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Ich WAR – ich bin – ich werde was?

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Ulrich Holbein – Knallmasse

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In den letzten Tages konnte ich diverse Diskussionen zur Zukunft von MMOs verfolgen und irgendwann kam immer die Frage, was man denn selbst für ein Spieler sei.

Ich glaube nicht, dass die Beantwortung dieser Frage relevant ist. Vielleicht widerstrebt es mir, mich so explizit in eine Kategorie drängen zu lassen, aber die Gründe liegen wohl eher in der recht simplen Tatsache begründet, dass ich als Mensch recht dynamisch meine Wünsche und Skills ändere.

Tagesform, Stimmung, Gesundheit oder Umgebung – es gibt viele Faktoren, die meine Einstellung zu einem Spiel beeinflussen. Blizzard versuchte sich mit dem Slogan „Bring den Spieler, nicht die Klasse“ und hatte offensichtlich keine Ahnung, was damit wirklich gemeint ist.
Die tatsächlichen Fähigkeiten eines Spielers sind ebenso variabel wie unkalkulierbar, ein programmiertes Regelwerk hingegen ist statisch. Jeder Teil der Interaktion mit einem Spiel unterliegt menschlichen Unwägbarkeiten. Sicher gibt es Tendenzen, Verhaltensmuster und dergleichen, auf deren Grundlage sich das ungefähre Agieren eines Spielers abschätzen lässt.
Doch gerade MMOs helfen immer wieder dabei, derartige Muster auszuhebeln.

Bestes Beispiel war gestern Abend ein Szenario – Phönixtor – mit Helden aus der Karlsgarde.
Unser Boss Yitu hatte bereits etliche negative Erfahrungen in diesem SZ hinter sich und ganz unbewusst spielte er so, als ob er seine negative Meinung bestätigen wollte. Irgendetwas zwang ihn förmlich dazu. Die vielleicht tatsächlich vorhandenen Mängel in der Mechanik waren gar nicht mehr relevant, die Prophezeiung erfüllte sich selbst.

Was für ein Spieler ist Yitu nun?

Ein Mensch, lautet meine Antwort. Einfach ein Mensch.

MMOs bieten bestenfalls diverse Möglichkeiten, seine Freizeit zu verbringen. Das kann Unterhaltung sein, aber auch Gewalt abbauen, Flirten oder Selbstmitleid.
Möglichkeiten schaffen, darin liegt das Erfolgskonzept von MMOs, Dinge zu tun, je nach Laune und Bedürfnis.

Bringt Klasse ins Spiel, Vielfalt und Freiheit. Macht das Spiel interaktiver, lasst das Handeln der Spieler zu Konsequenzen führen! Gerade WAR ist unglaublich starr und auf den Spieler als Handlungsträger angewiesen. Gebt ihm mehr Betätigungen an die Hand! Lasst ihn Mensch sein.
Das schlimmste was passieren kann ist, das WAR nur noch aus Szenarien besteht. Lauter kleine Minispiele, für die eigentliche Welt unwichtig ist. Wo liegt dieses Phönixtor überhaupt?

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8 Kommentare

  1. wünsch dir einen schönen tag

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  2. Priapos sagt:

    Mit der einen Frage „Wo liegt dieses Phönixtor überhaupt?“ hast Du die beabsichtigte Wirkung meines Artikels in einem Satz erreicht.

    Ich ziehe meinen Hut Bruder ! 🙂

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    • Yitu sagt:

      Nur ging Deine Diskussionsrichtung OffToppic zu meinem Beitrag. 😉

      Freue mich auf den verbalen Austausch heute Abend. Du minerst doch wieder AFK, oder hilfts Du mir heute bei der Level 3 Mission?

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      • Priapos sagt:

        Hab die Handwerker diese Woche zu Hause und kann daher nicht sagen wann ich on komme. Wenn ich da bin, können wir aber gern mal die Lvl 3 versuchen …

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  3. Yitu sagt:

    „Unser Boss Yitu hatte bereits etliche negative Erfahrungen in diesem SZ hinter sich und ganz unbewusst spielte er so, als ob er seine negative Meinung bestätigen wollte. Irgendetwas zwang ihn förmlich dazu. Die vielleicht tatsächlich vorhandenen Mängel in der Mechanik waren gar nicht mehr relevant, die Prophezeiung erfüllte sich selbst.“

    Falsch. Ich habe das Event-SZ nur aus dem „Zwang“ heraus gespielt Eindrücke für das Review zu sammeln. Wie willst Du Verbessrrungsvorschläge geben, wenn Du das SZ nicht gespielt hast?

    Ein weiterer Grund war der Wunsch mit Mandeleya zusammen zu spielen. Und Linlu aka Mandeleya spielt, wenn nicht mit uns allen in der Truppe, nur SZs.

    Anmelden, in die Küche gehen und wieder an den PC kommen wenn ein SZ aufgeht.

    Jedem Spieler seine Spielweise. 😉

    Yitu

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  4. Yitu sagt:

    „Macht das Spiel interaktiver, lasst das Handeln der Spieler zu Konsequenzen führen! Gerade WAR ist unglaublich starr und auf den Spieler als Handlungsträger angewiesen. Gebt ihm mehr Betätigungen an die Hand! Lasst ihn Mensch sein.“

    Die Sätze sind Gold wert. 🙂

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