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Während Montbron noch Fuß fasst in Lotro, beschäftigte ich mich ein bisschen mit dem was WAR.
Ich bin im Sommer 2009 von WoW nach WAR gewechselt. Das hatte mehrere Gründe, einer war, dass es für meinen Hauptcharakter Steinbauch außer Instanzen nichts mehr zu tun gab. Ein, zwei epische Questreihen standen noch an, aber irgendwie fand ich keinen, der seine Zeit opfern wollte, um mir da zu helfen, es standen immer irgendwelche Raids an.

Nun kurz vor dem nächsten WoW-Addon steht natürlich die Frage im Raum, ob Steinbauch zurückkommt. Immerhin gibt es Veränderungen in der Geschichte der Trolle und neue Quests. Aber je mehr ich darüber nachdachte, um so mehr wurde mir klar, dass es das alte WoW, welches ich fast fünf Jahre mochte, nicht mehr gibt. Als Beispiel will ich mal in Erinnerungen wühlen und erklären, was ich meine.

Steinbauch war ein Trollpriester, der bis zu den ersten Molten Core-Raids auf Disziplin geskillt war. Also zwar primär Heiler, aber mit dem eher willkürlichen Punkteverteilen nach dem Tooltiplesen. Hinzu kam, dass er meist alleine levelte und in den Instanzen von Classic-WoW spielte es auch nicht so die Rolle. Ab Anfang 40 durchkämmte Steinbauch die Wüste von Tanaris, zunächst für die Kochquest und dann zum Leveln. Dort stand auch die recht knackige Instanz Zul’Farrak, von Steinbauch zärtlich „Perle von Tanaris“ genannt. Ein Sinnbild dessen, wie die fehlende Troll-Hauptstadt hätte aussehen können. Der Weg dahin war vom Flugpunkt und der Goblin-Stadt nicht weit, jedoch gab es bereits vor der Ini Sandfury-Trolle, die damals noch Elite waren und natürlich jede Menge anderer Spieler-Gruppen, die in die Ini wollten – darunter Allianzler. So war es schon eine Adrenalin-geladene Aktion, lebend hinein zu gelangen.
Drinnen musste man auch sofort stehen bleiben, da die ersten Mobs sehr dicht am Eingang standen. Man kämpfte sich zunächst durch eine enge Gasse mit mehreren Dreier-Gruppen, darunter Troll-Hexer, die entweder heilten oder auch fearten. So konnte es passieren, dass man in die nächste Gruppe gejagt wurde und somit wipte. Zudem gab es noch Patrouillen, die man geschickt abfangen musste.
Nach dem Schlauch kamen mehrere Plätze, wo man durch gut gewählte Laufwege eine Menge Mobs stehen lassen konnte, was natürlich nicht immer klappte. Hier liefen auch Skarabäen rum, die Aggro ziehen konnten und heftigen Schaden austeilten.
Es gab mehrere Bosse, darunter einige mit Events. Die beiden berühmtesten waren sicher die Beschwörung der Hydra Ghazranka und die Treppe.
Man konnte die Hydra nur rufen, wenn ein Gruppenmitglied den Schlaghammer von Zul’Farrak dabei hatte. Den zu bekommen war ein Abenteuer für sich und verdammt schwer (in einer nicht instantiierten Elite Troll-Tempel Anlage im Hinterland und daher oft PVP-Gebiet). Deshalb gingen viele nur in die Ini mit, wenn der Hammer dabei war und warum die Mühe? Man musste die Hydra für eine Quest töten um dann eine Karotte am Stiel zu bekommen, was die Reitgeschwindigkeit um 5% erhöhte. Das epische Mount war ja unerschwinglich.
Tja und die Treppe war einfach nur krank. Man stand oben und von unten kamen mehrere Wellen Gegner hoch. Es durften die NPCs nicht sterben und zwischen den Wellen hatte man nur wenige Sekunden Zeit in denen man außerhalb des Kampfes war und durch Trinken Mana auffüllen konnte. OOM war Dauerzustand. Nicht selten endete der Ini-Besuch hier. Dabei kam danach erst der eigentliche Endboss, der Häuptling der Sandfury.
Neben der Karotte gab es etliche weitere Questreihen, die einen immer mal wieder in die Ini zurückkehren ließen, darunter eine, die weiter in den Versunkenen Tempel, nach LBRS, in die östlichen Pestländer und schlussendlich zu Hakkar nach Zul’Gurub führte. Über zwanzig Level hinweg.
Jeder Ini-Besuch war ein Abend, zwei-drei oder mehr Stunden.

Daran erinnere ich mich, wenn ich an MEIN WoW denke. Und genau das kommt nicht wieder.

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3 Kommentare

  1. Njnel sagt:

    Ich schwelge auch gerne in Erinnerungen an das WoW von früher. Hach, war das schön 🙂
    Aber…
    Früher gab es nocht tolle Quests? Die gibts heute immer noch. Aber kaum einer liest sich noch Questtexte durch und versucht alle Quests zu lösen. Die meisten machen nur die, die schnel bewälltigt werden können und am meisten EP’s geben. Aber würde man sich die Zeit nehmen zum lesen und erforschen so würde mancher auch heute noch viele tolle Dinge in WoW entdecken.
    Aber die wenigsten tun dies heute weil alle nur raiden wollen und somit gehen die schönen Dinge vergessen. Das heisst aber nicht, dass es sie nicht gibt 😉

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    • Montbron sagt:

      ja, es gibt noch tolle Quests, aber dieses Feeling einer abendfüllenden Level-Instanz, wo jede Mob-Gruppe ein wipe sein könnte, dass ging irgendwo nach ein/zwei Monaten WotLK verloren. Selbst in BC waren die zerschmetterten Hallen noch einige Zeit eine Herausforderung für 70er.

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  2. Yitu sagt:

    Vielleicht werden unsere Sichtweisen auch ANDERS? 🙂

    Gerd

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