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Ahnen ahnen – vom Glanz der Transparenz

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Ulrich Holbein – Knallmasse

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Wir Dawi achten Tradition und unsere Ahnen sehr. Sie bestimmen zu einem wesentlichen Teil unser Leben und wenn sie gerade kein Fest in der großen Halle feiern, stehen sie uns mit Rat zur Seite.
So flüstern die Helden der Vergangenheit in letzter Zeit wieder verstärkt von den Ringelschwänzen und Saugzähnen. Der gestandene Zwerg, wie Montbron etwa, versteht sich recht schlecht aufs Rätselraten. Jedoch haben die Ahnen da ihren eigenen Spaßstandard und lieben es, die WARheit hinter Andeutungen, visionären Bildern Schatten im Gestein und dergleichen zu verbergen.

VerBERGen. Welch zwergisches Wort. Kanntet ihr eigentlich schon die Geschichte vom Fluch der Transparenz?

Mhm. Ihr solltet euch tatsächlich mehr mit Geschichte der Dawi befassen, dann klappt das auch gleich viel besser mit den chaotischen Nachbarn.
Also. Es gab eine Zeit, da wuselten die tapferen Recken des Stahlzopfklanes durch alle Hallen und Tunnel des Weltrandgebirges. Man schätze ihre feinen Runenschmiedearbeiten, liebte ihr würziges Bier und ganz besonders ihre Fähigkeiten im Aufspüren ertragreicher Minen.
Diese Berühmtheit schlug sich in ihrer Wesensart nieder. Einige wurden zu richtigen Famemonstern.
Die erstaunlichste Tochter der Stahlzöpfe war Gagara Branhildsdottir Stahlzopf. Die geschmiedeten Enden ihrer Zöpfe glänzten im Schein der Fackeln und Laternen, dass man denken konnte, in einer Diamantmine zu sein. Sie umgab sich mit dem Hauch der weiten Welt und wenn sie in den Berg einstieg, folge ihr eine Schar Milchbärte mit glänzenden Augen.
Eines Tages jedoch besuchte sie die Stollen von Karak Firin und traf dort auf Fron Talbart, der sich selbst für den besten Bergwerker der Welt hielt. Der Langbart hatte schon Edelsteine geschürft als Gagara noch Magma in Branhilds Vulkan war.
Unweigerlich kam es zur Konfrontation der beiden und nach zwergischer Art wurde ein Schürfwettbewerb vereinbart. Schnell sprach sich die Kunde davon in ganz Karaz Ankor herum und von überall her strömten die Klans, ganz besonders natürlich die Talbärte und Stahlzöpfe. Nie sah man in Karak Firin mehr Dawi, als in jenem Sommer.
Das Ringen um die Anerkennung als bester Bergwerker begann in der Frühe. Schon bald entdeckte Fron eine mächtige Gromrilader, der Sieg schien ihm sicher. Doch noch war der Tag nicht zu ende und Gagara bestand darauf, ihre Zeit voll auszuschöpfen.
Kurz vor Ablauf der Frist kam sie aus dem Berg und berichtete, sie habe einen unermesslichen Drachenhort im Innern des Gesteins gefunden. Ungläubig rannte Skol Hammerschlag, der Thain der Feste, den man zum Schiedsrichter ernannt hatte, in seinen Berg um das Unfassbare nachzuprüfen. An der bezeichneten Stelle jedoch konnte er nichts erkennen.
»Wo ist der Drachenhort?«, frug er die Zwergin. Die wies auf die steinerne Wand und sprach: »Sieh, edler Thain der Berg hat den Hort mit Transparenz versehen, schärfe den Blick und Du wirst ihn ebenso strahlen sehen, wie ich!«
Doch der Silberbart sah nur nackten Fels. Da wurde Skol wütend, erhob seinen Hammer und erschlug das freche Kieselsteinchen auf der Stelle. Seine Begleiter berichteten der wartenden Menge eilig von dem Geschehen und es begann eine Prügelei zwischen den Parteien, die schnell zu einem Klankrieg führte, der etliche Jahre lang andauerte.
Doch was hatte Gargara gemeint, als sie von Transparenz sprach? Die Gelehrten von Karak Firin grübelten lange darüber und kamen zu einer seltsamen Theorie. Während Skol wohl meinte, von Gargara für dumm verkauft worden zu sein, gingen sie davon aus, dass Transparenz bedeuten könne, der Berg hätte den Schatz verborgen, ihn so transparent gemacht, das er den Blicken entschwindet.
Und tatsächlich. Man fand an der Stelle, wo Gargara starb, einen riesigen Drachenhort. Skol hätte nur einige Schritte weiter gehen müssen.
Doch Karak Firin wurde nicht glücklich mit diesem Schatz. Zwei Wochen später spülte die grüne Flut über das Weltrandgebirge und in den Ruinen der Feste feierten Gobblins und forderten von ihren Bossen eine transparente Beuteverteilung.

So ist das mit der Transparenz. Verbergen, wie die Skaven im Erdinnern oder Offenlegen, wie die Halsschlagader beim Biss der Vampire.

Für Grungni!

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2 Kommentare

  1. Yitu sagt:

    Nett geschrieben 🙂

    Gefällt mir

  2. Priapos sagt:

    allerdings … Ein hoch auf den Bruder !

    Gefällt mir

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