus.
Immerhin sind inzwischen die allermeisten Exemplare verkauft und etliche Bände somit vergriffen – ohne jedoch zu einem Anreiz für eine Nachauflage zu werden.

Aber als Schöpfer solch eines Projekts, mit all den Erfahrungen und Freuden der Zusammenarbeit über Jahre hinweg, darf man durchaus stolz auf das Erreichte sein. Erfolg ist nicht unbedingt eine Frage des wirtschaftlichen Gewinns. Und darum hielt Saramee-Mastermind Christoph Weidler auch eisern an seinem Kind fest.

Ich kam ja erst mittendrin hinzu. Zunächst als Testleser, dann als Amateur-Rechtschreibhilfe und später als Autor.

Bereits 2009 gab es ein Experiment, eBooks am Markt zu platzieren. Jedoch scheiterte dieser Versuch. Es gab zu wenig Verkäufe, um für die eBook-Anbieter lukrativ zu sein.

Anfang diesen Jahres jedoch gab es von unserem Karlsgarden-Boss Yitu, der sich auch beruflich mit eBooks auseinandersetzt, den Hinweis, dass man Saramee nun gar nicht mal eben schnell von Anfang an lesen könne.
Da Yitu immer Recht hat, trug ich das Thema in die Saramee-Runde und so beschlossen wir, SelbstverlegerInnen zu werden.
Denn inzwischen gibt es eBook-Platformen, die eBooks auch unabhängig von einem finanziellen Erfolg hosten.

Wir betraten die Welt des Selfpublishings! :wave:

Das ist fast das gesamte Jahr ein Riesenthema gewesen, gerade erst wieder las ich bei Klaus N. Frick davon.
Es gibt Stimmen, die sich über mangelnde Qualität beschweren, unprofessionelle Vermarktung anprangern oder das Überschwemmen der Buchbranche durch Hobby-Produkte befürchten.

Klar wäre es toll, wenn wir einen Verlag an der Hand hätten, der uns fürs Schreiben bezahlte und unsere Werke locker flockig unters Volk bringt. Und noch fantastischer wäre es, wenn gedruckte Saramee-Bände in den Buchhandlungen stünden. Aber so ist die Welt nun einmal nicht.

Ich bin froh, dass es heute so einfach ist, Texte in digitaler Form zu veröffentlichen. Niemand schreibt gern für die Schublade und es fühlt sich gut an, die Macht in den eigenen Händen zu halten! Und wenn es mit dem unsterblichen Dichterruhm nix wird, macht es auch nix.

Hauptsache kein Elfenwerk!

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